
Was bei einem gesunden Menschen die Nieren übernehmen, leisten Dialysatoren bei Dialysepatienten: Das Blut wird von Giftstoffen gereinigt. Was ist hierbei die Herausforderung? Blut lässt sich nicht chemisch reinigen, sondern nur physikalisch: es wird mithilfe einer speziellen Membran im Inneren des Dialysators „gefiltert“. Dazu wird das Blut des Patienten durch sogenannte Hohlfasern im Dialysator geleitet, deren Wände aus einer hauchdünnen Membran bestehen. Dank unterschiedlicher physikalischer Prozesse werden bei diesem Vorgang wichtige Bestandteile im Blut belassen, während gleichzeitig schädliche Moleküle durch die Poren der Membran heraus in die Dialysierflüssigkeit geleitet werden.
Hier zeigt sich die Leistungsfähigkeit des Dialysators und seiner Membran: Je schärfer nützliche und schädliche Moleküle getrennt werden, umso effektiver ist die Therapie.
Der Dialysator besteht aus einem Kunststoffgehäuse, in dem sich tausende von Hohlfasern aneinander reihen. Die Hohlfasern (Blutkompartiment) werden während der Behandlung in dem von dem Gehäuse begrenzten Raum von der Dialysierlösung nach dem Gegenstromprinzip umspült. Im Blutkompartiment des Dialysators herrscht ein Überdruck, um die Hohlfaser herum (Dialysatseite) dagegen ein Unterdruck.
Die Wand jeder einzelnen Hohlfaser ist eine semipermeable Membran. Die Poren dieser Membran sind für Wasser und kleinere Moleküle durchgängig, während Blutzellen und größere Moleküle wie Proteine die Membran nicht passieren können. Harnpflichtige Substanzen wandern nach dem Prinzip der Diffusion, Konvektion und durch Ultrafiltration aus dem Blut in die Dialysierlösung.
Während der Dialysebehandlung werden im Dialysator werden harnpflichtige Stoffe und überschüssige Flüssigkeit herausgefiltert, und das gereinigte Blut wird durch das Schlauchsystem in den Körper zurückgeführt.
Dialysepatienten unterziehen sich in der Regel wöchentlich drei Behandlungen mit einer durchschnittlichen Dauer von 4 bis 5 Stunden.