
Für ihren Einsatz im Umwelt- und Naturschutz hat die Aesculap AG am 17. Dezember drei Initiativen zum achtzehnten Mal mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Die Preisträger sind das Multimediaprojekt „Kinder, Natur, Abenteuer – Fideldidu“ von Maria del Carmen Limberger und Tobias Ackermann aus Donaueschingen, das „Artenschutzprojekt für Mauersegler“ von Karlheinz Sikinger, BUND Tuttlingen sowie das Buch „Wunderwelt am Wanderweg – Bezauberndes Eschachtal“ von Siegfried Harr aus Zimmern.
„Wir sind uns der unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst und sind stets bemüht, einen eigenen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zum Umweltschutz beizutragen. Mit dem Umweltpreis wollen wir ein Forum für die verschiedenen Maßnahmen in der Region schaffen“, sagte der Aesculap-Vorstandsvorsitzende PD Dr. Hanns-Peter Knaebel bei seiner Einführung und nahm Bezug auf den derzeit in Kopenhagen stattfindenden Weltklimagipfel. „Wir sehen hier gelebten Umweltschutz“, würdigte er die Preisträger.
Seit der Einführung des Umweltpreises zum 125-jährigen Firmenjubiläum hat Aesculap bereits rund 135.000 Euro an Preisgeldern vergeben. Den Umweltpreis hat das Unternehmen ins Leben gerufen, um Umweltschutz-Aktivitäten finanziell zu fördern, zur Nachahmung anzuregen und damit Impulse für neue Initiativen zu geben.
In diesem Jahr hat die Jury drei Umweltpreise vergeben, davon zwei als erste Preise. Michael Hensch, Umweltbeauftragter der Stadt Tuttlingen und Vorsitzender der siebenköpfigen Jury, gab die Preisträger bekannt. Der „erste, erste Preis“ geht mit 3.500 Euro an die ehemalige Donaueschinger Kindergartenleiterin und heutige Kinderbuchautorin Maria del Carmen Limberger und ihren Bruder Tobias Ackermann für ihr Multimediaprojekt „Kinder, Natur, Abenteuer – Fideldidu“. Bei „Fideldidu“ handelt es sich um einen Elfenjungen, der Kindern auf einfache Weise Naturelementarwissen und Umweltverantwortung vermittelt – über eine interaktive Website, Bücher, CDs, kindgerechte Dokumentarfilme und Workshops. „Die Jury versteht das Projekt als breit angelegtes Umwelt-Aktionsportal für Kinder mit ernst zu nehmenden „Ausflügen“ in soziale Themenfelder. Mit einer eigens geschaffenen Identifikationsfigur findet die Projektgründerin Zugang zu Kindern, Erzieherinnen und Eltern. Umweltnetzwerke werden aufgebaut oder begleitet“, begründete Hensch die Entscheidung der Jury.
Der „zweite, erste Preis“ mit ebenfalls 3.500 Euro wurde an Karlheinz Sikinger von der Tuttlinger Gruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland vergeben. Sikinger ist Leiter des Artenschutzprojekts für Mauersegler, das 2009 seit zehn Jahren besteht. Projektmotivation war die Gefährdung der Mauersegler durch moderne, tierfeindliche Bauweise. Bestandteile der Aktion sind der Erhalt vorhandener Brutplätzen, die Schaffung neuer Brutnischen, das Aufhängen von Nistkästen und mauerseglerfreundliche Baumaßnahmen. Die reine Idee zum Projekt erzielte bereits 1997 den dritten Platz beim Aesculap-Umweltpreis. „Aus der ursprünglichen Idee ist ein bis heute andauerndes, äußerst qualitätsvollen und dabei ehrenamtliches Naturschutzprojekt mit einer Vielzahl von Einzelbausteinen gereift“, lobte Hensch die Nachhaltigkeit.