
Im Rahmen einer Feierstunde wurde am 08. Dezember 2008 durch Professor Ungethüm zum 17. Mal der Aesculap-Umweltpreis verliehen. In seiner Begrüßung betonte er die Schlüsselfunktion von nachhaltigem Wirtschaften für langfristigen Erfolg. Aus diesem Grund sei der Umweltschutz Teil des Unternehmensleitbildes von Aesculap und der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber der Region, der Stadt und unseren Nachkommen.
Bereits seit 1987 sei der aktive Umweltschutz bei Aesculap etabliert und in diesem Zeitraum seien sehr beachtliche Beträge in umweltrelevante Maßnahmen investiert worden. Aesculap habe außerdem zu den Unternehmen gehört, die noch im Gründungsjahr 1995 als erste in das EMAS-Register (Europäisches Umweltmanagementsystem – EG-Öko-Audit-Verordnung) eingetragen wurden und gehöre damit zu den EMAS-Pionieren.
Michael Hensch, Umweltbeauftragter der Stadt Tuttlingen, hatte als Vorsitzender der Jury die Aufgabe, die Entscheidung der unabhängigen, interdisziplinär besetzten Jury bekannt zu geben.
Im Rahmen der Preisverleihung erhielt der Verein intipacha e.V. für den Beitrag „Aktivitäten für eine bewohnbare Erde für alle“ den 1. Preis. Intipacha e.V. ist ein schulnaher Verein der St. Ursula-Schulen Villingen. Er sieht seine Aufgabe vor allem darin, Aktivitäten für einen nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz an den St. Ursula-Schulen anzuregen, zu koordinieren und zu ergänzen, sowie diese Aktivitäten mit der Eine-Welt-Arbeit zu verbinden. So werden zum Beispiel die durch die Energieeinsparung erzielten Geldmittel für die Ausbildung junger Menschen in Peru verwendet. Zur Zeit erhalten zehn Jugendliche ein Studium oder eine Berufsausbildung.
Die beiden 2. Preise gingen an die Umwelt-AG des Immanuel-Kant-Gymnasiums, Tuttlingen für den Beitrag „Umweltprojekte der Umwelt-AG“ und den BUND Ortsverband Markdorf e.V. für den Beitrag „Storch und Stier – das Markdorfer Weißstorchprojekt“.
Für die Schüler der Umwelt-AG stand im vergangenen Jahr die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Projektes „Run for Trees“ im Mittelpunkt. Mit der Veranstaltung „Run for Trees“ haben die Schüler über 7.000,– Euro für die Organisation „Plant for the Planet“ gesammelt, welches für Baumpflanzungen (Ecuador, Namibia, Deutschland) eingesetzt wird. Wobei für jeden Euro ein Baum gepflanzt wird. Mit diesem Projekt wurde zusätzlich eine Sensibilisierung der Schüler und der Bevölkerung für das Thema Klimawandel erreicht.
Der BUND Ortsverband Markdorf e.V. hat in einem umfangreichen Projekt über viele Jahre seit 1989 konsequent an der Gestaltung des „Eisweiher-Gebietes“ gearbeitet. Es wurden viele Kleingewässer angelegt, Storchennisthilfen errichtet und Biotoppflegemaßnahmen zur Verbesserung des Feuchtgebietes durchgeführt. Alle wichtigen naturschutzrelevanten Maßnahmen wurden wirksam zum Gesamterfolg kombiniert, so dass der Weißstorch das Gebiet „Eisweiher“ dauerhaft als Brutgebiet angenommen hat.
Einen schönen Abschluss fand die Preisverleihung mit einem kleinen Stehempfang.