Warum Datenmanagement Systeme im Bereich Dialyse?
Wie funktioniert Datenmanagement im Bereich Dialyse?
Warum Datenmanagement Systeme im Bereich Dialyse?
Steigender ökonomischer Druck, die Einführung und stetig zunehmende Bedeutung von Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Dialyse, immer größere Datenmengen sowie veränderte Arbeitsabläufe und zunehmender Verwaltungsaufwand. All diese Faktoren sprechen für den Einsatz von Datenmanagement-Systemen in der Dialyse, bzw. der nephrologischen Praxis.
Wie funktioniert Datenmanagement im Bereich Dialyse?
Vor und während der Behandlung eines Patienten in einem Dialysezentrum fallen sehr viele verschiedene Daten an. Diese Daten werden in der Regel manuell erfasst und in einer zentralen Patientenakte abgelegt. Durch Sammlung und Auswertung werden aus den Daten Informationen, die für die Behandlung der Patienten in der Form eines Ausdruckes, z.B. einer Dialysevorschrift verwendet werden.
Während der Behandlung dokumentiert das Pflegepersonal Daten von den Dialysegeräten auf Papierprotokollen, wie z.B. die Ergebnisse der Blutdruckmessungen.
Zusätzlich erfolgt die Dokumentation von Anamnesen, Diagnosen oder Laborparametern häufig auch noch manuell in der Patientenakte.
Hier setzt Datenmanagement in der Dialyse an. Ziel ist es, alle Daten elektronisch in einem System zu erfassen und diese den jeweiligen Benutzern aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Während den Behandlungen senden die über ein Computernetzwerk verbundenen Dialysegeräte kontinuierlich Daten an das Datenmanagement-System, die dort für das Patientenmonitoring während der Therapie, sowie für die Dokumentation in der elektronischen Patientenakte zur Verfügung stehen. Die angeschlossenen Dialysegeräte können aber auch patientenindividuelle Daten empfangen, wie z.B. Therapieparameter (Ultrafiltrationsrate, Therapiezeit etc.), die für die laufende Therapie verwendet werden können. Der Datenaustausch ist damit bidirektional möglich.
Idealerweise verfügt ein Datenmanagement-System sowohl über die Möglichkeit Daten auszuwerten, z.B. in Form von Reports, und sinnvoll zu archivieren, als auch über eine standardisierte Schnittstelle wie z.B. HL7 (Health-Level 7), welche den Austausch von Daten mit weiteren IT-Systemen, z.B. Krankenhausinformationssystemen, ermöglicht.
Datenmanagement-Systeme bieten somit die Möglichkeit der Automatisierung arbeits- und zeitintensiver Aufgaben und damit einen Zeitgewinn, den Arzt und Pflegepersonal für die Behandlung des Patienten aufwenden können. Darüber hinaus leisten sie wertvolle Hilfe bei der Auswertung der gesammelten Daten und tragen somit zu einer stetigen Optimierung der Dialysebehandlungen bei.