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Standortsicherung durch gemeinsamen Kraftakt

Ein Standortsicherungsvertrag drückt die Bedeutung der neuen Infusionslösungsfertigung und das Engagement von Unternehmensleitung und Mitarbeitern aus – und brachte die Entscheidung für den Standort Melsungen.

Die Inhalte des Standortsicherungsvertrags: alle 4.600 Mitarbeiter am Standort Melsungen leisten innerhalb von fünf Jahren 520 unentgeltliche Mehrarbeitsstunden. Dieses Kontingent kann flexibel vom Unternehmen abgerufen werden und führt daher nicht zu einer Steigerung der Wochenarbeitszeit. "Gemeinsam mit der Unternehmensleitung haben wir außerdem vereinbart, dass die Mehrarbeit zu einem großen Teil für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen genutzt wird", erklärt Betriebsratsvorsitzender Peter Hohmann. Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiter eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2009 sowie eine Gewinnbeteiligung nach Ablauf des Vertrags.

Peter Hohmann sieht in der Vereinbarung aber auch eine nachhaltige Wirkung: "Der Standortsicherungsvertrag ist ein wichtiger Aspekt der Standortsicherung und wird nicht nur heute, sondern auch in Zukunft Arbeitsplätze am Standort Melsungen sichern." Dass der Vertrag bereits heute positive Auswirkungen auf den Standort hat, zeigt die Steigerung der Mitarbeiterzahl bei B. Braun in den letzten fünf Jahren. Wäre die neue Infusionslösungsfertigung nicht in Nordhessen errichtet worden, wären mittelfristig 750 Arbeitsplätze am Standort Melsungen verloren gegangen.