Die Hämodialyse ist ein extrakorporales Blutreinigungsverfahren, das bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz eingesetzt wird, sofern sie keine Nierentransplantation bekommen können. Als Alternative zur Hämodialyse kann bei chronisch kranken Patienten auch eine Peritonealdialyse durchgeführt werden. Bei Patienten mit akutem Nierenversagen wird dagegen meist die Akutdialyse angewandt.
Was ist Hämodialyse?
Wann wird die Hämodialyse eingesetzt?
Was ist Hämodialyse?
Die Hämodialyse ist eine Therapie, bei der das Patientenblut außerhalb des Körpers behandelt wird. Die Therapie wird in der Regel 3 mal, selten 2 mal pro Woche in einem Dialysezentrum oder zu Hause durchgeführt. Die Therapiezeit beträgt dabei 3-8 Stunden, meistens aber etwa 4 Stunden. Der Patient braucht hierfür einen Gefäßzugang aus dem man das Blut durch ein Schlauchsystem mit Hilfe einer Dialysemaschine entnimmt, durch den Dialysefilter führt und nach der Reinigung wieder zurück zum Patienten leitet. Durch die Therapie werden die "Nierenwerte" des Blutes (Giftstoffe, Elektrolyte u.a.) wieder auf ihre Normalwerte gebracht, so dass der Patient wenigstens zwei Tage lang ohne Behandlung auskommen kann. Zusätzlich zur Dialyse ist der Patient auch auf eine medikamentöse Behandlung angewiesen und sollte zudem gewisse Ernährungsempfehlungen beachten.
Wann wird die Hämodialyse eingesetzt?
Die medizinische Indikation der Dialysebehandlung ist die terminale Niereninsuffizienz. Bei solchen Patienten ist die Nierenfunktion so weit herabgesetzt, dass sie eine Nierenersatztherapie oder eine Nierentransplantation benötigen. Als Nierenersatztherapie stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung wie etwa Peritonealdialyse (PD), Hämodialyse (HD), Hämofiltration (HF) und Hämodiafiltration (HDF). In den meisten Ländern stellt die Hämodialyse das Verfahren der Wahl dar und ist somit weit verbreitet. Welches Dialyseverfahren letztendlich für den Patienten am besten geeignet ist, hängt sowohl von medizinischen als auch von sozialen Indikationen ab.