Was sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Wie kommt es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Welche Folgen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben?
Behandlung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Was sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen versteht man im weitesten Sinne alle Erkrankungen des Herzens und des Blutkreislaufes. Die vielfältigen Erkrankungen des Herzens können die Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit), den Herzmuskel (Herzinsuffizienz), die Herzklappen (Aortenklappeninsuffizienz, Aortenstenose u.a.), den Herzrhythmus (Arrhythmien, Herzflimmern u.a.) oder die Herzinnenhaut (infektiöse oder rheumatische Endokarditis) betreffen.
Wie kommt es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind vielfältig, weil sie unterschiedliche Teile des Herz-Kreislauf-Systems (Blutgefässe, Herz) betreffen.
Bei Erkrankungen der Blutgefäße sind oft arteriosklerotische Gefäßerkrankungen und deren Risikofaktoren wie Hypercholesterinämie, arterielle Hypertonie, Diabetes Mellitus, Rauchen usw. gemeint. Sie führen zur Entwicklung der Arteriosklerose, die zu Durchblutungsstörungen verschiedener Organe führen kann. Besonders betroffen ist das Herz durch koronare Herzkrankheiten (KHK mit Angina Pectoris, Herzinfarkt), das Gehirn durch Schlaganfall, die unteren Extremitäten durch die arterielle Verschlusskrankheit (periphere AVK) oder seltener Mikrozirkulationsstörungen des Innenohrs mit plötzlichem Hörsturz.
Welche Folgen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben?
Die Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind sehr unterschiedlich. Je nachdem welcher Teil des Herz-Kreislauf-Systems betroffen ist, kann es beispielsweise zu Bluthochdruck, zur Herzinsuffizienz, zu Herzrhythmusstörungen oder zum Herzinfarkt kommen. Diese Folgen ergeben sich meist aus arteriosklerotischen Veränderungen der Blutgefäße (Gefäßverkalkungen). In den westlichen Industrieländern sterben die meisten Menschen an den Folgen der Arteriosklerose (auch Atherosklerose).
Bei der Arteriosklerose kommt es zu einer entzündlichen Veränderung der Gefäßinnenwand. Beteiligt ist unter anderem ein zu hoher Cholesterinspiegel des Blutes. Die Ursache zu hoher Cholesterinspiegel sind bei vielen Herz-Kreislaufpatienten eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung der Leber. Das überschüssige Cholesterin lagert sich in der Gefäßwand ab und bildet dort so genannte Plaques. Diese Plaques werden oft verkapselt und verhalten sich dann zunächst unauffällig. Wird eine solche stabile Ablagerung („Gefäßkalk“) instabil und reißt auf, kommt es zum Infarkt des betreffenden Organs, meist dem Herzen (akuter Herzinfarkt).
Behandlung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bei Gesunden nimmt man eine LDL-Konzentration von 200 mg pro dl Blut als tolerabel an. Bei Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird aber als Ziel eine LDL-Konzentration von 100 mg/dl, bei Diabetikern sogar 70 mg/dl, angestrebt. Bei schweren Verläufen der Erkrankung wird dieses Ziel in der Regel mit einer medikamentösen Therapie nicht erreicht. Schafft der Patient über die Umstellung seiner Lebensumstände, die Einhaltung von Diät und die Einnahme Bluttfette senkender Medikamente dieses Ziel nicht, darf der Patient nach einem strengen Begutachtungs- und Genehmigungsverfahren mit der H.E.L.P. – Apherese behandelt werden. Eine H.E.L.P. – Apherese senkt pro Therapiesitzung die Blutfette um mehr als 60%. In der Kombination mit der Medikamentenverordnung kann so der Cholesterinspiegel um 80 % zum Ausgangswert gesenkt werden. Die selektive Absenkung von bestimmten Plasma- und Plasmalipoproteinen bedeutet auch eine Verbesserung der Mikrozirkulation des Blutes in den Kapillargefässen. Dadurch wird die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der betroffenen Organe erheblich verbessert.