Die kontinuierliche Wundinfusion mit PainBuster kann eine Alternative in der postoperativen Schmerztherapie bei Gelenkersatzoperation darstellen.
Aktuelle Beobachtungen zeigen: Die kontinuierliche Wundinfusion mit PainBuster kann eine Alternative in der postoperativen Schmerztherapie bei Gelenkersatzoperation darstellen. Die Orthopädischen Vitos Kliniken in Kassel setzen den PainBuster seit 01.08.2010 als Standard in der postoperativen Schmerztherapie bei Knie-TEP ein.
Die Schmerztherapie gehört mit zu den Herausforderungen in der Endoprothetik. Schmerzarmut oder -freiheit nach Gelenkersatz sind Voraussetzung für eine effektive Nachbehandlung und werden – auch aufgrund der Häufigkeit dieser Operationen- zunehmend als Qualitätsmerkmal für die standardisierte Behandlung im Krankenhaus erfasst und nach außen dargestellt. Zu den Standards einer kombinierten Schmerztherapie spielt auch der PainBuster eine wesentliche Rolle. Grundlage ist die routinemäßige Erfassung des postoperativen Schmerzes, die Schulung des Personals und eine standardisierte Schmerztherapie. Diese umfasst das bekannte Armentarium beginnend mit der oralen Therapie nach WHO- Schema bis hin zu zentralen und regionalen Nervenblockaden mit einem Trend zu regionalen Blockaden.
Professor Dr. Werner Siebert, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Vitos Kliniken in Kassel, geht sogar noch einen Schritt weiter und setzt PainBuster seit August als Standardtherapie in der postoperativen Schmerztherapie bei Patienten mit Knie-TEP-Operationen ein. PainBuster habe sehr gute Erfolge in einer prospektiven randomisierten Studie mit 40 Patienten gezeigt. „PainBuster war der Therapie mit Nervenkathetern in allen Bereichen überlegen“, kommentierte Professor Siebert die Studienergebnisse. Sie hätten gezeigt: Eine Schmerztherapie alleine mit dem PainBuster anstelle des bisherigen Standards, einer Kombination von regionalen Verfahren, sei ausreichend.
Bei der Wundinfusion wird der mehrfach lateral perforierte Katheter von PainBuster - der Soaker Katheter - direkt in die Operationswunde eingebracht und darüber werden Lokalanästhetika in das Gewebe infundiert. Im Inneren des Katheters verbirgt sich eine spezielle Technik, die eine gleichmäßige Flüssigkeitsabgabe über den gesamten perforierten Bereich des Katheters garantiert. Postoperative Schmerzen können somit direkt am Entstehungsort unterdrückt werden, zudem ist aufgrund der kleinen, leichten Pumpe eine frühe Mobilisation des Patienten erleichtert. Die Wundheilung werde durch diese Technik nicht negativ beeinflusst.
Entscheidend für den Erfolg einer Endoprothese ist jedoch nicht nur die Qualität des operativen Eingriffes, sondern das gesamte perioperative Management mit dem Ziel der Senkung der Komplikationsraten und einer effizienten postoperativen Rehabilitation. Dazu gehören auch Aspekte der Versorgungsforschung. Inzwischen geht man von 320 000 künstlichen Hüft- und Kniegelenken aus, die jedes Jahr implantiert oder ausgetauscht werden. Mit steigender Tendenz, so Siebert. „Grund genug, sich über Versorgung und Qualität in der Zukunft Gedanken zu machen“. Die Erfahrung des Operateurs, die Einschätzung bestimmter OP-Risiken und die Materialauswahl bestimmen in der Endoprothetik sehr stark die Haltbarkeit eines Gelenkes und damit letztendlich den Behandlungserfolg. 80 Prozent der Operationen seien in einer Spezialklinik Standardoperationen. Er empfiehlt jedem Patienten grundsätzlich, sich vor einer Entscheidung über den Einbau eines neuen Gelenk eine zweite Expertenmeinung einzuholen, falls Zweifel bestehen.
Hintergrund:
Die B. Braun Melsungen AG hat mit dem PainBuster ein Produkt für die Schmerztherapie im Portfolio, mit dem eine kontinuierliche Wundinfusion für die Therapie postoperativer Schmerzen durchgeführt werden kann. Eine elastomere Pumpe erzeugt eigenständig den kontinuierlichen Fluss des Lokalanästhetikums; je nach Bedarf kann eine Versorgung von bis zu fünf Tagen gewährleistet werden. Der Katheter und die Pumpe bilden zusammen ein komplettes Einmalsystem, das inklusive Zubehör zum Befüllen der Pumpe und zum Legen des Katheters geliefert wird. Je nach Anwendungsgebiet sind der PainBuster-Katheter und die zugehörige Pumpe in verschiedenen Größen erhältlich. Ein silberbeschichteter Katheter bietet neben der Standardausführung zusätzlichen Schutz vor Infektionen.
Die PainBuster-Technologie findet in der postoperativen Behandlung von Thoraxeingriffen, großen bauchchirurgischen und orthopädischen Eingriffen immer mehr Zuspruch. Die Effizienz der kontinuierlichen Wundinfusion konnte in zahlreichen Studien gezeigt werden (1, 2). Unter dem Einsatz von PainBuster können Patienten weitestgehend ohne systemische Schmerzmittel therapiert werden. Die handliche, elastomere Pumpe ermöglicht dem Patient seine Mobilität frühzeitig zurück zu erlangen.
53. Kasseler Symposium, Hüft- und Kniegelenkersatz „Probleme meiden, Probleme lösen“,
B. Braun Melsungen AG 28. – 29. Mai 2010
1 „Efficacy of Continuos Wound Catheters delivering local anaesthetic for postoperative analgesia“, Spencer S Liu et; J Am Coll Surg, 2006
2 Subpleural Catheter placement for pain relief after thoracoscopic resection, Frank C. Detterbeck; Ann Thorac Surg 2006)
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