Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, informierte sich bei Aesculap über Innovationen der Medizintechnik.
Tuttlingen. Als dynamisch und innovationsstark lässt sich die Medizintechnik in Deutschland charakterisieren. Von der lebensrettenden Operation über maßgeschneiderte Diagnostik bis hin zu schonenden Behandlungsmethoden leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen. Um einen offenen Gedankenaustausch zum Thema Innovationsmanagement und Innovationspolitik für die Medtech-Industrie ging es dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Ernst Burgbacher MdB bei seinem Besuch der zur B. Braun-Gruppe gehörenden Aesculap AG am 13. Juli 2011.
„Die Gesundheitswirtschaft ist nicht nur quantitativ, sondern aufgrund ihrer vielfältigen Innovationsimpulse auch für den Strukturwandel der gesamten Wirtschaft und somit qualitativ sehr bedeutsam. Tuttlingen als Weltzentrum der Medizintechnik spielt hier eine gewichtige Führungsrolle. Gemeinsam mit den Bundesministerien für Gesundheit sowie Bildung und Forschung unterstützen wir diesen Innovationsprozess in großem Umfang“, stellte Burgbacher die hohe Bedeutung der Medizintechnik heraus.
„Innovationen leisten einen wichtigen Beitrag zum Gesamtumsatz bei Aesculap. Pro Jahr investiert das Unternehmen rund fünf Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung“, führte der Vorstandsvorsitzende von Aesculap Professor Hanns-Peter Knaebel in das Innovationsmanagement des Unternehmens ein. Anhand von Vorführungen an drei Stationen im Informations- und Beratungszentrum im Aesculapium erläuterte Knaebel, wie neue technologische Möglichkeiten in den Arbeitsalltag integriert, aber auch in neue Serviceleistungen und Produkte zur Anwendung am Menschen übersetzt werden.
So wird beispielsweise eine Virtual-Reality-Anlage zur dreidimensionalen Darstellung von Aesculap-Ingenieuren bei der Konstruktion von Implantaten eingesetzt. Das Navigationssystem OrthoPilot hilft dem Chirurgen bei der exakten Implantation von Knie- und Hüftendoprothesen. Und für den jungen Chirurgen bietet die Aesculap Akademie Workshops am Simulationstrainer an, um laparoskopische Operationstechniken (Bauchspiegelung) virtuell zu erlernen. „Die Übungen am Simulationstrainer helfen dem Operateur, den Umgang mit den Organen zu erlernen und den chirurgischen Eingriff außerhalb des OPs zu trainieren“, erklärte der Aesculap-Chef und gelernte Chirurg die Arbeitsweise des Simulators, an dem auch Ernst Burgbacher seine Geschicklichkeit beweisen konnte.
Begleitet wurde Burgbacher von Hans-Peter Bensch, dem FDP-Kreisvorsitzenden und Vorsitzenden der FDP-Stadtratsfraktion Tuttlingen, der vor allem das Bekenntnis des Unternehmens zu seinem Heimatstandort lobte: „Es ist für die Stadt Tuttlingen in höchstem Maß erfreulich, dass sich Aesculap als eines der größten und führenden Medizintechnikunternehmen für den Standort Tuttlingen entschieden hat und in den kommenden Jahren 100 Mio. Euro investieren wird.“