Vor dem Hintergrund des Versorgungsstrukturgesetzes 2012 ist eine Sonderausgabe des HealthCare Journals zum Thema Versorgungsmanagement erschienen.
Melsungen. Die Sonderausgabe des neuen HealthCare Journals zum Thema „Versorgungsmanagement“ ist erschienen. Sie gibt Einblick darüber, welche Vorteile sektorenübergreifende Netzwerke für Patienten, Kliniken und ambulante Dienstleister bieten können.
Die Berichte der Ausgabe zeigen, wie viel Potenzial in der sektorenübergreifenden Versorgung steckt und wie viele gut funktionierende Netzwerke in ganz unterschiedlichen Therapiebereichen es bereits gibt. Vorgestellt werden unter anderem Netzwerke aus den Bereichen Wundversorgung, Palliativversorgung und Infektionsprophylaxe (MRSA).
Im Mittelteil findet sich eine übersichtliche Beschreibung des Case Management-Modells aus dem Diakonissen-Stiftungskrankenhauses in Speyer inklusive einem Interview mit dem Chefarzt der Gefäßchirurgie Prof. Dr. Gerhard Rümenapf. Sie enthält die Ergebnisse einer in der Gefäßchirurgie durchgeführten Evaluation des Case Managements. In der retrospektiven Kohorten-Pilotstudie mit historischer Kontrollgruppe wurden 392 amputationsbedrohte Diabetiker mit neuro-ischämischem Fußsyndrom nach arterieller Revaskularisation (Hauptdiagnose ICD10 E11.74 / Fallpauschale K01B) erfasst. Alle Patienten wurden auf die Notwendigkeit einer Begleitung durch das Case Management hin gescreent; 54 Patienten wurden schließlich durch transsektorale Case Manager betreut. Die Ergebnisse zeigen, dass das an klinischen Qualitätsstandards orientierte Case Management den Drehtüreffekt und die Fallzusammenführungsrate signifikant senkte.
Die Firma reagiert mit dieser Sonderaufgabe auf das zum 1. Januar 2012 geplante Versorgungsstrukturgesetz. Es sieht ein Bündel von Maßnahmen für eine gute ärztliche Versorgung vor. Die Regelungen sollen dazu dienen, Behandlungsabläufe für Patienten zwischen Krankenhäusern, Ärzten und anderen Einrichtungen zu vereinfachen und den Aufbau vernetzter Strukturen zu fördern. In dem Zusammenhang setzt das Gesundheitsministerium auf Versorgungsnetze, die insbesondere chronisch Kranke mit dem Ziel durch das Gesundheitssystem „lotsen“, unnötige Arztbesuche und Krankenhauseinweisungen zu vermeiden und den Patienten Sicherheit zu geben.
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