Auf dem Gelände des denkmalgeschützten Kloster Haydau in Morschen investiert B. Braun in den Neubau eines Seminar- und Tagungszentrums. Dabei werden die Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Domäne sowie die Orangerie mit Herrenhaus restauriert und als Tagungsort hergerichtet. Bereits heute wird das bereits restaurierte Kloster als Tagungsort genutzt. Zukünftig sollen alle Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der B. Braun Melsungen AG in dem neuen Tagungszentrum konzentriert werden. Dabei war die Nähe zur Konzernzentrale in Melsungen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Investition.
Insgesamt fließen seitens des Unternehmens über 30 Millionen Euro in das Projekt, ca. 20 Millionen Euro davon allein in den Neubau des Tagungshotels und über 10 Millionen Euro in den Umbau der Nebengebäude.
Zukünftig werden den Mitarbeitern und externen Kunden von B. Braun etwa 130 Gästebetten zur Verfügung stehen, geplant sind 17.000 Übernachtungen pro Jahr. Darüber hinaus können andere Unternehmen und auch Privatleute die Anlage nutzen.
Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages im April 2009 durch die Gemeinde Morschen und B. Braun wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurde ein Entwurf, der die Eingliederung eines Neubaus auf der mittelalterlichen Klosteranlage möglichst harmonisch umsetzt. Das Kloster aus dem 13. Jahrhundert und die Kirche sollten wieder in den Mittelpunkt der Domäne rücken.
Im Oktober gleichen Jahres wurden die Sieger gekürt. Der erste Preis ging an das Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy & Partners, welches unter anderem Projekte in der Hamburger HafenCity realisiert hat. „Ich bin mir sicher, dass wir so den für Morschen passenden und für die Domänenanlage angemessenen Entwurf gefunden haben“, so Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG.
Wegen der Denkmalschutzbestimmungen gestaltet sich der Umbau als äußerst anspruchsvoll. So müssen alte Handwerkstechniken und Materialzusammensetzungen, wie die Lehm-Stroh-Wickeltechnik für Gebäudedecken wiederentdeckt werden.
Mit der Restauration des Herrenhauses wurde bereits begonnen, zum Jahreswechsel 2010/11 wird der erste Spatenstich für den Bau des Tagungshotels erwartet. Die Orangerie soll auch nach dem Umbau weiterhin für die Bürger Morschens als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung stehen. In den Wirtschaftsgebäuden sollen Tagungsräume entstehen.
Das gesamte Bauvorhaben auf dem Gelände wird sich über einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken. Für Mitte 2012 ist die Fertigstellung des Tagungszentrums geplant.
Investitionsvolumen: über 30 Millionen €, Neubau Tagungshotel 20 Millionen €, Restaurierung Nebengebäude 10 Millionen €
Neue Arbeitsplätze: ca. 60
Geplante Übernachtungen pro Jahr insgesamt: 35.000
davon B. Braun: 17.000
Zeitachse:
Vertragsunterzeichnung: 20. April 2009
Architektenwettbewerb: April 2009 – Oktober 2009
Umbau/ Restaurierung Nebengebäude:
Herrenhaus: Mitte 2009 – März 2011
Orangerie: Anfang 2010 – März 2011
Wirtschaftsgebäude: Ende 2010 – Mitte 2012
Neubau Tagungshotel:
Anfang 2011 – Mitte 2012