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Was tun bei Überzuckerung und Unterzuckerung?

Blutzuckerentgleisungen können leichte oder lebensbedrohliche Komplikationen verursachen. Akute Komplikationen treten sowohl bei extremen Überzuckerungen (schweren Hyperglykämien) als auch bei extremen Unterzuckerungen (schweren Hypoglykämien) auf.

Schwere Hyperglykämien sind mit lebensbedrohlicher Ketoazidose (Typ-1-Diabetes) sowie diabetischem Koma verbunden.

Hypoglykämien können unter der Therapie mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen auftreten. Schwere Hypoglykämien können zur Bewusstlosigkeit führen.

Was verursacht eine Unterzuckerung?

  • Zu viel oder doppelt gespritztes Insulin 
  • Zu langer Spritz-Ess-Abstand 
  • Versehentliche Insulininjektion in die Muskulatur
  • Zu viel Bewegung / Sport 
  • Zu wenig Kohlenhydrate gegessen
  • Auslassen einer Mahlzeit
  • Magenentleerungsstörung (Gastroparese)
  • Alkohol

Wie erkennen Sie eine Unterzuckerung?

  • Nervosität, Zittern 
  • Herzklopfen 
  • Schwitzen 
  • Weiche Knie 
  • Unbändiger Hunger 
  • Blasse Haut 
  • Aggressivität / Angst 
  • Bewusstlosigkeit 
  • Schlechte Konzentrationsfähigkeit

Maßnahmen bei Unterzuckerung

Wenn Sie leichte Symptome bei sich bemerken, zerkauen Sie 2-4 Plättchen Traubenzucker oder trinken ein zuckerhaltiges Getränk. Messen Sie danach Ihren Blutzuckerspiegel.

Wenn Ihre letzte Insulininjektion nicht lange zurück liegt, wird der Blutzuckerspiegel voraussichtlich noch sinken. Nehmen Sie zunächst eine Mahlzeit mit Kohlenhydraten zu sich, die langsamer vom Körper verarbeitet werden (z. B. ein Butterbrot). Überprüfen Sie den Blutzuckerspiegel nach einiger Zeit erneut.

Vermeiden Sie zwischenzeitlich anstrengende Bewegungen und Tätigkeiten, bei denen eine Unterzuckerung gefährlich werden kann (z. B. Autofahren).

Tragen Sie Ihren Diabetesausweis immer bei sich und informieren Sie die Menschen in Ihrem Umfeld,  wie Sie Ihnen bei schweren Symptomen einer Unterzuckerung helfen können:

  • Stabile Seitenlage
  • Notarzt rufen
  • Keine Flüssigkeit zu trinken geben! (Erstickungsgefahr)
  • Ggf. Glukagoninjektion bei Ketoazidose (hilft nicht nach Alkoholgenuss)

Was verursacht einen zu hohen Blutzuckerspiegel?

  • Zu viele Kohlenhydrate gegessen 
  • Nicht genügend Insulin gespritzt 
  • Medikamente nicht eingenommen 
  • Wenig Bewegung 
  • Infektionen 
  • Fiebrige Erkrankungen 
  • Manche Medikamente (z. B. Kortison)

Wie erkennen Sie zu hohe Blutzuckerwerte?

  • Mattigkeit 
  • Durst 
  • Ungewollter Gewichtsverlust 
  • Schlechte Wundheilung 
  • Trockene Haut 
  • Große Urinmengen 
  • Erbrechen bei Ketoazidose

Maßnahmen bei zu hohen Blutzuckerwerten

Wenn Ihre Blutzuckerwerte deutlich ansteigen, können Sie mit kurzwirksamem Insulin Ihren Blutzucker korrigieren; währenddessen sollten Sie viel trinken und regelmäßig Ihre Blutzuckerwerte kontrollieren. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung.

Wenn Sie Typ-1-Diabetes haben, ist es ratsam, zusätzlich den Ketonwert zu messen. Rufen Sie gegebenenfalls den Notarzt, denn eventuell muss Ihr Blutzuckerwert stationär gesenkt und neu angepasst werden.

Informieren Sie Ihre Angehörigen, wie sie sich bei schweren Symptomen verhalten können.

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