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Schwangerschaftsdiabetes: Was ist zu beachten?

Etwa zwei bis drei Prozent aller Schwangeren erkranken an einem sogenannten Gestationsdiabetes. Zur Risikogruppe zählen vor allem Frauen mit Übergewicht oder mit Diabetes in der Familie. Falls Sie von Schwangerschaftsdiabetes betroffen sind, stehen wir Ihnen unterstützend zur Seite – mit hilfreichen Informationen und passenden Produkten.

Schwanger mit Diabetes

Risiken für das Baby

Die hormonellen Umstellungen im Verlauf der Schwangerschaft führen zu einer zunehmenden Insulinresistenz. Der Insulinbedarf steigt, so dass es zu überhöhten Blutzuckerwerten kommen kann. Die werdende Mutter bemerkt diese Veränderung nicht. Allerdings können die hohen Werte das Kind gefährden. Denn der Blutzucker gelangt über die Nabelschnur zum Kind – es muss dann selbst viel Insulin produzieren, um den Blutzucker zu normalisieren.

Das kann beim Ungeborenen zu folgenden Problemen führen:

  • Übermäßiges Wachstum mit erschwerter Entbindung und Verletzungsgefahr
  • Unreife von Lunge und Leber mit Problemen nach der Geburt 
  • Sauerstoffmangel
  • Lebenslanges, erhöhtes Risiko für Übergewicht und Diabetes

Früherkennung vermeidet Komplikationen

Um das zu vermeiden, empfiehlt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche den so genannten „oralen Glukosetoleranztest“ machen zu lassen. Bei diesem Test trinkt die schwangere Frau eine Zuckerlösung. Vorher und nachher wird der Blutzuckerwert gemessen. Werden bestimmte Grenzwerte überschritten, liegt Schwangerschaftsdiabetes vor, der behandelt werden muss.

Mit gesunder Ernährung den Blutzuckerspiegel senken

Das Umstellen der Ernährung steht bei der Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes an erster Stelle: Schon alleine damit erreichen die meisten Frauen (85 Prozent) dauerhaft gute Blutzuckerwerte. Nach der Beratung durch einen Diabetologen ist die Ernährungsumstellung in der Regel einfach. Die empfohlene Ernährung ist keine Diät, sondern eine ausgewogene, vollwertige, gesunde Kost.

Ein schneller, hoher Blutzuckeranstieg nach dem Essen lässt sich vermeiden, wenn Lebensmittel mit komplexen Kohlenhydraten verwendet werden – wie Vollkornbrot, Vollkornreis, Vollkornnudeln, Müsli aus Vollkornflocken oder Hülsenfrüchte. Bei Getränken sind ungesüßte Tees und Wasser besser als zuckerhaltige Limonaden und Fruchtsäfte, da diese den Blutzucker schnell steigern. Das Verteilen des Essens auf mehrere kleinere Mahlzeiten (je drei Haupt- und Zwischenmahlzeiten) bremst den Anstieg nach dem Essen ebenfalls. So ist oft schon ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel über den Tag erreichbar.

Regelmäßig den Blutzucker messen

Eine regelmäßige Messung des Blutzuckers zeigt, ob mit der Ernährungsumstellung die Blutzuckerwerte erreicht werden, die für das optimale Wachstum des Kindes wichtig sind.

Mit unserem Omnitest®-Blutzuckermessgerät können Sie ganz einfach Ihren Blutzucker prüfen. Wir empfehlen Messungen vor Beginn der Hauptmahlzeiten und ein bis zwei Stunden danach. Manche Ärzte raten zu einer zusätzlichen Messung zwei Stunden nach dem Essen. Ein Diabetologe wird die Anzahl der Messungen mit Ihnen zusammen besprechen.

So messen Sie richtig:

Blutzuckermessung mit dem Omnitest® 5 Blutzuckermessgerät

Positive Effekte mit Alltagsbewegung und Sport

Nach der Messung ist es ratsam, die Werte zu notieren. Wir bieten Ihnen ein praktisches Diabetestagebuch zum Herunterladen an. So haben Sie Ihre Blutzuckerwerte täglich im Blick

Neben gesunder Ernährung hilft auch Bewegung bei der Senkung der Blutzuckerwerte. Denn Bewegung verbraucht Energie und das senkt den Blutzucker. Außerdem verbessert körperliche Aktivität die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Der Körper braucht dann weniger Insulin als vorher, um gute Werte zu erzielen. Bei einigen Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bewirkt das schon, dass die eigentlich zu niedrige eigene Insulinproduktion wieder ausreicht. Geeignete Sportarten sind zum Beispiel Schwangerschaftsgymnastik, Radfahren, Walken, Schwimmen und Spazieren gehen. Selbst wer sich nur im Alltag mehr bewegt, tut seinem Körper etwas Gutes.

Manchmal reichen Ernährungsumstellung und Bewegung leider nicht aus. Dann hilft Insulin dabei, zu hohe Blutzuckerwerte zu verhindern. Haben Sie keine Angst vor Insulin. Die Injektion ist leicht zu erlernen und für Ihr Baby ungefährlich.

Wie geht es nach der Entbindung weiter?

Bei den meisten Frauen normalisiert sich der Blutzucker sofort nach der Entbindung, allerdings bleibt das Risiko einer späteren Diabeteserkrankung bestehen. Es ist daher ratsam, drei und zwölf Monate nach der Entbindung und danach in größeren Abständen einen oralen Glukosetoleranztest durchzuführen.

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