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Erstattung & Abrechnung

Erstattung & Abrechnung

Hier finden Sie Informationen zum Thema Erstattung und Abrechnung bei der Behandlung von Diabetes mellitus. Darüber hinaus halten wir für Sie Musterrezepte zur Verordnung von Blutzuckermessgeräten und Teststreifen bereit.

Blutzucker-Teststreifen – Wann? Für wen? Wie oft verordnen?

Teststreifen gelten für die Krankenversicherungen als Arzneimittel und gehen damit in die Berechnung der Arzneimittelausgaben und der Richtgrößen ein. Bei der Verordnung muss zwischen insulin- und nichtinsulinpflichtigen Patienten unterschieden werden.

Rein medizinisch gesehen sind Blut- und Harnzuckerteststreifen eigentlich keine Arzneimittel, sondern Hilfsmittel, da man mit ihrer Hilfe ein Testergebnis zur Überprüfung einer Körperfunktion erhalten kann.

Der Gesetzgeber hat aber vor mehr als zehn Jahren die Teststreifen zu „Definitionsarzneimitteln" ernannt. Teststreifen sind also per definitionem aus Sicht der gesetzlichen Krankenversicherung Arzneimittel (§2 Absatz 2 Arzneimittelgesetz). Trotzdem werden die Teststreifen als Medizinprodukte den in-vitro-Diagnostika zugeordnet. Die Teststreifen werden durch §31 Sozialgesetzbuch V Absatz 3 ausdrücklich von der Zuzahlung befreit.

Die Kosten der Teststreifen fließen in die Berechnung des Arzneimittel-Budgets beziehungsweise des Ausgabenvolumens und der Richtgrößen ein.

Verordnung von Teststreifen

Eine Blutzuckerkontrolle wird als medizinisch sinnvoll erachtet, wenn der Patient aufgrund der Kontrolle unmittelbar die Dosis seines Antidiabetikums anpassen kann oder er Konsequenzen aus den Ergebnissen ziehen kann, die zu einer Verbesserung der Therapie führen. Die Kontrolle ist bei Typ II-Diabetikern, die ausschließlich orale Antidiabetika einnehmen, also nicht insulinpflichtig sind, nicht notwendig. Die Teststreifen sind in diesem Fall nicht verordnungsfähig.

Typ II - Diabetiker ohne Insulin

Für Typ II-Diabetiker, die lediglich mit oralen Antidiabetika und Diät behandelt werden, sind Teststreifen von der Verordnungsfähigkeit zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen. Der Gesetzgeber argumentiert, dass der Kauf eines Blutzuckermessgerätes in diesem Fall eher dazu diene, die persönliche Neugier zu befriedigen und deshalb kein Grund bestehe, Teststreifen zu verordnen.

Einige Diabetologen und selbstverständlich die Hersteller von Teststreifen sehen dies anders. Sie argumentieren, dass ein sich selbst testender Diabetiker ganz gleich, ob insulinpflichtig oder nicht, mit Blutzuckerselbstkontrolle besser eingestellt ist als derjenige, der gar nichts tut oder nur gelegentlich einmal eine Urinzuckerselbstkontrolle durchführt. Daher wird manchmal auch bei oralen Typ II-Diabetikern eine ein- bis viermalige Blutzuckermessung pro Woche empfohlen. Der Patient würde etwa 50 Teststreifen pro Quartal brauchen (entspricht 30 bis 60 Euro pro Quartal).

Insulinpflichtige Diabetiker (Typ I und Typ II)

Diabetiker unter intensivierter Insulintherapie haben durch eine regelmäßig selbst durchgeführte Kontrolle die Möglichkeit, ihre Insulindosis dem gemessenen Blutzuckerwert anzupassen. Testreifen müssen daher verordnet werden. Wie oft der Blutzuckerspiegel gemessen werden muss, hängt von der Art der Therapie und der Stabilität des Stoffwechsels ab, kann aber bis zu fünfmal am Tag notwendig sein.

Preise

Es gibt erhebliche Preisunterschiede bei Teststreifen, weil sie nicht apothekenpflichtig sind und damit nicht der Arzneimittelpreisverordnung unterliegen. Die Händler dürfen die eingereichten Rezepte bei den Krankenkassen abrechnen. Nach Informationen der AOK bestehen jedoch zumeist keine wesentlichen Preisunterschiede zwischen dem Bezug über Apotheken und dem über den Versandhandel (Versandapotheken oder Medizintechnik-Versand).

Quotenregelung – Auswahl der Teststreifen

In dem seit 1. Oktober 2010 geltenden Arzneiversorgungsvertrag sind die Vertragspreise für Blutzuckerteststreifen neu geregelt. Grundsätzlich werden Blutzuckerteststreifen als austauschbar angesehen. Ein Austausch ist möglich, solange der Arzt diesen nicht durch Setzen des Aut-idem-Kreuzes auf dem Kassenrezept ausgeschlossen hat.

Die Blutzuckerteststreifen sind in zwei Preisgruppen unterteilt: In Gruppe A sind Original-Anbieter und in Gruppe B überwiegend generische Anbieter gelistet. Verschreibt der Arzt Teststreifen und/oder ein Messgerät der Preisgruppe A ohne Aut-idem-Kreuz, ist die Apotheke angehalten, auf ein preisgünstiges Produkt der Preisgruppe B umzustellen.

Die Apotheken sind vertraglich verpflichtet, 45 Prozent der gesamten Verordnungen von Blutzuckerteststreifen mit Produkten der günstigeren Preisgruppe B zu beliefern. Sollten die Apotheken ihre Quote nicht erfüllen können, müssen sie die Differenz zur höheren Preisgruppe an die Kassen zurückzahlen.

Omnitest® Center – jederzeit alles im Blick

Omnitest® Center – jederzeit alles im Blick

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Sie haben die Möglichkeit, Ihrem Arzt oder Angehörigen einen Zugriff auf Ihre Daten zu erteilen. So kann der Arzt die Werte kontrollieren und hat eine gute Basis für optimale Therapieentscheidungen.

Downloads

Beschreibung Dokument Link
Musterrezept Omnitest® 3 Teststreifen
pdf (889.0 KB)
Musterrezept Omnican fine Set
pdf (880.4 KB)
Erstattungsmöglichkeiten bei der Diagnostik und Behandlung von Diabetes
pdf (361.1 KB)

Software zum Download

Beschreibung Dokument Link
Treiber Diabass - Omnitest® 5/3 und plus Software
zip (3.3 MB)