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Patienten fragen – Ernährungsexperten antworten

Sie haben Fragen zur Ernährung bei Krebs? Hier finden Sie Antworten aus unserer Ernährungssprechstunde. Klicken Sie einfach auf das Thema, das Sie interessiert.

Gewichtsverlust

In jedem Stadium einer Krebserkrankung kann ungewollter Gewichtsverlust auftreten.

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema. Schreiben Sie uns, wenn Sie Ihre Frage nicht beantwortet finden.

Wieso habe ich plötzlich keine Kraft mehr?

Als Folge von Stoffwechselveränderungen, die im Zuge einer Krebserkrankung auftreten, kann ein Gewichtsverlust zu Veränderungen in der Körperzusammensetzung führen. Im Unterschied zum Abnehmen durch Diäten, wo vorwiegend Körperfett abgebaut wird, können Sie zusätzlich in erheblichem Ausmaß Muskelmasse verlieren. Gewichtsverlust durch eine Krebserkrankung bedeutet nicht Abbau überschüssiger Reserven, sondern: durch den Verlust an Muskulatur kommt es zusätzlich zu Kraftverlust und körperlicher Schwäche (und dies unabhängig vom Ausgangsgewicht, also auch bei Übergewicht und Adipositas!). Spürbarer Kraftverlust kann ein ernstzunehmender Hinweis auf einen bestehenden Mangelernährungszustand sein, der behandelt werden sollte. Ein Gewichtsverlust sollte in jedem Fall durch entsprechende ernährungstherapeutische Maßnahmen behandelt werden.

Warum bin ich kraftlos, obwohl mein Körpergewicht gleich ist?

Durch eine Tumorerkrankung kann es zu Veränderungen in der Körperzusammensetzung kommen. Die Beurteilung des Körpergewichts oder des BMIs sind nicht mehr so aussagekräftig, denn durch Wasserumverteilungen und Einlagerungen (Ödeme, Aszites) kann das Gewicht stabil bleiben oder sogar ansteigen und einen Gewichtsverlust verschleiern. Durch den gleichzeitigen Verlust an Muskelmasse verspüren Sie Kraftverlust. Bitte teilen Sie Ihre Probleme unbedingt Ihrem Arzt mit, eine ernährungstherapeutische Untersuchung und Betreuung wäre ggf. für Sie sehr wichtig!

Ich bin froh, dass ich abgenommen habe und möchte weiter abnehmen. Wie kann ich das machen?

Gewichtsverlust durch eine Krebserkrankung bedeutet nicht nur Abbau  überschüssiger Fettreserven, sondern kann einen Verlust an Muskulatur nach sich ziehen. Die Folge kann eine reduzierte Muskelkraft und eine verminderte Leistungsfähigkeit sein. Daher sollten Sie es ernst nehmen, wenn Sie unbeabsichtigt, krankheitsbedingt Gewicht verlieren. Von Diäten während der Krebstherapie ohne ärztliche Rücksprache und ernährungstherapeutischer Begleitung ist unbedingt abzuraten!

Stimmt es, dass ich abnehme, weil der Krebs “frisst“?

Nein! Dies ist eine häufig anzutreffende Formulierung, die so nicht richtig ist. Der Krebs hat einen eigenen Stoffwechsel, der sich von dem des gesunden Körpers unterscheidet. Der Organismus reagiert allerdings auf den Tumor, was zu Stoffwechselveränderungen führen kann, die einen mehr oder weniger starken Gewichtsverlust zur Folge haben.

Vitamine & Co

Nahrungsergänzung bei Krebs: Nutzen oder Schaden?

Über Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe wird viel gesprochen und in den Medien wie Zeitungen und Fernsehen viel berichtet. Aber wann sind Nahrungs-ergänzungsmittel gut für mich? Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Gern erweitern wir den Fragenkatalog.

Steigt das Brustkrebsrisiko durch den Verzehr von Soja?

Die Sojabohne enthält Inhaltsstoffe, die eine ähnliche Wirkung wie Östrogen entfalten, jedoch ca. 200-mal weniger wirksam sind (sogenannte Isoflavonoide aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe). Ihre Anwendungen bei Beschwerden in den Wechseljahren oder zur Prophylaxe von Osteoporose, Brustkrebs und kardiovaskulären Erkrankungen sind derzeit wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Bei Brustkrebs sind sie möglicherweise riskant und daher nicht empfehlenswert. Von der gezielten Einnahme hochdosierter isolierter Isoflavonoide wird nach dem jetzigen Erkenntnisstand abgeraten. Deshalb sollte keine Einnahme ohne Abwägung der Risiken mit Ihrem Arzt erfolgen! Gegen den Verzehr üblicher Mengen von Soja und Sojaprodukten ist nichts einzuwenden.

Welche Wirkung haben Omega-3-Fettsäuren?

Man geht momentan davon aus, dass sich eine erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Muskelmasse und den Ernährungszustand auswirken könnten und möglicherweise die Wirkung der Tumortherapie verbessern. Omega-3-Fettsäuren kommen vorwiegend in fettem Seefisch (Lachs, Thunfisch, Hering, Makrele), Fischöl (in Kapselform käuflich) und Leinöl vor. Beim Kauf von Fischölkapseln sollte auf einen hohen Anteil an EPA (mehrfach ungesättigte Fettsäure) geachtet werden. Pflanzliche Produkte enthalten eine Vorstufe der EPA und müssen erst umgewandelt werden. Dies geschieht nur zu einem gewissen Teil, deshalb muss eine relativ große Menge aufgenommen werden.

Können Aufbauspritzen den Ernährungszustand verbessern?

Aufbauspritzen enthalten hochdosierte Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Sie können dazu beitragen, einem Mangel an Mikronährstoffen vorzubeugen oder einen bestehenden Mangel zu beheben. Sie können jedoch keinen Gewichtsverlust aufhalten oder eine unzureichende Nahrungszufuhr ausgleichen. Bei einer Krebserkrankung ist auf die Bekämpfung einer Mangelernährung im Sinne einer ausreichenden Zufuhr sämtlicher Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Spurenelemente, Flüssigkeit) zu achten.

Wie sinnvoll sind Vitamintabletten?

So lange und so viel wie möglich sollte auf Lebensmittel mit ihrem natürlichen Gehalt an Inhaltsstoffen zurückgegriffen werden. Wenn Sie Gewicht verlieren und über einen längeren Zeitraum nur eingeschränkten Appetit hatten oder sich nur relativ einseitig ernähren konnten, spricht nichts gegen die Einnahme von Vitaminpräparaten in normalen Dosierungen (bis 100 % RDA*, das heißt 100 % der empfohlenen täglichen Zufuhr essenzieller Nährstoffe). Es ist aber nicht ratsam, einzelne isolierte Nahrungsbestandteile vor allem in HOHEN Dosierungen einzunehmen, da deren Wirkung aus dem natürlichen Verbund losgelöst nicht abschätzbar sind und es zu negativen Auswirkungen auf den Therapieverlauf kommen könnte (z. B. wird durch hochdosierte Einnahme von Vitamin C die Wirkung bestimmter Chemotherapeutika beeinträchtigt).

* Die Recommended Daily Allowances (RDAs), auch Recommended Dietary Allowances, geben die Mengen von essentiellen Nährstoffen an, die nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausreichend angesehen werden, den täglichen Bedarf nahezu jedes gesunden Menschen zu decken.

Nahrungsauswahl

Kann mit der Auswahl der Nahrungsmittel die Erkrankung beeinflusst oder die Therapie unterstützt werden?

Viele Krebspatienten stellen sich diese oder ähnliche Fragen. Einige wurden bereits für Sie zusammen gestellt.
Gern erweitern wir den Fragenkatalog. Schreiben Sie uns.

Gibt es eine Krebsdiät?

Keine sogenannte „Krebsdiät“ ist wissenschaftlich bestätigt und zeigt nachweisbar eine heilende Wirkung.

Die Erfinder von diesen „Krebsdiäten“ preisen beispielsweise an, mit ihrer Diät den Tumor auszuhungern, die gestörte Zellatmung zu aktivieren oder den Organismus zu entgiften. Oft werden eine sehr einseitige Kost oder Fastentage empfohlen. Auch werden häufig bestimmte Lebensmitteln verboten oder zu speziellen Nahrungsergänzungsmitteln geraten.

Diese Verbote, Einschränkungen und Regeln können dazu führen, dass Krebspatienten schlecht mit Nährstoffen versorgt sind. Das kann ihren Heilungsverlauf einschränken, die medizinische Behandlung behindern und sogar zum Therapieabbruch führen. Ein interessantes Video finden Sie in der rechten Anzeigebox.

Die Ernährungstherapie ist als wichtige Säule in der gesamten Krebsbehandlung anerkannt. Sie gilt als supportive (unterstützende) Maßnahme. In den Beratungsgesprächen geht es z.B. um individuell passende Lebensmittel und deren Zubereitung, um Zusatznahrungen oder Aufbauinfusionen. Wenn Sie diese Art der Therapieunterstützung wünschen, sprechend Sie darüber bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ich esse sehr viel Obst und Gemüse. Ernähre ich mich so gesund?

Natürlich sind Obst und Gemüse gesunde Nahrungsmittel und sollten täglich in ausreichender Menge gegessen werden. Mit fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag wird der Körper mit Vitaminen, Spurenelementen, Ballaststoffen, Flüssigkeit und wertvollen Nahrungsbestandteilen versorgt. Das trägt zu einer gesunden Ernährung bei und kann helfen, die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden. Bei einer Krebserkrankung ist es jedoch wichtig, dem erhöhten Bedarf an Eiweiß und der besseren Verwertung von Fetten im Vergleich zu Kohlenhydraten gerecht zu werden. Deshalb sollten Sie auch auf einen ausreichenden Verzehr eiweißreicher Produkte und ausreichend Energie (kcal) achten.

Reicht es für den Eiweißbedarf aus, wenn ich einen Joghurt am Tag esse?

Bei einer Krebserkrankung haben Sie einen erhöhten Bedarf an Eiweiß. Besonders wenn Sie bereits Gewicht verloren haben, ist es wichtig, diesen erhöhten Bedarf durch den Verzehr entsprechend eiweißreicher Nahrungsmittel zu decken. Der Eiweißverzehr wird jedoch oft falsch eingeschätzt. Ein Becher Joghurt enthält durchschnittlich 5 g Eiweiß. Das ist in keinem Fall ausreichend. Daher sollten Sie täglich auch Käse, Fisch oder Fleisch essen.

Ich darf etwas Süßes essen, obwohl ich Diabetiker bin?

Wenn Sie an einer Tumorerkrankung leiden und eventuell ungewollt Gewicht verloren haben, zunehmend unter Appetitlosigkeit oder an den Nebenwirkungen der Therapie leiden, sollte der Diabetes kein Argument sein, irgendetwas nicht zu essen. Im Vordergrund steht die Vermeidung einer Mangelernährung, da sich diese negativ auf Ihre Krebserkrankung, die Therapieverträglichkeit und Ihr Allgemeinbefinden auswirkt. Wenn Sie Probleme mit der Nahrungszufuhr haben, aber gern Süßes essen würden oder eine Optimierung mit Trinknahrung nötig wäre (die in der Regel auch süß ist), sollten Sie sich nicht scheuen, dies zu sich zu nehmen. Im Bedarfsfall kann Ihr Blutzucker entsprechend neu eingestellt werden – ein Gewichtsverlust und die daraus resultierende Mangelernährung sollte unbedingt vermieden werden! Dazu sollten Sie ein Arzt oder eine Diabetesfachkraft aufsuchen.

Darf ich fettreiche Nahrung aufnehmen, obwohl ich auf mein Cholesterin achten muss?

Im Vordergrund steht jetzt bei Ihnen nicht das Cholesterin, sondern die Vermeidung von ungewolltem Gewichtsverlust und einer daraus resultierenden Mangelernährung. Ihr Körper kann aufgrund einer veränderten Stoffwechsellage Fette jetzt besser verwerten. Wenn Sie bereits unter Appetitlosigkeit leiden und ungewollt Gewicht verlieren, ist die Stabilisierung Ihres Ernährungszustandes wichtiger als eine cholesterinarme Diät. Das Anreichern der Nahrung mit hochkalorischen Lebensmitteln wie z. B. Sahne oder Butter ist eine gute Möglichkeit einem Gewichtsverlust entgegenzuwirken und Ihren Körper bestmöglich zu versorgen.

Man soll doch kein rotes Fleisch essen, oder?

Dies stimmt so nicht. Vermutungen, die den Verzehr von rotem Fleisch in direkten Zusammenhang mit der Entstehung von bestimmten Krebsarten brachten, konnten nicht aufrechterhalten werden. In dem zweiten 2007 veröffentlichten Bericht zur Krebsprävention des World Cancer Research Fund wird empfohlen, den Verzehr von rotem Fleisch und Fleischwaren einzuschränken (nicht mehr als 500 g pro Woche), jedoch nicht darauf zu verzichten. Fleisch ist ein wichtiger Eiweißträger und kann bei einer Tumorerkrankung wesentlich zur Deckung des höheren Eiweißbedarfs beitragen.

Wieso mag ich viele Dinge nicht mehr, die ich früher gern mochte?

Veränderungen im Geschmacksempfinden und Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, z. B. Fleisch oder Süßes, sind im Zusammenhang mit einer Krebstherapie häufig. Fleisch kann plötzlich bitter schmecken, Süßes kann intensiver oder weniger intensiv empfunden werden. Manches kann metallisch, bitter oder fad schmecken. Berücksichtigen Sie diese Veränderungen in Ihrem Speiseplan und zwingen Sie sich nicht zum Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln. Fleisch ist ein wichtiger Eiweißlieferant. Wenn Sie kein Fleisch mehr mögen, versuchen Sie vermehrt auf Milch und Milchprodukte, Käse, Ei, Soja und Fisch zurückzugreifen. Es besteht auch die Möglichkeit zusätzlich zur normalen Nahrung über energie- und eiweißreiche Trinknahrung den Bedarf zu decken.

Ernährungstherapie

Manchmal ist eine klinische Ernährungstherapie vor, während oder nach der Krebstherapie erforderlich.

Dies ist bestimmt sehr ungewohnt für Sie und wirft Ängste und Fragen auf. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengestellt. Falls Sie Ihre nicht beantwortet finden, sprechen Sie uns an. 

Wie lange benötige ich die künstliche Ernährung?

Ziel der Ernährungstherapie ist es, eine bedarfsdeckende Nährstoffzufuhr (Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Flüssigkeit) zu sichern, einen ungewollten Gewichtsverlust zu stoppen bzw. eine Stabilisierung oder Gewichtszunahme zu erreichen. Dies gelingt nicht von heute auf morgen und kann individuell sehr unterschiedlich sein, sodass ein Zeitraum schwer anzugeben ist. Je nach individueller Entwicklung, kann das Ernährungsregime an die Nahrungszufuhr angepasst werden. Die Notwendigkeit hierfür wird regelmäßig von Ihrem Arzt oder Ernährungstherapeuten überprüft und natürlich mit Ihnen abgestimmt. Die Therapie kann beendet werden, wenn Sie sich so weit erholt haben, dass Sie wieder eigenständig ausreichend essen können, ohne erneut Gewicht zu verlieren.

Kann ich trotz künstlicher Ernährung das Haus verlassen?

Ja, wenn es Ihr Gesundheitszustand zulässt, können Sie selbstverständlich aus dem Haus. Die Gabe der künstlichen Ernährung dauert in der Regel keine 24 Stunden, sodass auch freie Zeit verbleibt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen Rucksack (bzw. eine Tasche) zu verwenden, in dem der Ernährungsbeutel und eine Pumpe untergebracht sind. Mit dieser Option sind Sie völlig frei und können während der Gabe einkaufen, spazieren gehen, Besuche machen oder z. B. einfach nur im Garten sitzen.

Habe ich trotz der klinischen Ernährung Appetit oder Hunger?

Sie erhalten eine Ernährungstherapie, weil Sie keinen Appetit haben, zu wenig essen können oder bereits stark an Gewicht verloren haben. Wird Ihr Körper durch die klinische Ernährung ausreichend mit Nährstoffen versorgt, beginnt er sich zu erholen. In aller Regel kommt dann auch der Appetit wieder zurück. Dies geschieht jedoch nicht von heute auf morgen, Ihr Körper braucht Zeit.

Kann ich mit der klinischen Ernährung noch warten?

Sie haben bereits viel Gewicht verloren und können weiterhin nicht ausreichend Nahrung aufnehmen. Sprechen Sie dieses Problem bei Ihrem Arzt an. Generell kann man sagen, dass in einer solchen Situation möglichst schnell reagiert werden sollte, um weitere Verluste zu vermeiden. Durch eine Ernährungstherapie kann nach einem großen Gewichtsverlust zunächst einmal das Gewicht stabilisiert werden. Je eher mit einer Ernährungstherapie begonnen wird, desto besser ist die Ausgangssituation.

Wer bezahlt die Kosten für die Ernährungstherapie?

Besteht bei Ihnen die Indikation für eine Ernährungstherapie, so übernimmt die Kosten der Therapie die Krankenkasse. Bei Privatpatienten erfolgt die Abwicklung der Kostenerstattung entsprechend der vertraglich abgesicherten Leistungen. Von Ihnen sind also lediglich bestimmte Zuzahlungen und Rezeptgebühren zu übernehmen. Falls Sie befreit sind, entfallen diese auch.

Vor & nach der OP

Ein operativer Eingriff kann besondere Ernährungsmaßnahmen erfordern.

Bei Operation an Magen, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse wird das Organ teilweise oder sogar ganz entfernt. Sowohl vor als auch nach dem operativen Eingriff sind bestimmte Dinge bei der Nahrungsauswahl zu beachten. Antworten auf einige Fragen finden Sie hier.

Gern erweitern wir den Fragenkatalog mit Ihren Fragen.

In einem Monat bekomme ich den Magen herausoperiert und ich habe jetzt schon so viel Gewicht verloren, was kann man da machen?

Vor einer großen Operation und im Speziellen vor einer Magenentfernung sollte der Körper in möglichst guter Verfassung sein, um der anstehenden Belastung gewachsen zu sein. Durch die Zufuhr von eiweiß- und energiereicher Trinknahrung kann eventuell auf oralem Wege der Gewichtsverlust gestoppt und eine Verbesserung erreicht werden. Wenn dies bei Ihnen aufgrund Ihrer Symptomatik nicht möglich ist und Sie weiterhin Gewicht verlieren, besteht die Möglichkeit mit Hilfe einer Ernährungstherapie (intravenöse, parenterale Ernährung) Ihrem Körper eine bedarfsdeckende Versorgung zu gewährleisten und Sie bestmöglich auf die anstehende Operation und die Zeit danach vorzubereiten. Hierfür wäre das Vorhandensein eines dauerhaften zentralvenösen Katheters (Port) nötig, der für eine Chemotherapie eventuell schon implantiert wurde. Ein Ernährungstherapeut kann Sie beraten und die nötigen Schritte einleiten.

Kann ich mich auf eine Magenentfernung vorbereiten?

Eine Entfernung des Magens bedeutet schwerwiegende Umstellungen für Ihren Körper und Ihren Alltag. Versuchen Sie, vor der Operation so viel und gesund wie möglich zu essen, ruhig auch Gewicht zuzunehmen. Ihr Körper wird es Ihnen nach der Operation danken. Wenn Sie Probleme mit der Nahrungsaufnahme haben und Gewicht verlieren, suchen Sie einen Ernährungstherapeuten auf, der Ihnen Ratschläge erteilen und ggf. erforderliche therapeutische Maßnahmen einleiten kann. Es empfiehlt sich auch, sich bereits vor der Operation über mögliche Ernährungsumstellungen zu informieren. Lassen Sie sich von Ihrem Ernährungstherapeuten Broschüren über die Ernährung nach einer Magenentfernung aushändigen oder kaufen Sie sich jetzt schon geeignete Literatur. Bei der Selbsthilfegruppe Magenkrebs erhalten Sie ebenfalls Hinweise und Informationsmaterial.