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Koronare Herzkrankheiten

Mit diesen Informationen möchten wir einige Ihrer Fragen zur koronaren Herzkrankheit (KHK), dem diagnostischen Eingriff und den modernen Behandlungsmöglichkeiten beantworten.

Sie sollen Ihnen dabei helfen, in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt, die richtige Behandlungsentscheidung zu fällen.

Die häufigste Todesursache in Industrienationen wie Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu trägt insbesondere die koronare Herzkrankheit (KHK) bei. Laut Todesursachenstatistik von 2007 waren 43,4 Prozent aller Todesfälle in Deutschland auf eine Krankheit des Herz-Kreislaufsystems zurückzuführen. Bei 40,0 Prozent davon war KHK die Ursache.[1]

Ursache der KHK – Arteriosklerose 

Die Ursache einer KHK sind Verengungen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße (Koronararterien), die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Wird der Blutstrom in den Herzkranzgefäßen durch einen Engpass (Stenose) behindert, so kommt es zu einer Mangeldurchblutung (Ischämie) des Herzmuskels.[2]

Die Verengungen der Herzkranzgefäße sind meist durch eine Arteriosklerose bedingt. Bei dieser im Volksmund auch als Arterienverkalkung bezeichneten Veränderung kommt es zu einer Ablagerung von Fetten und anderen Substanzen in die Gefäßwand. Diese Ablagerungen werden auch als Plaques bezeichnet. Erst in späteren Stadien der Erkrankung kommt es zu Verkalkungen der Plaques.[3] Eine Arteriosklerose ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung, das heißt, sie ist unheilbar und hat die Tendenz, mit der Zeit immer schlimmer zu werden.

Folgen einer KHK

Die Folgen und Komplikationen einer KHK können sehr weitreichend sein. Bleibt die Plaque, die das Gefäß einengt, stabil, macht sich die Mangeldurchblutung des Herzens lediglich durch ein Engegefühl und Schmerzen in der Brust bemerkbar. Diese Symptome treten immer dann auf, wenn das Herz viel Sauerstoff benötigt, also vor allem unter körperlicher Belastung. Sie werden als Angina pectoris bezeichnet. Es kann aber auch vorkommen, dass diese Symptome nicht auftreten, obwohl ein Sauerstoffmangel vorliegt. Man spricht dann von einer stummen Ischämie oder asymptomatischen KHK. Auf Dauer gesehen kann der Sauerstoffmangel des Herzmuskels zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und zu Herzrhythmusstörungen führen.[2]

Akutes Koronarsyndrom / Herzinfarkt

Akutes Koronarsyndrom ist ein Sammelbegriff für verschiedene Phasen von akuten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, solange zwischen einem akuten Herzinfarkt und „instabiler Angina pectoris“ noch nicht unterschieden werden kann. Eine instabile Angina pectoris kann der Vorbote eines Herzinfarktes sein. Sie verursacht aber auch ohne diesen eine nachhaltige Schädigung des Herzmuskels.[2] Der Herzinfarkt kommt dadurch zustande, dass eine Plaque aufplatzt. Der Körper versucht daraufhin, die verletzte Gefäßinnenhaut zu reparieren, was zur Entstehung eines Blutgerinnsels führt. Dieses Blutgerinnsel kann das betroffene Gefäß komplett verstopfen. Das von der betroffenen Arterie versorgte Herzmuskelgewebe stirbt aufgrund der plötzlichen Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr ab. 

 

[1]  Todesursachenstatistik 2007, Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn via: gbe-bund.de
[2]  Löwel H.: Koronare Herzkrankheit und akuter Myokardinfarkt. Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 33 (2006)
[3]  Roche Lexikon Medizin, 2. Auflage (1987), Seite 130: Stichwort Atherosklerose sowie Seite 116: Stichwort Arteriosklerose

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Koronare Herzkrankheiten und Behandlungsmöglichkeiten