Operation und Rehabilitation

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Ein Tag vor der OP

Die Aufnahme in die Klinik erfolgt in der Regel am Vortag der Operation. Nach Erfassung Ihrer persönlichen Daten in der zentralen Patientenaufnahme werden Sie auf Station gebracht.

Im weiteren Verlauf bespricht der Anästhesist mit Ihnen die Narkose. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Sie darstellen, ob Sie ergänzend Medikamente einnehmen.
Die Stationsschwestern und -pfleger stehen Ihnen zur Klärung weiterer Fragen zur Seite.

Eine Nahrungsaufnahme ist narkosebedingt ab einem definierten Zeitpunkt nicht mehr erlaubt. Vor der Operation können gegebenenfalls Beruhigungs- oder leichte Schlafmittel gegeben werden.

Mit dem Gang in die Klinik stellt sich auch immer die Frage, was für den Krankenhausaufenthalt benötigt wird. Hierbei kann Ihnen folgende Liste eine Hilfe sein.

Notwendiges für Sie persönlich:

  • Toilettenartikel
  • Schlafanzug
  • Bademantel
  • Bekleidung für Sport und Freizeit
  • Flache, rutschfeste Schuhe
  • Notwendige Medikamente
  • Bücher, Zeitschriften
  • Kontaktadressen von Freunden und Bekannten
  • Etwas Geld

Notwendiges für die Klinik:

  • Angefertigte Röntgenbilder
  • Untersuchungsberichte
  • Überweisungen
  • Krankenkassenversicherungskarte
  • Allergiepass
  • ggf. ausgehändigte Formulare die auszufüllen waren

Operatives Vorgehen

Der operative Eingriff kann sowohl in Teilnarkose (Rückenmarksnarkose) oder Vollnarkose erfolgen.

Entsprechend dem Zugang, werden Sie auf dem OP Tisch entweder auf dem Rücken oder in einer Seitenlage gelagert.

Die zu operierende Seite wird mit einem Haut desinfizierenden Mittel abgewaschen, was sich auch nach der Operation in orange für ein paar Tage darstellt.

Nach dem Freilegen des Hüftgelenks erfolgen die folgenden operativen Schritte:

Direkt nach der OP werden Sie einige Zeit im Aufwachraum verweilen und überwacht werden. Danach geht es wieder auf die normale Station auf welcher Sie dann auch die ersten Schritte auf Ihrer neuen Prothese erleben werden.

Nach der OP

Bereits ein oder zwei Tag(e) nach der Operation erfolgt unter Anweisung von medizinischem Fachpersonal die Belastung des Gelenkes. Unter zu Hilfenahme von Gehstützen können direkt erste Gehversuche unternommen werden. Nach und nach gliedern sich weitere therapeutische Maßnahmen an und Sie erlernen das Gehen, Treppensteigen sowie das richtige Sitzen.

Rehabilitation

Nach rund 10 Tagen erfolgt die Entlassung aus der Klinik in eine Rehabilitationseinrichtung, die auf Patienten mit einem künstlichen Gelenkersatz spezialisiert ist. Ziel ist stufenweise die Vollbelastung des künstlichen Gelenks zu erreichen und die Patienten auf die normalen Tätigkeiten und Gewohnheiten in ihrem Alltag mit einem künstlichen Gelenk vorzubereiten.

Hier kann man je nach Intensität und Aufenthaltsart folgende Einrichtungen unterscheiden.

Stationär

In speziell eingerichteten Zentren und unter Anweisung von Fachpersonal wird das Leben im Alltag mit einem künstlichen Hüftgelenk erlernt. Therapeutische Maßnahmen umfassen dabei neben dem Bewegungstraining auch den Einsatz von Hilfsmitteln wie Bewegungsschienen oder Bädertherapien. Der Vorteil liegt in der „Rund um die Uhr“ Betreuung durch die Schwestern und Pfleger.

Teilstationär

Der Patient nimmt an all den therapeutischen Maßnahmen wie bei einem stationären Aufenthalt teil. Mit dem Unterschied, dass er abends die Rehabilitationseinrichtung wieder verlässt um daheim zu übernachten. Vorteilhaft ist hier bspw. die Nähe des Wohnorts zu der Einrichtung, sodass längere Anfahrtswege erspart bleiben.

Ambulant

Die Rehabilitation erfolgt im überwiegenden Anteil im häuslichen Bereich durch die Betreuung von Fachpersonal und bspw. lokalen Orthopäden. Die Patienten können hier auch an therapeutischen Maßnahmen teilnehmen. Dies erfolgt in einem reduzierten Umfang und auch nicht unbedingt in Rehabilitationszentren.

Der Implantatepass

Gleich nach Ihrer Operation erhalten Sie einen Implantatepass, welchen Sie bspw. auf Flugreisen bei sich tragen sollten, da die Metalldedektoren auf Ihr neues Hüftgelenk ansprechen. Er weist Sie als Implantaträger aus.

Darüber hinaus dient er als Dokumentationsgrundlage für die implantatierten Gelenkkomponenten, da in den Pass die Implantataufkleber mit Artikel- und Chargennummern eingeklebt werden. Bewahren Sie den Pass an einem sicheren Ort auf.

Weitere Informationen auch unter EndoPro® – „Pfad der raschen Genesung“ >>

 

Verhalten im Alltag

Was ist besonders günstig für Sie als Endoprothesenträger:

  • Regelmäßiges Schwimmen
  • Regelmäßige Spaziergänge auf gut ausgebauten Wegen
  • Sportarten mit leichten körperlichen Bewegungen wie Tanzen, Ski-Langkauf, Golf, leichte Gymnastik, etc
  • Schnürschuhe mit weichen, elastischen Sohlen
  • Rückenlage, bei Seitenlage nur mit einem Kissen zwischen den Beinen (in den ersten 12 Wochen nach der Operation)

Was sollten Sie vermeiden

Gerade in den ersten 12 Wochen nach der Operation sollten extreme Belastungen der Hüfte vermieden werden:

  • Sportarten mit ruckartigen Stoß- und Schwerbelastungen auf das Hüftgelenk (z. B. Tennis, alpiner Skisport, Jogging, Sprungsportarten)
  • Schweres körperliches Arbeiten
  • Heben schwerer Lasten
  • Arbeiten in häufig ungünstiger Körperhaltung sowie bei Nässe und Feuchtigkeit
  • Gewichtszunahme, da dies zu einer vorzeitigen Auslockerung des Hüftgelenks führen kann
  • Sitzen auf niedrigsten Stühlen oder tiefen Sesseln, da hierbei das Hüftgelenk übermäßig gebeugt wird

Weitere Empfehlungen gibt Ihnen darüber hinaus Ihr behandelnder Arzt.

Nachkontrolle

Regelmäßige Nachkontrolltermine sind unabdingbar, um das Einwachsen des Implantats an den Knochen wie die Gesamtsituation zu beurteilen. Der Implantatepass unterstützt dabei die Kontrollbesuche in der Klinik und gibt Aufschluss über die implantierten Prothesenkomponenten.

Aesculap AG
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