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Rehabilitation – Auf dem besten Weg

Nach der Operation ist das Wichtigste, dass Sie schnell wieder gesund werden und in Ihr vertrautes Leben zurückfinden. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen Ihnen viele Hilfen zu Verfügung.

Nach dem Aufenthalt in der Akutklinik haben Sie Anspruch auf eine Anschlussheilbehandlung, in der Sie wieder zu Kräften kommen und lernen, mit dem Stoma selbstständig umzugehen.

Später können auch Kuren eine Option sein, eine kleine Atempause zu nehmen, um danach den Alltag zu Hause mit neuer Energie und Sicherheit zu meistern.

Darüber hinaus finden Sie bei Verbänden und Selbsthilfegruppen für Stomaträger ein offenes Ohr und wertvollen Erfahrungsaustausch. Über all diese Möglichkeiten sich Unterstützung zu holen informieren wir Sie im Folgenden.

Anschlussheilbehandlung (AHB)

Dem Klinikaufenthalt im Rahmen der Operation folgt in der Regel eine Anschlussheilbehandlung (AHB) als medizinische Rehabilitationsmaßnahme. Sie muss spätestens zwei Wochen nach der Entlassung beginnen. Oft wird sie direkt an die Entlassung aus der Akutklinik angeschlossen.

Wo wird die AHB durchgeführt?
Eine Anschlussheilbehandlung kann ambulant, teilstationär oder stationär erfolgen. Nach einer Stomaoperation wird sie in den meisten Fällen stationär durchgeführt und dauert ca. drei Wochen. Der behandelnde Arzt oder der Sozialdienst veranlassen alles Notwendige.

Wer trägt die Kosten?
Die Kosten übernimmt die Krankenkasse oder die Rentenversicherung. Pro Tag einer Anschlussheilbehandlung muss eine Zuzahlung von zehn Euro geleistet werden. Die Zuzahlung ist auf maximal 28 Tage im Kalenderjahr begrenzt. Zuzahlungen, die im gleichen Jahr bereits an ein Krankenhaus geleistet wurden, werden angerechnet.

Kuren

Für die Bewilligung von Kuren, die der Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit dienen, sind verschiedene Kostenträger zuständig. Neben den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen muss der Betroffene kur- und reisefähig sein.

Nach- und Festigungskuren können zulasten der Rentenversicherung, der Krankenkasse oder der Sozialhilfeträger durchgeführt werden. Für Krebskranke gibt es Sonderregelungen, über die der jeweilige Kostenträger Auskunft geben kann.

Ansprüche aufgrund von Schwerbehinderung

Mit einem Stoma verbindet sich der Anspruch auf vielfältige staatliche Leistungen, denn Stomaträger werden als schwerbehindert anerkannt.

Der Umfang der Behinderung wird von dem Versorgungsamt festgestellt, das für den Wohnsitz zuständig ist. Die Behinderung wird in Grad ausgedrückt. Personen mit einer Behinderung ab 50 Grad gelten als schwerbehindert und können dementsprechend einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Bei Stomaträgern gilt eine Einstufung von 50 bis 80 Grad der Behinderung als Richtlinie.

Antragsformulare sind über das örtliche Sozialamt oder über die Gemeindeverwaltungen erhältlich. Oftmals kann Ihnen in diesem Fall auch der soziale Dienst in der Klinik helfen. Das Versorgungsamt erteilt einen schriftlichen Bescheid über den festgestellten Grad der Behinderung. Wird diesem Bescheid von Seiten des Betroffenen nicht widersprochen, wird der Schwerbehindertenausweis zunächst meistens für eine Dauer von fünf Jahren ausgestellt.

Weitere körperliche Behinderungen, die neben dem Stoma bestehen, sollten bei der Antragstellung ebenfalls angegeben werden, da sie den Grad der Behinderung erhöhen können oder zur Eintragung bestimmter Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis führen.

Nachteilsausgleich nach dem Schwerbehindertengesetz

Welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen können, hängt vom Grad der Behinderung und dem eingetragenen Merkzeichen ab.

Informationsblätter zu den derzeit gültigen Bestimmungen über die Rechte und sozialen Hilfen für Schwerbehinderte können beim Versorgungsamt angefordert werden.

Verbände und Selbsthilfegruppen

Selbsthilfe Stoma-Welt e. V.
Der gemeinnützige Verein Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. ist im Jahr 2010 aus dem Stoma-Forum entstanden, einer bis dahin privaten Internetinitiative von und für Stomaträger. Die Aufgabe der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. ist die “Förderung der Lebensqualität von Menschen mit einem künstlichen Darmausgang oder einer künstlichen Harnableitung durch Information und Aufklärung, Erfahrungsaustausch und Hilfe zur Selbsthilfe”.

www.selbsthilfe-stoma-welt.de

Selbsthilfe Stoma-Welt e. V.
Am Bettenheimer Hof 26
55576 Sprendlingen

Deutsche ILCO e. V.
Die Deutsche ILCO e. V. ist die größte Selbsthilfegruppe für Stomaträger in Deutschland. Sie ist bundesweit mit Regionalgruppen vertreten und arbeitet unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“. „Die ILCO hat sich selbst verpflichtet, allen Betroffenen in Deutschland beizustehen, dass sie auch mit dem Stoma und mit einer Darmkrebserkrankung selbstbestimmt und selbstständig handeln können. Im Vordergrund stehen Gespräche mit Gleichbetroffenen über das Leben mit einem Stoma oder das Leben mit Darmkrebs – mit ILCO-Mitarbeitern am Telefon, bei den Treffen der ILCO-Gruppen und im Rahmen des ILCO-Besucherdienstes.“
(Quelle: Deutsche ILCO e. V.)

http://www.ilco.de/

Thomas-Mann-Str. 40
53111 Bonn

Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz & Wunde (FgSKW) e. V.
Die FgSKW ist ein Zusammenschluss von Pflegekräften mit besonderer Weiterbildung in den Bereichen Stoma, Inkontinenz, Wundversorgung und Ernährung, die sich der pflegerischen und therapeutischen Betreuung von Stomaträgern widmen. Ziel der Stomatherapie ist die körperliche, seelische und gesellschaftliche Rehabilitation des Patienten. Der Verein arbeitet eng mit der Deutschen ILCO e. V.und der Stoma-Welt e. V. zusammen.

http://www.fgskw.org/

FgSKW (Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde) e. V.
Nikolaus-Groß-Weg 6
Postfach 1351
59371 Selm

Weitere Adressen

Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V.
Friedrich-Ebert-Straße 124
34119 Kassel
Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung e. V. (DCCV)
Bundesgeschäftsstelle
Paracelsusstraße 15
51375 Leverkusen
SoMA e. V. (Selbsthilfeorganisation für Menschen mit angeborenen anorektalen Fehlbildungen)
Weidmannstraße 51
80997 München