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Irrigation - Neue Freiheit

Sport, Shoppen oder Geschäftstermin – was immer Sie vorhaben: Irrigation schenkt Ihnen ein Stück Unabhängigkeit zurück. Wenn Darmspülung für Sie eine Option ist, können Sie Ihre „Bio-Pause“ gezielt planen.

Nutzen Sie zum Beispiel die elektronische Irrigationspumpe IryPump® S, kommen Sie bis zu 48 Stunden ohne Versorgungswechsel aus. Immer wieder.

Die Sehnsucht nach Freiheit

Raus aufs Meer. Auf dem Katamaran die Nase in den Wind halten und das Gesicht in die Gischt. Das war der Wunsch von Christian, 44, Kolostomieträger und leidenschaftlicher Segler. Körperlich war er längst wieder fit. Aber er hatte Bedenken, dass an Bord ein Versorgungswechsel fällig werden würde. Dann hat er den Tipp seines Stomatherapeuten beherzigt und eine Irrigation ausprobiert. Jetzt kann er wieder segeln gehen. Auf dem Meer und in der Luft. Denn Segelfliegen hat er jetzt auch angefangen ...

Man muss nicht gleich kitesurfen oder segelfliegen, um sich danach zu sehnen, einfach mal für einen planbaren Zeitraum ohne Versorgungswechsel auszukommen. 

Die Irrigation (Darmspülung) ermöglicht genau das: versorgungsfreie Zeit von bis zu 48 Stunden durch gezielte Darmentleerung – zu dem Zeitpunkt, der in Ihr Leben passt. 

Wichtige Geschäftstermine, längere Fahrten mit Bus oder Bahn oder einfach Schwimmbad mit den Kindern – Sie können vieles sehr viel einfacher unternehmen, wenn Sie sicher sind, dass kein Versorgungswechsel nötig werden wird.

Viele Vorteile für Stomaträger

Durch Irrigation gewinnen Sie Zeit, Lebensqualität und Unabhängigkeit. Sie kontrollieren weitgehend selbst, wann Ihre „Biopause“ stattfinden soll. Die herkömmliche Versorgung wird auf ein Minimum reduziert. 

Ein bisschen Übung brauchen Sie allerdings, um maximal von der Darmspülung zu profitieren. Entscheidend für den Erfolg der Irrigation ist die regelmäßige Anwendung. Und auch sonst sollten Sie ein paar Dinge beachten:

Zuerst das Arztgespräch

Die Stoma-Irrigation muss vorab mit Ihrem behandelnden Arzt besprochen und von ihm schriftlich verordnet werden. 

Dann die Anleitung durch den Profi

Die erste Irrigation sollte durch qualifiziertes, medizinisches Fachpersonal begleitet werden. Ihr Stomatherapeut oder Ihre Stomatherapeutin sind dafür geeignete Ansprechpartner. 

Sobald Sie mit der Ausrüstung und dem Prozedere vertraut sind, können Sie die Irrigation selbstständig durchführen.

So funktioniert die Irrigation

Ziel der Irrigation ist es, den Darm durch regelmäßiges Spülen zu einer erhöhten Muskeltätigkeit (Peristaltik) anzuregen und festsitzenden Stuhlgang zu lösen. Die angeregte Muskeltätigkeit führt zu einer kompletten Entleerung des Dickdarms. 

Weniger Blähungen

Darüber hinaus kann eine Darmspülung die Anzahl der gasbildenden Bakterien im Darm senken, sodass die Blähungen nachlassen.

Ganz natürlich und sicher

Die Irrigation unterstützt und verstärkt die natürliche Entleerungsfunktion des Dickdarms. Im Gegensatz zur regelmäßigen Einnahme von Abführmitteln, werden dabei KEINE Gewöhnungseffekte hervorgerufen.

Bis zu 48 Stunden ohne Versorgungswechsel

Nach einer Irrigation können Sie bis zu 48 Stunden ohne Darmentleerung auskommen. Die Dauer des entleerungsfreien Zeitraums hängt unter anderem von der Länge Ihres verbliebenen Darms sowie von Ihren Ernährungsgewohnheiten ab.

Sobald Ihr Stoma verheilt ist, können Sie irrigieren

Bevor Sie mit der Irrigation starten, sollten Sie mit dem Umgang einer herkömmlichen Versorgung vertraut sein. 

Aus medizinischer Sicht kann zwei bis drei Wochen nach der Operation, mit der Darmspülung begonnen werden. Den genauen Zeitpunkt bestimmen Ihre behandelnden Ärzte. 

Wo Sie die Irrigation vornehmen können

Die Irrigation sollte in einer angemessenen sanitären Umgebung – z.B. Ihrem Badezimmer – erfolgen.

Den Zeitpunkt bestimmt Ihr Bio-Rhythmus.

Der Zeitpunkt für die Irrigation richtet sich nach Ihrem früheren Stuhlgangrhythmus. Die Idee ist, diesen „natürlichen“ Moment für die Irrigation zu nutzen und ihn zu einem regelmäßigen Bestandteil Ihres Tagesablaufs werden zu lassen.

Nehmen Sie sich Zeit

Vermeiden Sie es, unter Zeitdruck zu kommen. Planen Sie zu Beginn für die gesamte Irrigation etwa eine Stunde ein. Mit wachsender Routine schaffen Sie es auch in 45 Minuten.

Video - Erfahrungsbericht

Was passiert im Körper?

Was passiert im Körper?

Das Wasser tritt über das Stoma ein und fließt, je nach Wassermenge, durch die verschiedenen Dickdarmabschnitte (4, 5, 6, 7) bis zum Blinddarm (3). Es kann nicht in den Dünndarm (2) eindringen, da dies durch ein natürliches Ventil, die Ileozäkalklappe, verhindert wird.

Das einlaufende Wasser weitet den Dickdarm so weit, dass eine Massenperistaltik – d. h. eine verstärkte Transportbewegung des Dickdarminhalts – ausgelöst wird. Der Dickdarminhalt wird Richtung Stoma transportiert und nach und nach vollständig entleert.

Die für die Irrigation benötigte Wassermenge beträgt etwa 15 -18 ml/kg Körpergewicht.

Videos mit Tipps und Infos zur Irrigation finden Sie hier.

Videos zur Irrigation

  • Weg der Nahrung

    Der Film zeigt Ihnen den Weg der Speise von der Nahrungsaufnahme über den Verdauungstrakt bis zur Ausscheidung. Dieser Weg kann sich durch unterschiedlichste Krankheitsbilder verändern, sodass eine Stomaanlage notwendig wird.

  • Irrigation mit der IryPump® S

    Überzeugen Sie sich selbst, wie komfortabel die Irrigation mit der IryPump® S durchzuführen ist!

  • IryPump® S – 48 h Freiheit ... immer und immer wieder

    Einfach und sicher im Gebrauch, überraschend kompakt und portabel: Die IryPump® S setzt neue Standards in Design, Funktion und Anwendung.

  • IryPump® – Die Vorbereitung

    Schauen Sie sich hier an wie Sie den Wassercontainer richtig ausziehen.

  • IryPump® – Irrigation ohne Basisplatte stehend

    Wie die Irrigation stehend mit IrySleeve® ohne Basisplatte funktioniert, können Sie in diesem Video sehen.

  • IryPump® – Irrigation mit Basisplatte stehend

    Wie wird IryCone richtig einführt? Diese Frage wird durch das nebenstehende Video beantwortet.

  • IryPump® – Irrigation ohne Basisplatte sitzend

    Wie wird IryCone sitzend ohne Basisplatte richtig einführt? Diese Frage wird durch das nebenstehende Video beantwortet.

  • IryPump® – Irrigation mit Basisplatte sitzend

    Wie wird IryCone sitzend mit Basisplatte richtig einführt? Diese Frage wird durch das nebenstehende Video beantwortet.

  • IryPump® – Stomaversorgung mit Iryfix®

    Sehen Sie in diesem Video wie die Stomaversorgung mit der Stomaverschlusskappe Iryfix® funktioniert.

Voraussetzungen für die Stoma-Irrigation

Nicht für jeden Kolostomieträger ist die Irrigation eine geeignete Versorgung. Folgende Grundvoraussetzungen müssen für die Durchführung der Irrigation erfüllt sein:

  • Das Stoma ist bereits verheilt.
  • Der Arzt hat Ihnen die Irrigation verordnet. 
  • Sie haben ein ausreichend langes Kolon zurückbehalten.
  • Ihr Stoma befindet sich im absteigenden Teil des Dickdarms.
  • Ihr Darm hat seine reguläre Funktion beibehalten.
  • Ihr Stuhlgang ist fest und geformt.
  • Sie sind in der Lage, sich eigenständig zu versorgen.
  • Sie haben die Möglichkeit, immer zur selben Zeit zu irrigieren.

Kontraindikationen – Was gegen die Irrigation spräche

Wenn Sie unter Komplikationen leiden, kann dies die Irrigation erschweren oder sogar ausschließen. Hier finden Sie die Gegenanzeigen im Überblick:

  • Prolabiertes Stoma
  • Hernien
  • Siphonbildung
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Stenosen
  • Strahlentherapie oder Chemotherapie
  • Schlechter Allgemeinzustand
  • Kreislauferkrankungen
  • Operationen im Abdominal-Bereich oder am Enddarm innerhalb der letzten 3 Monate

Das brauchen Sie für die Irrigation

Die Irrigation kann mittels eines Schwerkraftsystems oder mit Hilfe einer elektrischen Irrigationspumpe durchgeführt werden. 

Die Hilfsmittel für beide Systeme bezahlt in der Regel die Krankenkasse. 

Ihr Arzt kann Ihnen im Fall einer Indikation eine Hilfsmittelverordnung ausstellen. Mit dieser können Sie die Pumpe und das Zubehör in einem Sanitätshaus Ihrer Wahl oder bei Ihrem Stomaversorger beziehen.

Sie beginnen mit der Schwerkraftmethode

Um sich mit der Irrigation vertraut zu machen, beginnt man zumeist mit dem Schwerkraftsystem. Dabei fließt das Wasser mittels Schwerkraft in den Körper ein. 

Hierfür benötigen Sie eine Aufhängevorrichtung für den Wasserbehälter (Auslass mindestens in Schulterhöhe), um einen entsprechenden Spüldruck zu erzeugen.

Ein sicheres System zur Durchführung der Schwerkraftirrigation ist das Iryflex® Set.

Iryflex® Set - Schwerkraft Irrigationsset

Dann können Sie auf ein elektrisches System umsteigen

Bei einer elektrischen Pumpe können Sie den Spüldruck individuell steuern. Sie kann überall platziert werden und fördert immer mit konstantem Druck.

Die IryPump® S hat ein besonders anwenderfreundliches Design. So macht sie es Ihnen ganz einfach, ein Stück Freiheit zurückzugewinnen. 

Bis zu 48 Stunden! Immer wieder.

IryPump® S - Elektrische Irrigationspumpe zur Irrigation bei Kolostomie

Hier finden Sie alle Produkte rund um die Irrigation.