Blutzuckerkontrolle Diabetesmanagement

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Blutzucker-Selbstkontrolle durch den Patienten

Die Einführung des Patienten mit Diabetes in die Blutzucker-Selbstkontrolle ist fester Bestandteil der Diabetesberatung. Die Blutzucker-Selbstkontrolle bietet neben der Darstellung der aktuellen Stoffwechselsituation eine einfache und effektive Möglichkeit, die Motivation und Eigenverantwortung der Menschen mit Diabetes zu stärken und sie in ihrem Selbstmanagement zu unterstützen.

Ziele der Blutzuckerselbstkontrolle

  • Darstellung und (Selbst-)Einschätzung der Stoffwechsellage
  • Therapiekontrolle
  • Erkennen und Vermeiden von Stoffwechselschwankungen (Hyper- und Hypoglykämien)
  • Unterstützung bei Verhaltensänderung
  • Erreichen und Halten des angestrebten HbA1c-Ziels
B. Braun Blutzuckermessgerät mit passender Stechhilfe

Blutzuckermessung

Für die Blutzuckerkontrolle werden heute ausschließlich kleine Messgeräte genutzt. Diese und die dazugehörigen Stechhilfen werden fortlaufend optimiert und bieten heute dem Anwender eine schnelle und unkomplizierte Messung der kapillaren Blutglukose.

Blutzuckermessgeräte funktionieren überwiegend auf Basis elektrochemischer Messprinzipien zur Bestimmung der Blutzucker-Konzentrationen im Kapillarblut mit Hilfe der Enzyme Glukoseoxidase (GOD) und Glukosedehydrogenase (GHD).

Für Messgeräte zur Blutzucker-Selbstkontrolle liegen aktuelle Qualitätskriterien vor. Die Kriterien sind in der DIN EN ISO-Norm 15197 geregelt. Der VDBD (Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V.) empfiehlt, nur noch Messgeräte zu verwenden, die die Kriterien der jeweils aktuellen DIN EN ISO-Norm 15197 (Im Mai 2013 wurden mit der ISO-Norm 15197:2013 verbesserte Standards für Blutzuckermessgeräte festgelegt. Neben einer geringeren Toleranz bei den Messwerten ist erstmals auch die Bedienerfreundlichkeit der Geräte Bestandteil der neuen ISO-Norm) erfüllen.

Das Omnitest® 5 Messsystem von B. Braun erfüllt bereits die Anforderungen der aktuellen ISO Norm 15197:2013. Patienten mit Diabetes profitieren aufgrund der sehr genauen Messergebnisse und der einfachen Handhabung von diesem modernen Messgerät. Omnitest® 5 trägt so wesentlich zu einer guten Blutzuckereinstellung bei.

Durchführung der Blutzuckerkontrolle

Die folgenden Informationen zur Blutzuckermessung sollen die tägliche praktische Schulungs- und Beratungstätigkeit von Diabetesberater/innen, Diabetesassistenten/innen und alle im Bereich Diabetes Tätigen unterstützen und Orientierungshilfe für die Empfehlung einer strukturierten Blutzucker-Selbstkontrolle Ihrer Patienten sein.

1. Hände waschen:

Mit warmem Wasser waschen, das fördert die Durchblutung. Das gründliche Hände waschen vermeidet eine Verfälschung der Werte durch Rückstände auf der Haut, z. B. durch Lebensmittel, Alkohol oder Schweiß.

2. Schließen der Teststreifendose:

Dose sofort nach der Teststreifenentnahme wieder verschließen, um die verbleibenden Teststreifen vor Feuchtigkeit zu schützen.

3. Einmalige Verwendung der Lanzette:

Um Schmerzen beim Stechen zu vermeiden, sollte eine Lanzette nur einmal verwendet werden. Die Benutzung einer neuen Lanzette für jede Punktion garantiert eine hygienische und schmerzarme Blutentnahme.

4. In den Finger stechen:

Stechen Sie nur an der Seite der Fingerbeere. Hier verlaufen weniger Nerven, was zu einem geringeren Schmerzempfinden führt.

5. Blut auf Teststreifen auftragen:

Blut seitlich vom Teststreifen aufsaugen lassen und warten bis das Signalgeräusch ertönt. Nachträglich kein Blut auftragen!

Fehlerquellen

Das Ergebnis einer Blutglukosemessung wird durch vielfältige Parameter beeinflusst. Deshalb ist zur Aufdeckung und Vermeidung möglicher Fehlerquellen die regelmäßige Überprüfung der praktischen Handhabung der Blutzucker-Selbstkontrolle zu empfehlen.

Folgende Fehler können auftreten:

Fehlerquelle Folge Einfluss auf Blutzuckerwert Lösung
Rückstände am Finger Schmutz, Schweiß u. a. verfälschen Messwerte erhöht/erniedrigt Finger gut säubern
Zuckerrückstände am Finger Zuckerreste verfälschen Messwerte erhöht Finger gut säubern
Alkoholrückstände am Finger Alkoholrückstände von der Desinfektion können enzymatische Reaktion und damit Messwerte beeinflussen. erhöht/erniedrigt Finger nur mit Wasser säubern oder gut trocknen lassen und 1. Tropfen verwerfen.
Feuchte Finger Verdünnung der Blutprobe erniedrigt Finger abtrocknen
Feuchte Finger Enzym wurde in Aktivität gestört erhöht/erniedrigt Finger abtrocknen
Teststreifen zu kalt oder zu heiß gelagert Enzym wurde zerstört. Keine korrekten Messungen mehr möglich. erhöht/erniedrigt Teststreifen entsorgen. Neue Teststreifen korrekt lagern.
Feuchte Lagerung Feuchtigkeit kann Enzymaktiviät und damit Messwerte beeinflussen. erhöht/erniedrigt Teststreifen entsorgen. Neue Teststreifen korrekt lagern.
Haltbarkeitsdatum überschritten Enzym verliert an Aktivität. Falsche Messwerte. erniedrigt Neue Teststreifen verwenden. Haltbarkeitsdatum beachten.
Haltbarkeit nach Anbruch überschritten Enzym verliert an Aktivität. Falsche Messwerte. erniedrigt Neue Teststreifen verwenden. Haltbarkeitsdatum beachten.
Starkes Pressen des Fingers Blutprobe wird mit Gewebsflüssigkeit verdünnt. erniedrigt Moderne Messgeräte wie OmnitestOmnitest® 3 brauchen nur sehr wenig Blut.
Zu wenig Blut eingesaugt Falsche Messwerte erniedrigt Ausreichend großen Blutstropfen verwenden.
Zu hohe oder zu niedrige Temperatur beim Messen Falscher Temperaturbereich bei der Messung kann zu fehlerhaften Messwerten führen. erhöht/erniedrigt Auf richtige Temperatur bei der Messung achten.

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