Anwendungsgebiete H.E.L.P. Fettstoffwechselstörungen

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H.E.L.P.-Therapie

Die H.E.L.P. Therapie ist für schwere Fettstoffwechselstörungen zugelassen bei der durch Ernährung oder medikamentöse Therapien LDL-C und / oder Lp(a) nicht ausreichend gesenkt werden können.

H.E.L.P. senkt zusätzlich Entzündungsparameter und verbessert die Mikrozirkulation, so dass diese Therapie für weitere Anwendungsgebiete einsetzbar ist:

  • Diabetischer Fuß
  • Hörsturz
  • Altersabhängige Makula Degeneration
  • Präeklampsie

Diabetischer Fuß

Diabetes mellitus kann verschiedenste Komplikationen verursachen. Durchblutungsstörungen im Unterschenkel oder Fuß sind eine häufig auftretende Folgeerkrankung der Diabetes. Bei der diabetischen Angiopathie können bereits kleinste unfall- oder druckbedingte Verletzungen zur Entstehung von Wunden an der Extremität oder Wade führen, die schlecht und meist über mehrere Wochen abheilt. Die Verletzungen können wegen der häufig begleitenden diabetischen Neuropathie leicht auftreten und teilweise längere Zeit, bedingt durch das verminderte Schmerzempfinden, unbemerkt bleiben. Bei diesen durch Mikrozirkulationsstörungen verursachten Wunden besteht das Risiko, dass tiefe lochförmige Hautgeschwüre (Ulzerationen) immer tiefer in das Körperteil hineinwachsen und mit multiresistenten Keimen besiedelt werden. Eine deutliche Anhebung der Konzentration des Akute-Phasen-Proteins Fibrinogen wurde dabei festgestellt. Es besteht akute Gefahr einer Blutvergiftung. Eine operative Revaskularisation ist technisch nur selten möglich. Amputationen der Extremitäten sind zur Rettung der Patienten oft nicht zu vermeiden.

Dokumentierte Effektivität der Apherese-Therapie

Das H.E.L.P.-Verfahren bietet eine effektive Therapieoption, den hochgradig erhöhten Fibrinogen-Spiegel abzusenken und die Blutfließeigenschaften akut zu verbessern. Im Rahmen einer Pilotstudie wurde bei den meisten Betroffenen eine ausgeprägte Leukozytose festgestellt. Eine Hyperlipidämie war nicht nachweisbar. Mittels der H.E.L.P.-Therapie konnte der Fibrinogenspiegel bei allen Patienten der Pilotstudie deutlich abgesenkt werden. In einigen Fällen konnte eine Verbesserung der zerebralen Funktionen festgestellt werden. Die Demarkierung der Nekrose konnte bei allen Patienten erreicht werden.

Hinweise auf Diabetes bedingte Mikrozirkulationsstörungen:

  • Nervenschäden
  • Taubheitsgefühl, Brennen, Kribbeln in den Zehen und den Füßen
  • Das Gefühl, auf Watte zu laufen sowie das Gefühl, kalte Füße zu haben, obwohl diese warm sind
  • Schmerz bei ruhenden Füßen, vor allem nachts und Schmerzlinderung durch Umhergehen oder Kühlen
  • Gelenkschwellungen sowie starke Neigung zum Verhornen und zu Nagelpilz
  • Verminderung oder Verlust von Temperatur und Schmerzempfinden
  • Durchblutungsstörungen
  • Kalte Füße
  • Dünne, pergamentartige, bläulich-blasse Haut
  • Druckstellen (rötliche Hautflecken, die sich nicht wegstreichen lassen)
  • Wadenschmerzen oder –krämpfe beim Gehen (Linderung durch Stehenbleiben)

Hörsturz

Plötzlicher Hörverlust und Rauschen im Ohr

Der Hörsturz ist eine Funktionsstörung des Innenohres und tritt meist ohne erkennbare Ursache von einem Moment zum anderen auf. Plötzlich kann man auf einem Ohr oder beiden nur noch sehr schlecht oder gar nicht mehr hören. Die Betroffenen berichten von einem dumpfen Geräusch, das auch durch ein Pfeifen oder ein Schwindelgefühl begleitet werden kann.

Die Ursache, wahrscheinlich die häufigste, ist eine regionale Durchblutungsstörung im Innenohr. Die Haarzellen im Ohr, die für das Hören verantwortlich sind, reagieren äußerst sensibel, wenn sie nicht ausreichend versorgt werden. So kommt es zum Hörsturz.

Wird der Hörsturz nicht unmittelbar behandelt, ist der Tinnitus – ein permanent anhaltender Pfeifton im Ohr – die häufigste bleibende Spätfolge. Schlimmstenfalls kann das Hörvermögen nicht wieder hergestellt werden. Gerade deshalb ist es äußerst wichtig, dass der Patient umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt.

Wird die Durchblutung des Innenohrs beim Hörsturzpatienten schnell wieder hergestellt, erholen sich die Haarzellen in den meisten Fällen. Das bedeutet: Die Heilungschancen sind umso größer, je früher mit der Behandlung begonnen wird.

Beim Hörsturz werden die elektrischen Impulse nicht mehr an das Gehirn weitergeleitet, da die empfindlichen Haarzellen in der Schnecke unterversorgt sind.

Maßnahmen für Patienten

  • Konsultieren Sie umgehend einen HNO-Arzt.
  • Lassen Sie sich sofort behandeln.
  • Fragen Sie Ihren Arzt nach einer H.E.L.P.-Therapie und lassen Sie sich gegebenenfalls an ein H.E.L.P.-Zentrum überweisen.
  • Lassen Sie regelmäßig Ihr Gehör kontrollieren.

Das wissenschaftlich nachgewiesen erfolgreiche Verfahren bei Hörsturz

Wichtig ist, dass die Behandlung möglichst bald nach dem Hörsturz angewendet wird. Aber auch bis zu 6 Wochen nach Auftreten des Hörsturzes ist der Erfolg der H.E.L.P.-Therapie noch aussichtsreich. Um den Heilerfolg noch zu vergrößern, sollten Stress, Aufregung und Lärm unbedingt vermieden werden. Der Patient soll sich entspannen, ausruhen und einfach abschalten.

Risikofaktoren, die zur Entstehung eines Hörsturzes beitragen können:

  • Übergewicht
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Herzerkrankungen
  • Blutdruckschwankungen
  • Erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes
  • Stress

FAQ's

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Eine plötzliche Innenohrschwerhörigkeit, die mit Tinnitus und Schwindel einhergehen kann.

Sobald wie möglich! Der Hörsturz ist ein therapeutischer Eilfall. Je früher Sie reagieren, umso größer sind die Heilungschancen.

Wahrscheinlich stellen Sie eine Hörminderung fest. Möglicherweise bemerken Sie aber zunächst nur ein Druckgefühl und Pfeifen im Ohr.

Die Ursachen, die zur Entstehung eines Hörsturzes beitragen können, sind vielfältig und noch nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden vor allem eine Durchblutungsstörung im Innenohr aber auch Autoimmunprozesse und virale Infektionen.

Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von Psychotherapie über einen langwierigen stationären Krankenhausaufenthalt bis zu Operationen. H.E.L.P. ist eine Alternative, die eine Besserung der Symptome innerhalb kürzester Zeit ermöglicht.

Hörsturz ist nicht gleich Hörsturz. Welche die richtige Therapie für Sie ist, müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt entscheiden. Sämtliche individuelle Voraussetzungen und Gegebenheiten müssen hier berücksichtigt werden.

Setzen Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung und fragen Sie nach, ob sie die Kosten für die jeweilige Therapie übernimmt. Sie suchen ein Dialyse-Zentrum, welches auf Hörsturz spezialisiert ist? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Sie suchen ein Dialyse-Zentrum, welches auf Hörsturz spezialisiert ist? Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Kundenservice

B. Braun Avitum AG
Am Buschberg 1
34212 Melsungen
Deutschland

Altersbedingte Makuladegeneration

Unter Makuladegeneration versteht man den Verfall des Gewebes der Makula, der funktionellen Mitte der Netzhaut, die für die höchste Sehschärfe sowie das räumliche Sehen innerhalb der Netzhaut zuständig ist. Der Verfall der Makula wird unterschieden in eine trockene und eine feuchte Form der Makuladegeneration, letztere wird auch als exsudative Form bezeichnet. 85 Prozent der von Makuladegeneration Betroffenen leiden unter der trockenen Makuladegeneration. Bei dieser Erkrankung kommt es im Bereich der Netzhaut zu einer
Stoffwechselstörung der Netzhaut und dadurch bedingten verstärkten Ablagerungen von Stoff wechselendprodukten, den so genannten Drusen. Dies geht einher mit Durchblutungsstörungen und Veränderungen der Nervenfunktionen.

Diese Funktionsstörungen im Retinalen Pigmentepithel (RPE), einer Zellschicht, die unter den Sehzellen liegt und für deren Versorgung zuständig ist, führt zu immer stärker werdenden Funktionseinbußen und später zum Zelltod im Bereich der äußeren Netzhaut- und Aderhautschichten. Oftmals gehen mit der Makuladegeneration krankhafte Zell- bzw. Gefäßwucherungen einher, die die Makulafunktionen zusätzlich beeinträchtigen. Der Verfall führt oft zum vollständigen Verlust der Sehfunktionen in der Makula und er kann zudem auch starke Beeinträchtigungen in den Bereichen rund um die Makula verursachen. Bei dem funktionalen Ausfall der Makula fehlt dem Sehzentrum im Gehirn die Information über das Aussehen der Umwelt. Es kann kein scharfes Bild mehr erzeugt werden. Das Sehen über das gesamte Sehfeld ist eingeschränkt, im fortgeschrittenem Stadium kann die Orientierungsfähigkeit des Patienten verloren und der Patient kann sich ohne fremde Hilfe in seiner Umgebung nicht mehr zurechtfinden.

Eine kanadische Arbeitsgruppe im Canadian Centre for Advanced Eye Therapeutics, Toronto, zeigte in 2008, dass bereits nach 8 Behandlungen eine Verringerung der Cholesterinablagerungen in der Retina mit der H.E.L.P. - Apherese erreicht werden konnten. In den meisten Fällen - laut Autoren der Studie[1] - bewirkte der Rückgang der Drusen eine deutliche Verbesserung des Gesichtsfeldes. Teilweise konnte die Fahrerlaubnis der Patienten erhalten bleiben beziehungsweise wieder zurückerlangt werden.

Präeklampsie

Etwa 5 Prozent aller Schwangerschaften in Westeuropa sind durch hypertensive Krisen begleitet, die zu Bluthochdruck, Ausbildung von Ödemen und einer erhöhten Ausscheidung von Proteinen im Urin führen. Die Patientinnen klagen zudem oft über Schwindelattacken und Kopfschmerzen.

Die Ursachen der Präeklampsie sind noch nicht genau geklärt, symptomatisch kommt es aber zu Fehlentwicklungen der Blutgefäße in der Plazenta. Neben dem Anstieg des Blutdruckes und die Veränderung der Proteinausscheidung in der Niere ist häufig auch eine Veränderung im Lipidstoffwechsel diagnostizierbar sowie eine endotheliale Dysfunktion. Ebenso kann das Gerinnungssystem negativ beeinflusst sein. Die beschriebenen Symptome führen bei betroffenen Patientinnen oftmals zu einer Ischämie der Plazenta und damit zu Frühgeburten; sogar zu einem so frühen Zeitpunkt, dass die Föten nicht mehr durch die pränatale Medizin am Leben gehalten werden können.

Eine Arbeitsgruppe am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München Campus Großhadern um Prof. Dietrich Seidel in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe gingen der Idee nach, mit der H.E.L.P.-Apherese bei betroffenen Patientinnen die Ischämie der Plazenta zu verringern und die Funktionalität der Niere zu verbessern und somit eine Frühgeburt soweit hinauszuzögern, bis der Fötus lebensfähig sein würde.

Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmerinnen konnte tatsächlich über die Behandlung mit H.E.L.P. ein frühzeitiger Spontanabort verhindert werden. Die Föten kamen zu einem Zeitpunkt zur Welt, an dem durch weitergehende pränatale Maßnahmen das Kind am Leben blieb.