Expertennews Ältere Hämodialysepatienten: AVF verbessert Outcomes

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Ältere Hämodialysepatienten: AVF verbessert Outcomes

Der optimale Erstzugang für eine Hämodialyse bei älteren Patienten wird immer noch kontrovers diskutiert, berichten Wissenschaftler der Universität Alabama in Birmingham, USA (Lee T et al, Vascular Access Type and Clinical Outcomes among Elderly Patients on Hemodialysis. Clin J Am Soc Nephro 2017;12:1823-1830).

Generell werden bei der Entscheidung zwischen Fistel und Graft Faktoren wie die Dauer der Abhängigkeit von einem zentralen Venenkatheter (ZVK), Komorbiditäten des Patienten und die Lebenserwartung berücksichtigt. In der vorliegenden Studie verglichen die Autoren hingegen die klinischen Outcomes in zwei Gruppen älterer Patienten: Bei allen wurde die Hämodialyse mit einem ZVK eingeleitet, doch danach wurde entweder eine arteriovenöse Fistel (AVF, n= 7.433) oder ein arteriovenöser Graft (AVG, n= 2.025) gelegt. AVF-Patienten hatten die besseren Ergebnisse: Sie hatten ein geringeres Risiko für Hospitalisierungen und ein geringeres Sterberisiko.

Insgesamt waren 9.458 Patienten im Alter ≥ 67 Jahre in die Studie eingeschlossen. AVF-Patienten hatten zwar eine höhere ZVK-Abhängigkeit als AVG-Patienten in den sechs Monaten nach der Platzierung, doch zeigten AVF-Patienten auch niedrigere Raten der infektionsbezogenen beziehungsweise Bakteriämie/Septikämie-bezogenen Hospitalisierung (angepasstes relatives Risiko jeweils 0,93 bez. 0,90) sowie ein niedrigeres angepasstes Mortalitätsrisiko (Hazard Ratio 0,76).

Ältere Patienten, bei denen nach dem ZVK eine AVF gelegt wird, zeigen zwar eine höhere ZVK- Abhängigkeit, aber dennoch weniger Hospitalisierungen und ein niedrigeres Mortalitätsrisiko als AVG-Patienten.

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