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Intervention bei AVF-Okklusion mit Ultraschall

In der vorliegenden Studie stellen drei Gefäßchirurgen des „Vascular Instituts“ in New York eine neue Behandlungsmethode für Patienten mit akuter Okklusion ihrer arteriovenösen Fistel (AVF) vor.

Bei dieser setzen sie ausschließlich Ultraschall als Bildgebung für die perkutane transluminale Angioplastie einer akuten AVF-Thrombose ein (Aurshina A et al, A novel technique for duplex-guided office-based interventions for patients with acutearteriovenous fistula occlusion. J Vasc Surg. 2017 doi: 10.1016/j.jvs.2017.07.135).

14 Patienten waren in die kleine Studie eingeschlossen, die sich im Verlauf von zwölf Monaten 18 Eingriffen unterzogen. Sechs Patienten waren Diabetiker. Alle waren im Stadium des terminalen Nierenversagens. Bei zehn Patienten (Gruppe A) wurde eine einfache Ballondilatation und Mazeration für die subakute Thrombose eingesetzt. Acht Patienten (Gruppe B) unterzogen sich einer pharmakomechanischen Thrombektomie für einen stärker hypoechogenen Thrombus. Das Verfahren galt als erfolgreich, wenn die unmittelbare AVF-Rekanalisierung gelang.

72 Prozent der 18 Verfahren waren erfolgreich: sechs A-Patienten (60 %) und sieben B-Patienten (88 %). In 14 Fällen wurde die vollständige AVF-Rekanalisierung erreicht (78 %). Von diesen 14 Patienten befinden sich derzeit acht (57 %) unter Hämodialyse mit einer Fistel, bei drei Patienten (21 %) wurde nach gescheiterter Intervention eine neue Fistel gelegt, zwei Patienten (14 %) unterziehen sich derzeit noch keiner Dialyse, und ein Patient (7 %) mit Polycythaemia vera wird dialysiert.

Die Technik, mittels perkutaner transluminaler Angioplastie nur unter Duplex-Sonographie akut verschlossene AVF wieder zu rekanalisieren, ist eine „sichere und effektive“ Alternative zur traditionellen Behandlung verschlossener AVF, so die Autoren.

Den Link zur Studie finden Sie hier.