Expertennews Prävention Hypophosphatämie

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Prävention der CRRT-induzierten Hypophosphatämie

Bis zu 80 Prozent der Patienten zeigen unter kontinuierlicher renaler Ersatztherapie (CRRT) mit Standarddialyse oder Ersatzlösung eine Hypophosphatämie, mit möglichen negativen Folgen für das respiratorische, zentralnervöse und kardiovaskuläre System.

In der vorliegenden Studie evaluierten italienische Nephrologen der römischen Sapienza Universität die Effektivität und Sicherheit einer im Handel erhältlichen phosphathaltigen Lösung hinsichtlich der Prävention einer CRRT-bezogenen Hypophosphatämie (Pistolesi V et al, Preventing Continuous Renal Replacement Therapy-Induced Hypophosphatemia: An ExtendedClinical Experience with a Phosphate-Containing Solution in the Setting of Regional CitrateAnticoagulation; Blood Purif. 2017;44:8-15). Das positive Ergebnis: Die phosphathaltige Lösung führte bei der Mehrheit der Patienten zu anhaltend normophosphatämischen Werten und minimierte das Auftreten einer CRRT-bezogenen Hypophosphatämie.

Die Studie umfasste 75 herzchirurgische Patienten, die sich einer kontinuierlichen veno-venösen Hämodiafiltration (VCCHDF) mit einer regionalen Zitratantikoagulation (RCA) unterzogen. Für die Patienten kombinierten die Autoren eine 18 mmol/l Zitratlösung mit einem phosphathaltigen (1,2mmol/l) Dialysat beziehungsweise Ersatzflüssigkeit.

Unabhängig von den Baselinewerten wurde die Phosphatämie progressiv korrigiert und verblieb im Verlauf aller RCA-CRRT-Tage innerhalb des normalen Bereichs. Während der gesamten CRRT- Periode erfüllten lediglich 4,6 Prozent der Serumphosphatwerte die Kriterien für eine leichte oder moderate Hypophosphatämie (jeweils < 0,81 und < 0,61mmol/l). Eine schwere Hypophosphatämie (< 0,32mmol/l) wurde nicht beobachtet. Nach 72 Stunden war die überwiegende Mehrheit der Patienten normophosphatämisch (88 %). Bei lediglich neun beziehungsweise drei Prozent wurde eine Hyper- beziehungsweise Hypophosphatämie festgestellt.

Die RCA-CVVHDF mit einer phosphathaltigen Lösung erhält bei den meisten Patienten die normalen Phosphatwerte.

Den Link zur Studie finden Sie hier.