Entlass- & Versorgungsmanagement

Product Quick Finder

Wählen Sie eine Kategorie oder Unterkategorie.

Schnittstelle als Herausforderung

Optimierte Patientenversorgung, schnellere Genesung, reduzierte Re-Einweisungen, bessere wirtschaftliche Ergebnisse: All das kann und soll ein nachhaltiges Entlass- und Versorgungsmanagement bewirken. Mit unseren Beratungsleistungen möchten wir Krankenhäusern helfen, die vom Gesetzgeber geforderte sektorenübergreifende Kontinuität in der Patientenversorgung zu gewährleisten.

Das Entlass- und Versorgungsmanagement ist für Krankenhäuser seit jeher eine Herausforderung. Denn Patienten, die von der stationären in die ambulante Behandlung wechseln, haben ein Recht auf eine kontinuierliche medizinische Versorgung. Diesen Anspruch können sie gegen das behandelnde Krankenhaus geltend machen. In der Realität hingegen ist der Weg der Patienten bislang noch häufig von Versorgungsbrüchen gekennzeichnet.

Jeder 2. Patient leidet unter Versorgungslücken

Laut Deutschem Krankenhausinstitut haben derzeit 62% aller Krankenhäuser noch kein nachhaltiges Entlassmanagement implementiert. Dazu passt die Erkenntnis, dass fast die Hälfte aller Patienten nach ihrem Klinikaufenthalt KEINE lückenlose Anschlussversorgung erhalten (Quelle: Aqua-Institut GmbH).

Diese unbefriedigende Situation hat für alle Beteiligten spürbare Konsequenzen: Patienten leiden unter Desinformation und den daraus zuweilen entstehenden Komplikationen, die sie in ihrer Genesung zurückwerfen können. Nicht selten haben Versorgungsbrüche sogar eine Wiedereinweisung in die Klinik zur Folge.

Die Krankenhäuser wiederum kämpfen mit den Verlusten, die aus dem Drehtüreffekt, der Personalbindung und den hohen Behandlungskosten entstehen. Auch können daraus negative Auswirkungen auf das Reputationskapital des Krankenhauses  resultieren.

Ambulanter und stationärer Sektor sind oft zu wenig vernetzt

Häufig sind mangelnde Transparenz über die Strukturen und unzureichende Vernetzung der stationären und ambulanten Versorgung der Grund für die entstehenden Lücken und Brüche in der Nachversorgung.

Seit Oktober 2016 liegt ein neuer „Rahmenvertrag Entlassmanagement“ auf dem Tisch, ausgehandelt von dem GKV-Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie der Deutschen Krankenhausgesellschaft. In Kraft treten wird dieser Vertrag voraussichtlich zum 1. Oktober 2017. Sicher ist, dass er den Druck auf die Krankenhäuser erhöhen wird, die Prozesse rund um peri- und poststationäre Behandlung zu standardisieren und transsektorale Netzwerke aufzubauen.