Entlass- & Versorgungsmanagement

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Entlass- & Versorgungsmanagement in der Praxis: Ein Fallbeispiel

„Ich hätte gar nicht gewusst, was ich tun kann, wie ich helfen kann und wer uns unterstützen kann, ...“

– Beatrix Meyer, Ehefrau eines Diabetespatienten

Heute ist Herr Meyer fast wieder gesund. Doch der Weg dorthin war steinig. Immer wenn ein kleiner Fortschritt erzielt wurde, kam es kurz danach zu einem Rückschlag, der eine Wiedereinweisung ins Krankenhaus erforderlich machte. Sein Beispiel zeigt, wie sehr Patienten von einem koordinierten Entlass- und Versorgungsmanagement profitieren können.

Einen Schritt vor und zwei zurück: Der Patientenweg des Herrn Meyer

Der Wendepunkt in der Krankengeschichte von Herrn Meyer tritt ein, als er ins Krankenhaus eingewiesen wird. Zu diesem Zeitpunkt hat der 60-jährige bereits eine lange und leidvolle Patientenreise hinter sich: Seine chronischen Beinwunden haben ein bedrohliches Ausmaß angenommen und er leidet an einer Nierenunterfunktion. Herr Meyer pendelt zwischen Krankenhaus und ambulanter Behandlung hin und her – ohne dass eine nachhaltige Besserung seines gesundheitlichen Zustandes erzielt werden kann.

Seine Ehefrau und er sind nach den leidvollen Erfahrungen frustriert und erschöpft.

Bisher waren die Krankenhäuser, in denen er behandelt wurde, sowie nachbehandelnde Ärzte und Therapeuten weder vernetzt, noch koordiniert. Besonders für multimorbide Patienten wie Herrn Meyer hat das fatale Folgen. Informationsverluste, Versorgungslücken und Beratungsdefizite warfen ihn in seiner Genesung wieder und wieder zurück.

Schließlich werden bei ihm Pseudomonas-Keime festgestellt. Als Herr Meyer infolgedessen in Speyer eingewiesen wird, haben er und seine Frau kaum noch Hoffnung auf anhaltende Besserung. Doch dann durchbricht eine Case Managerin den unerträglichen Teufelskreis aus Fortschritt und Rückfall.

Der Erfolg der Case Managerin: Glücklich. Genesen. Zuhause.

Als sich die Case Managerin des Falles annimmt, sucht sie zunächst Kontakt mit den ambulanten Anschlussversorgern. Sie baut für Herrn Meyer ein ambulantes Versorgungsnetzwerk auf, in dem ab jetzt alle Beteiligten informiert und koordiniert zusammenarbeiten:

  • ambulante Ärzte,
  • Pflegedienst,
  • Physiotherapeuten,
  • Podologen,
  • der orthopädische Schuhmacher,
  • das Sanitätshaus,
  • die Apotheke
  • etc.

Circa sechs weitere Monate begleitet die Case Managerin den Patienten Meyer im Hintergrund. Bereits nach wenigen Wochen zeigt sich, dass das Netzwerk auch ohne Eingriffe ihrerseits funktioniert und die Abläufe wie geplant ineinander greifen.

Die so gewährleistete Kontinuität der Versorgung, die Kooperation aller Akteure auf dem stationären wie auch auf dem ambulanten Sektor sowie die bessere Datenübermittlung führen schließlich dazu, dass Herr Meyer nach gut einem Jahr wieder auf den eigenen Füßen stehen kann.