Wundtherapie: Dokumentation ist das A und O

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Wundtherapie: Dokumentation ist das A und O

Eine sorgfältige Wunddokumentation ist ausschlaggebend für eine koordinierte Therapie.

Dies betonte die Projektmanagerin Wundforschung am Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP) am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, Kerstin Protz, in ihrem Beitrag in der September-Ausgabe der Pflegefachzeitschrift „Die Schwester Der Pfleger“. Jede Wunde sollte von Beginn an ausführlich und verständlich beschrieben werden. Denn nur so könnten der Verlauf der Wundsituation und der Heilungserfolg sichtbar gemacht werden. Zudem gewährleiste eine sorgfältige Erfassung Rechtssicherheit und „eine einheitliche Wundbehandlung aller an der Versorgung Beteiligten“.

Die Krankenschwester empfiehlt unter anderem die Dokumentation mithilfe verständlicher Bögen, die Angaben enthalten, die angekreuzt oder elektronisch angeklickt werden können. Auf Freitextfelder sollte verzichtet werden, um Textwüsten zu vermeiden. „So wird unverständlichen und subjektiven Einschätzungen, wie ‚Wunde suppt‘, ‚sieht gut aus‘, ‚ist tomatengroß‘, durch anzukreuzende, vorformulierte und allgemein verständliche Definitionen vorgebeugt“, schreibt die Krankenschwester. Ihr zufolge können auch Fotoaufnahmen den schriftlichen Wundbefund unterstützen. Sie seien allerdings „kein Ersatz dafür“.

Zu einem umfassenden Wundassessment gehörten die Wunddiagnose, Schweregradeinteilung, Lokalisation, Messung der Größe und Tiefe der Wunde, Betrachtung des Wundrands und -umgebung, Erfassung der Exsudatmenge und –beschaffenheit sowie die Analyse von Entzündungszeichen und Schmerzen.

Quelle: „Die Schwester Der Pfleger“, 09/2017