Chirurgie Museum Asklepios

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Exponate verschiedener Epochen

Geburtszangenuebersicht

Übersicht diverse Geburtszangen

Die Geschichte der Geburtszangen beginnt als Familiengeheimnis der Familie Chamberlen im 17. Jahrhundert und ermöglichte es dem Geburtshelfer das Kind ohne Lebensgefährdung aus dem Geburtsweg herauszuziehen und bei auftretender Gefahr für die Mutter und das Kind die Geburt zu beschleunigen. Nachdem sich die Verwendung der Zange etabliert hatte, hat man diese sogar in der Mitte des 19. Jh. als wichtigste und erfolgreichste Erfindung in der Medizin der Neuzeit bezeichnet. (Quelle N. Zahedi: „Entwicklungsgeschichte der Geburtszange“). Die Vielfalt dieses Instruments zeigt diese Übersicht. Im Uhrzeigersinn:

  • Geburtszange mit Holzgirffschalen (Hersteller Aesculap)
  • Geburtszange nach ELLIOT, mit Schraube, kleines Modell (Hersteller Aesculap)
  • Geburtszange nach NÄGELE, mit Achsenzugvorrichtung (Hersteller Aesculap)
  • Geburtszange nach HERFF (Hersteller Hausmann)
  • Geburtszange, parallel schließend, zur Zangengeburt, nach der SHUTE-Methode (Hersteller Aesculap)

Vulkanisier-Apparat

Vulkanisier-Apparat zur Aufbereitung von Abformmaterial (ca. 1895)

In fast jeder Zahnarztpraxis befand sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Vulkanisier-Apparat. Dieser wurde zum Aushärten von Kautschuk durch Vulkanisieren benutzt, welches ab 1876 als günstiges Material für Prothesenplatten für künstliche Zahnreihen eingeführt wurde. (Quelle A. Sigelen: „Vom Aderlass zum Nanoskop“)

Geschosszieher

Der berühmte "pompejianische Geschosszieher" (aus Pompeji 79 n. C. – Nachbau)

Berühmt durch seine geniale Konstruktion und dadurch, dass wir von ihm die beste Abbildung der Funktion eines antiken Instrumentes überhaupt haben: Mit einem solchen Geschosszieher entfernt auf einem pompejianischen Fresko der Arzt Japix Aeneas einen Pfeilrest aus dem Oberschenkel. (Quelle G. Döderlein: “Antike Arztinstrumente aus ihrer Geschichte”)
Im Chirurgie Museum Asklepios befindet sich eine originalgetreue Nachbildung der in Pompeji bei Ausgrabungen entdeckten antiken Arztinstrumente.

Spekulum

Spekulum (aus Pompeji 79 n. C. – Nachbau)

Antike Texte lassen den Schluss zu, dass dieses Instrument damals zu Untersuchungszwecken in natürliche Körperöffnungen eingeführt wurde. Tatsächlich erlaubt eine sinnvolle Gewinde- und Hebelkoordination jedwede Erweiterung von Körperöffnungen. (Quelle G. Döderlein: „Antike Arztinstrumente aus ihrer Geschichte“)

Stethoskop

Stethoskop nach DENNISON

Die ersten Verfahren, das Körperinnere der Diagnostik zugänglich zu machen, beruhten nicht auf dem Sehen, sondern auf dem Hören. Durch Abklopfen und Abhören wurden krankhafte Veränderungen im Körperinneren erfahrbar. Zum Abhören wurde das Stethoskop als das erste Instrument der neuen naturwissenschaftlichen Medizin erfunden. (Quelle A. Sigelen: „Vom Aderlass zum Nanoskop“)

Osteotom

Osteotom von BERNHARD HEINE (ca. 1830)

Beim Begriff „Kettensäge“ denkt man eher an Waldarbeiter als an Chirurgen. Die erste wirklich funktionelle Kettensäge für die Medizin hat jedoch Bernhard Heine in Würzburg 1830 verwirklicht. Seit 1824 bastelte er an seinem Osteotom, eine Knochensäge, mit der es möglich werden sollte, ohne Hammer und Meißel jede Art von Knochenschnitten vorzunehmen. Auch wenn er für diese Erfindung viel Anerkennung und viele Preise erwarb, so fand Heine’s Osteotom dennoch keine weite Verbreitung, da die Anwendung zu kompliziert und die Herstellung zu teuer war.

Handschuhaufbereiter

Drahtgestell zur sicheren Sterilisation und Aufbewahrung von Gummihandschuhen (ca. 1925 – Hersteller Aesculap)

Die Geschichte der Gummihandschuhe im OP beginnt bereits 1890. Der amerikanische Chirurg William Steward Halsted entwickelt diese zusammen mit der Firma Goodyear. Der Grund für die Einführung der Gummihandschuhe war jedoch zunächst nicht der Schutz des Patienten, sondern ist der Liebe zu seiner späteren Frau Caroline Hampton zu verdanken. Oberschwester Caroline Hampton entwickelte bei der Arbeit im OP Hautverätzungen beim Umgang mit in Karbolsäure eingelegten Instrumenten. (Quelle M. Sachs: „Geschichte der operativen Medizin“)

Zahnarztbohrer

Pedalbohrmaschine für Zahnärzte

1871 ließ sich der Zahnarzt James Beall Morrison seinen Tretbohrer patentieren, welcher einen Durchbruch in der Behandlung kariöser Zähne mit sich brachte. Zeitgenössische Kollegen feierten sogar diese Erfindung als „völlig schmerzlos“, was sich jeder Patient, welcher sich bereits einer Bohrbehandlung in heutiger Zeit unterwerfen musste, kaum vorstellen kann. (Quelle A. Sigelen: „Vom Aderlass zum Nanoskop“)

Petz-Naehgeraet

Magen- und Darm-Nähapparat nach Petz (Hersteller Aesculap)

Bei operativen Eingriffen an Magen und Darm werden in der Regel Segmente entfernt. Um einen funktionellen Nähapparat zu entwickeln, nimmt der ungarische Chirurg Aladár von Petz mit der Aktiengesellschaft für Feinmechanik, vormals Jetter & Scheerer, Kontakt auf und kommt in den Jahren 1920/1921 mehrmals nach Tuttlingen. In seiner Erstpublikation von 1924 weist Petz auch darauf hin, dass die Aktiengesellschaft für Feinmechanik, vormals Jetter & Scherrer, das alleinige Herstellungsrecht besitzt. Das patentierte Gerät findet rasch Anerkennung und Verbreitung. Erst in den 1970er Jahren kommen Einweggeräte auf, die sich mehr und mehr durchsetzen. Der „Petz“ wurde dennoch bis Ende 2002 produziert.

Nahtmaterial

Katgut – resorbierbares Nahtmaterial (Hersteller B. Braun)

Wunden entzünden sich beim Nähen! Dieses Problem veranlasst Carl Braun im Jahre 1908 steriles, resorbierbares Nahtmaterial zu entwickeln. Das heißt Nahtmaterial, welches sich gegen Ende der Wundheilung auflöst. Entgegen dem Namen „Katgut“ wurde dieses Nahtmaterial nie aus Katzendärmen, sondern zu Beginn aus Hammeldärmen hergestellt. 

Hueftendoprothesensystem

Bicontact® Hüftendoprothesensystem, zementfrei (Hersteller Aesculap)

Seit 1987 ist die Bicontact® als Serienimplantat im Einsatz. Zusammen mit Prof. Siegfried Weller legt Aesculap damals den Grundstein für diese Erfolgsstory. Ein Implantatdesign, das von Anfang an auf eine Knochen erhaltende Operationstechnik zielt und der Systemgedanke, der sowohl eine zementierte wie auch eine zementfreie Implantationstechnik zulässt, bilden die Erfolgsgaranten. 

Wirbelsaeulenstabilisierung

AESCULAP® Ennovate® – Innovation in der Stabilisierung von Wirbelsäulenleiden

Ennovate® eröffnet neue Möglichkeiten bei der Versorgung von Wirbelsäulenerkrankungen. Um das Rückgrat des Menschen, die Wirbelsäule, nach einem Bruch des Wirbels oder nach der  Entnahme einer erkrankten Bandscheibe zu stabilisieren, werden sogenannte Pedikelschrauben eingesetzt. Ennovate® stellt hierbei eine der modernsten und innovativsten Schrauben der Wirbelsäulenchirurgie dar und hilft so bei der Linderung des Rückenleidens. 

3D-Druck Implantate

3D-Druck für Wirbelsäulen- und Orthopädische Implantate

Beim 3D-Druck erfolgt ein schichtweiser Aufbau eines Bauteils mittels Laserstrahl und Metallpulver. Die größte Chance bietet sicherlich die Möglichkeit, mit diesem sehr flexiblen Fertigungsverfahren, ausgehend von Röntgen-Schichtaufnahmen, idealerweise auch Verbunden mit computergestützten Rekonstruktionsplanungen, für den Patienten und seine Anatomie individuell angepasste Sonderimplantate herzustellen.

OP-Mikroskop

Aesculap Aeos® – Digital Surgical Microscope Platform

Der weltweit erste neurochirurgische Eingriff mit OP-Mikroskop fand 1957 in den USA statt. In Europa wurde die Weiterentwicklung der mikrochirurgischen Operationstechnik maßgeblich von Prof. Gazi Yasargil geprägt, der damit die Neurochirurgie revolutionierte. Heute sind OP-Mikroskope aus der Neurochirurgie nicht mehr wegzudenken. Aktuell befindet sich die Mikrochirurgie durch den Einfluss der Digitalisierung wieder im Umbruch. Optische Visualisierungssysteme werden durch Digitale ersetzt, dabei verschmelzen Mikroskopie, Endoskopie und die chirurgische Navigation zu vernetzten Visualisierungsplattformen, die immer präzisere Eingriffe ermöglichen.

Chirurgische Instrumente

AESCULAP® SQ.line® – Reinventing Surgical Instruments

Dass es auch bei bestehenden handgehaltenen chirurgischen Instrumenten Verbesserungspotenzial gibt beweist die neue SQ.line® von Aesculap. Neueste Anforderungen und Erkenntnisse aus den Bereichen Ergonomie und Aufbereitung wurden hier berücksichtigt und erlauben es so Druckstellen und Gelenkbelastung bei der Anwendung zu minimieren und den Aufbereitungsprozess zu vereinfachen.

Öffentliche Führungen

Leider können aufgrund der Corona-Pandemie unsere öffentlichen Führungen (jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 15:30 bis 17:00 Uhr) nicht stattfinden.

Sobald sich die Situation ändert informieren wir Sie gerne wieder an dieser Stelle.

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung über nachstehende E-Mailadresse. Die Führungen finden ab einer Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen statt. 

Das Museum von Aesculap
Chirurgie Museum Asklepios
Bahnhofstraße 137
78532 Tuttlingen
Deutschland