Xiaoqian | 30 Jahre Geschäftsbericht 2016

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Ich bin Xiaoqian 

Vorname: Xiaoqian | Alter: 30 | Familienstand: ledig | Beruf: Personalmanagerin
Wohnort: Shanghai | Hobbys: Klavier, Fitness | Gemüt: heiter

„Mein Ziel im Leben? Meinem Herzen folgen. Das ist am Ende alles, was zählt.“

– Xiaoqian

Noch für die Generation meiner Mutter war das keine Selbstverständlichkeit. Ich habe das Glück, im modernen China aufgewachsen zu sein. Shanghai, die Stadt meiner Geburt, ist heute eine weltoffene Metropole. Wer Ehrgeiz hat und Ideen, für den ist hier vieles möglich.

Aufgewachsen bin ich in einem traditionellen Viertel hinter dem Bund, der alten Prachtmeile am Huangpu-Fluss. Von dem Balkon unserer Wohnung habe ich als Kind jeden Tag den vorbeituckernden Fähren nachgeblickt. Auf der anderen Seite des Flusses waren Reisfelder. Heute stehen dort die höchsten Wolkenkratzer Asiens.

Meine Mutter war Supermarktverkäuferin, mein Vater Bauarbeiter und Chauffeur. Ich bin die Erste in unserer Familie, die studiert hat. Inzwischen arbeite ich als Human-Resources-Managerin in einem internationalen Unternehmen. Ich bin dreißig und unverheiratet. Mit der Familiengründung habe ich es nicht eilig. In anderen Teilen des Landes würden manche mich darum eine „Übriggebliebene“ schelten. In Shanghai sind Frauen wie ich das Normalste der Welt. 

Ich genieße es, Zeit für mich zu haben. Ich boxe, spiele Klavier, gehe in Ausstellungen und ins Kino, gerne auch allein. Neulich habe ich „Doctor Strange“ angesehen und dann noch „Inferno“, die Fortsetzung der Dan-Brown-Reihe. Ich liebe es, unterwegs zu sein. Mein Freund, ein Amerikaner, ist nach vielen Berufsjahren in Shanghai zurück nach Cincinnati gezogen. Seit eineinhalb Jahren führen wir eine Fernbeziehung über 12.000 Kilometer. „Ist das nicht kompliziert?“, fragen viele. Ich meine: Das muss eine Liebe in unserer globalisierten Welt aushalten.

„Karriere ist mir wichtig, aber nicht der Sinn meines Lebens. Oft erlebe ich, dass Menschen vor allem um des Geldes willen arbeiten. Für mich haben andere Werte Vorrang.“

– Xiaoqian

Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu genießen. Ich bin zufrieden mit meiner beruflichen Situation: Ich arbeite mit jungen, netten Kollegen in einem internationalen Umfeld. Abends gehen wir auch mal zusammen ein Glas Rotwein trinken. Meine Arbeitszeiten kann ich flexibel halten. Manchmal mache ich früher Feierabend, um zum Sport oder zum Klavierunterricht zu gehen. Dafür arbeite ich dann abends zu Hause weiter, telefoniere mit unserem Headquarter in Amerika oder schreibe E-Mails. Das Wichtigste im Leben? Gesundheit, finde ich. Ich will fit sein, um die Welt zu entdecken. Um jeden Tag Neues zu lernen. Ich möchte Dinge zu Ende bringen, die ich angefangen habe. Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Wann kann ich frei sein, wenn nicht jetzt?