Gesundheit geniessen Geschäftsbericht 2016

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Gesundheit genießen

Mein Tag beginnt mit einem Blick auf die Smog-App meines Smartphones. Die Luftqualität in Shanghai ist an vielen Tagen sehr schlecht, das ist die negative Seite des schnellen Wirtschaftswachstums. Manche bleiben bei Smog zu Hause, aber ich möchte meinen Alltag nicht einschränken. Umso mehr achte ich darauf, gesund zu leben.

Ernährung ist für mich das A und O, Chinesen lernen das von klein auf. Mein Frühstück muss nahrhaft sein: Reisporridge, dazu Dumplings oder Spiegeleier, das gibt mir Energie. Mittags esse ich auswärts mit meinen Kollegen oder nehme mir ein Lunchpaket von zu Hause ins Büro mit – manchmal ist noch etwas vom Vorabend übrig. Wenn mein Vater kocht, achtet er auf saisonale und frische Zutaten. Wir essen viel Gemüse und Fisch, wenig Schweinefleisch. Aufs Abendessen verzichte ich seit einigen Jahren ganz. Das mag ungewöhnlich erscheinen, aber ich fühle mich seither gesünder. Rauchen ist für mich tabu. Eine Schwäche habe ich allerdings: Kuchen.

Zweimal in der Woche gehe ich nach der Arbeit ins Gym: eine Stunde Krafttraining, eine Stunde Boxen mit einem Trainer. Ich nehme Einzelstunden, diesen Luxus gönne ich mir. Als ich mit dem Boxen anfing, wollte ich zunächst vor allem meinen Körper in Form bringen. Inzwischen kann ich nicht mehr ohne: Egal, ob ich Stress bei der Arbeit habe oder mich andere Dinge belasten – nach dem Boxtraining fühle ich mich immer befreit, wie ein neuer Mensch.

Wenn ich auf Reisen bin, versuche ich, neue Sportarten kennenzulernen: Vergangenen Sommer in Malaysia habe ich einen Tauchkurs gemacht. Im Winter habe ich eine Freundin in Genf besucht und einen fünftägigen Skikurs in den Alpen absolviert. Am ersten Tag bin ich ständig hingefallen. Ich war körperlich erschöpft und frustriert. Am zweiten Tag wollte ich aufgeben und habe Kopfschmerzen vorgetäuscht, um nicht auf die Piste zu müssen. Aber am dritten Tag bin ich wieder mutig auf die Piste zurückgekehrt. Ich war davon überzeugt, dass ich es schaffen kann.

„Wer Ehrgeiz hat und Ideen, für den ist in Shanghai vieles möglich. Ich genieße meine jetzige Lebensphase und freue mich auf alles, was kommt.“

– Xiaoqian

Am vierten und fünften Tag konnte ich die ganze Piste unfallfrei hinunterrasen. Ein tolles Erfolgserlebnis. Als Nächstes auf meiner To-Do-Liste: Klettern, Sky Diving, Surfen.

Zusätzlich zu meinen Zeiten im Gym und meinen Aktivitäten im Urlaub baue ich so viel Bewegung wie möglich in meinen Alltag ein. An Tagen, an denen ich nicht ins Gym gehe, steige ich nach der Arbeit eine Metro-Station früher aus und gehe 40 Minuten zu Fuß nach Hause. Am Wochenende gehe ich vormittags und abends Gassi mit unseren Hunden. Im Alter möchte ich so fit sein wie meine Großmutter: Sie ist 93 Jahre alt und sieht aus wie Anfang siebzig. Noch immer macht sie jeden Tag ihre Wäsche selbst, schnippelt und kocht Gemüse und fegt den Boden. So wie sie will ich auch altern. 

Kleiner Muskel, viel Bewegung - Moderne Therapie für Herz und Gefäße

Das Herz ist ein Wunder an Ausdauer. Etwa drei Milliarden Malschlägt es in 80 Lebensjahren und pumpt dabei rund 185 MillionenLiter Blut durch die Gefäße. So versorgt es den Körper mitSauerstoff, Nährstoffen, Mineralien, Vitaminen, Botenstoffenund anderen wichtigen Substanzen. Ausruhen darf es aber nie, denn schon ein kleines Stottern kann lebensbedrohlich sein. Doch so unermüdlich und belastbar ein Herz auch ist: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Herz-Kreislauf-Krankheiten die häufigste Todesursache bei Erwachsenen. Die Gründe, weshalb ein Herz leidet, sind vielfältig: wenig Bewegung, fettes Essen, Alkohol und Nikotin, Medikamente, psychischer Stress – aber auch ganz einfach, weil Menschen immer älter werden.

Eine der häufigsten Herzerkrankungen ist die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Der Herzmuskel wird dabei nicht mehr ausreichend versorgt, das Herz erledigt seine Arbeit nur noch schlecht. Im Fall eines plötzlichen Gefäßverschlusses kann es zum Herzinfarkt kommen. Anfällig sind ebenfalls die Herzklappen. Sie wirken wie Ventile und sorgen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung strömt. Herzklappenfehler sind entweder angeboren oder sie bilden sich im Laufe des Lebens. Liegt eine Herzklappenerkrankung vor, wird das Blut nicht mehr effizient durch den Körper transportiert.

Glücklicherweise hat die Behandlung von Herzerkrankungen innerhalb der vergangenen Jahre große Fortschritte gemacht. Lange Zeit gab es in der Herz-Thorax-Chirurgie nur die Möglichkeit, den Brustkorb (Thorax) zu öffnen. Inzwischen werden hier immer mehr Eingriffe minimalinvasiv durchgeführt . Dies ist mittlerweile auch bei Operationen an den Herzklappen möglich. Dabei versucht der Chirurg nach Möglichkeit, die Herzklappe zu erhalten. Lässt sie sich nicht rekonstruieren, setzt er eine mechanische oder biologische Herzklappe ein. Die Innovationen von B. Braun unterstützen Reparatur und Erhalt der Herzklappen auf unterschiedliche Weise, unter anderem mit unserem Aesculap® EinsteinVision® 3D Full HD Kamerasystem, das sowohl für den Chirurgen als auch für den Patienten große Vorteile bietet. Der Chirurg muss bei bestimmten Indikationen den Brustkorb nicht mehr öffnen – und hat trotzdem das Operationsfeld
im Blick. Dafür legt er kleine operative Zugänge zwischen den Rippen und führt über diese seine speziellen Instrumente ein, unter anderem eine Endoskopkamera. Mithilfe der differenzierten 3D-Bildgebung sieht der Chirurg nun den „Ort des Geschehens“ deutlich und mit Tiefenschärfe. So kann er auf engstem Raum die Klappen reparieren oder ersetzen.

Im intensiven und kontinuierlichen Austausch mit Chirurgen und medizinischem Fachpersonal haben wir bei B. Braun weiteres Zubehör entwickelt, das das Operieren maßgeblich erleichtert und das Risiko möglicher Folgeschäden verringert. So zum Beispiel die Valve XS-Instrumente für die minimalinvasive Herzklappenchirurgie oder das Valve XS Atrium Retraktor-System, das dem Herzchirurgen freien Zugang und freie Sicht auf das Operationsfeld ermöglicht. Diese minimalinvasiven Verfahren sind für Patienten typischerweise wesentlich schonender als das klassische offene Verfahren.

Auch die Methoden der interventionellen Kardiologie entwickeln sich weiter. Mussten Chirurgen bis vor kurzem noch bei verengten oder verstopften Gefäßen eine oder mehrere Bypass-Brücken anlegen, gibt es heute Verfahren, mit denen sich in vielen Fällen eine größere Operation vermeiden lässt. So führt der Arzt etwa einen Ballonkatheter in das verengte Gefäß ein und kann damit die erkrankten Areale gezielt erweitern. Oft werden zusätzlich Stents implantiert. Das sind Drahtgeflechte, die dazu dienen, das Gefäß von innen zu schienen und offenzuhalten.

Wir bei B. Braun engagieren uns seit Jahren im Bereich der interventionellen Kardiologie. Dabei ist es unser größtes Anliegen, auf die Bedürfnisse von Ärzten und Patienten gleichermaßen einzugehen, um zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln, wie innovative Stent- und Ballonkatheter. Denn: Herkömmliche Methoden und Instrumente können trotz des technischen Fortschritts nicht ausschließen, dass sich zu viel Narbengewebe nach dem Eingriff im Gefäß bildet, was dann wiederum den Blutfluss einschränkt. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Herzzentrum München haben wir daher das Stentsystem Coroflex® ISAR entwickelt. Es gibt kontinuierlich ein Medikament ab, das diese unerwünschten Reaktionen verhindert und verwendet hierfür, anders als oft üblich, keine Polymerträger – es verbleibt also kein Kunststoff im Körper des Patienten. Ähnlich arbeitet der medikamentenbeschichtete Ballonkatheter SeQuent® Please, der einen wachstumshemmenden Wirkstoff freisetzt und so Narbenbildung reduziert. Wie immer bei Katheterbehandlungen erfolgt auch dieser Eingriff unter örtlicher Betäubung. Der Patient kann bereits nach kurzer Zeit das Krankenhaus verlassen. Doch wo auch immer unsere vielfältigen Innovationen ansetzen, eines bleibt immer gleich: Risiken, Leiden und Schmerzen zu verringern, liegt B. Braun am Herzen.

„Nach dem Boxtraining fühle ich mich wie ein neuer Mensch.“

– Xiaoqian