Reisen mit parenteraler Ernährung -   das geht? Und ob! 

Product Quick Finder

Wählen Sie eine Kategorie oder Unterkategorie.

Ein Rucksack gegen Fernweh

Spätestens, wenn sich im Sommer die Städte leeren und die Strände füllen, greift es um sich: Das Reisefieber. Kaum einer ist immun dagegen. Auch nicht die Menschen, die auf parenterale Ernährung angewiesen sind. Doch häufig scheinen die logistischen Herausforderungen und gesundheitlichen Risiken zu groß, um in die Ferne zu schweifen. Aber sind sie das wirklich?

Dass Menschen parenteral, also unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts, über die Vene ernährt werden können, war bis vor wenigen Jahrzehnten unmöglich und auch danach noch lange Zeit eine große Herausforderung. Kein Wunder, dass viele Betroffene nach wie vor Angst haben, sich von zuhause fortzubewegen. Dass Patienten 30 Jahre und länger parenteral ernährt werden und dabei nie ihre Wohnung verlassen, ist keine Seltenheit. Denn oft fehlt es an Unterstützung und Ermutigung und nicht zuletzt an praktischem Knowhow, um Hindernisse und Ängste zu überwinden und alle Herausforderungen, die mit dem Reisen einhergehen, zu meistern. Unsere Protagonisten Artur, Santra, Rastislav, Rachel und Rhona sind das Wagnis eingegangen.

Unabhängig davon, wohin die Reisen gehen, welche Distanzen zurückgelegt werden und ob sie drei oder 30 Tage dauern – in einem Punkt sind sich alle HPE-Globetrotter einig: Eine gründliche Vorbereitung ist das A und O.

Rhona aus England, die mit ihren 57 Jahren keine Mühen scheut, um immer wieder Sehnsuchtsorte zu bereisen, macht keinen Hehl daraus, dass die Vorbereitungen eine Menge Energie kosten: „Es ist harte Arbeit und jede Menge Organisation nötig, um mit HPE zu verreisen. Aber dennoch: Nichts ist unüberwindbar. Außerdem weiß ich, dass ganz neue – und meist wunderbare - Erfahrungen auf mich warten.“

Aus ihrer Sicht ist es ein absolutes Muss, sich vor der Reise mit dem HPE-Anbieter in Verbindung zu setzen: „Der Rat und die Unterstützung, die ich dort bekomme, sind von unschätzbarem Wert.“ Außerdem findet sie es extrem hilfreich, die gesamte Reise von A bis Z mit einer Vertrauensperson durchzusprechen und dabei auch jedes noch so kleine Detail zu bedenken.

„Wenn ich nach all der Planung und Vorbereitung endlich am Meer sitze, die Wellen höre, den Wind und die Sonne spüre und mich gesund fühle, bin ich unglaublich dankbar“

– Rachel Neal, 38, England

Doch unabhängig von Mühen und Anstrengungen im Vorfeld: Wenn Auto, Flugzeug oder Fähre die Zieldestination ansteuern, tritt neben der Erleichterung und Freude noch ein weiteres Phänomen ein, von dem alle HPN-Reisenden erzählen: Die Hilfe und Unterstützung, die man an allen Ecken und Enden erfährt. Und zwar längst nicht nur von medizinischen Fachkräften oder Servicepersonal. Ob es der zusätzliche Koffer mit Ernährungsbeuteln ist, der ohne Mehrkosten aufgegeben werden kann, das Hotelpersonal, das die per Luftfracht verschickte Nahrung schon vor Eintreffen des Gastes selbstverständlich zwischenlagert, oder der Gastgeber, der die eigene Küche nicht nur zur Verfügung stellt, damit die Nahrung zubereitet werden kann, sondern sie sogar eigenhändig antiseptisch sauber putzt. 

„Klar gibt es immer wieder Momente, wo du es mit der Angst zu tun kriegst. Für mich ist es zum Beispiel jedes Mal eine Zitterpartie, wenn meine Taschen mit HPE auf dem Förderband Richtung Flugzeugbauch verschwinden. Nach der Ankunft warte ich dann ängstlich auf diese kleinen Kisten, deren Inhalt mich am Leben hält, und bin unfassbar erleichtert, wenn sie endlich auftauchen. “

– Santra Lacy, 36, Finnland

Auch Rastislav kennt brenzlige Situationen. Einmal konnte er partout nicht sein Desinfektionsspray finden und war schon drauf und dran, eine Apotheke zu suchen, als er es doch noch in seinem Rucksack entdeckte. Artur wiederum geriet ordentlich ins Schwitzen, als sein Rückflug von Portugal nach Warschau plötzlich gecancelt wurde und er nicht sicher war, ob sein Vorrat an Nahrung ausreichen würde, bis er wieder zuhause wäre. Er reichte.

Und was tun, wenn es tatsächlich mal brenzlig wird?

„Bloß nicht hetzen und alles auf einmal regeln wollen“, rät Rhona, „sondern eins nach dem anderen machen – ruhig und fokussiert.“ Das weiß auch Marek, der mit seiner Familie regelmäßig verreist und diese Zeiten auf keinen Fall missen will. Im vergangenen Jahr war er auf Korsika und hat dort eine unvergessliche Zeit verbracht. Dass der „Weg in die Freiheit“, wie er ihn nennt, weder risikolos, noch mühelos ist, weiß er nur zu gut. „Aber eins ist er für mich: alternativlos. Denn wenn wir ihn gehen, werden wir reich belohnt.“

Mareks Checkliste

Beschreibung Dokument Link
Was vor der Abreise erledigt werden sollte
pdf (229.7 KB)

Haben wir Ihr Interesse geweckt? 

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu unseren Produkten, unseren Services und zu unserem Wissensangebot. Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr.