Kontinenzversorgung und Urologie 

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Einen Ausweg bieten 

Von Harnwegserkrankungen, Harninkontinenz oder Harnretention sind Millionen von Menschen auf der ganzen Welt betroffen. In den USA klagen 14 Prozent aller Männer über Harninkontinenz – und 51 Prozent aller Frauen. Diese sind aufgrund ihrer Anatomie öfter betroffen. Harnwegserkrankungen können ganz verschiedene Gründe haben, sich unterschiedlich stark ausprägen und sowohl akut als auch chronisch auftreten. Aber auch bei den gravierendsten Fällen bietet die moderne Medizin Lösungen

Ref: * Markland, A.D., Richert, H.E., Fwu, C.-W., Eggers, P., & Kusek, J.W. (2011): Prevalence and trends of urinary incontinence in adults in the United States, 2001 to 2008. The Journal of Urology, 186 (2): 589-593. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3197263/ (viewed on 01 March 2018)

Drei Methoden der Blasenentleerung 

Viele Patienten etwa können über die Beckenbodenmuskulatur, die die Blase verschließt, nur noch eine eingeschränkte oder keine Kontrolle mehr ausüben. Die Gründe dafür können Verletzungen des Rückenmarks, Multiple Sklerose, Spina bifida, Prostata- oder Blasenkrebs, aber auch ein Schlaganfall oder Alzheimer sein. Die Folge: Der Urin verbleibt entweder in der Blase oder wird unkontrolliert entleert – in beiden Fällen ist ein Blasenkatheter notwendig.

Am häufigsten ist die sogenannte intermittierende Methode mit einem Einmalkatheter. Dabei wird vier- bis sechsmal am Tag ein dünner Schlauch mit Drainageaugen, der als Katheter bezeichnet wird, über die Harnröhre in die Blase geschoben und diese so entleert. Dies kann durch eine medizinische Fachkraft oder durch den Patienten selbst erfolgen.

Bei der zweiten Methode wird ein Dauerkatheter verwendet, der auch als Foley-Katheter bezeichnet wird. Der Katheter wird durch die Harnröhre geschoben und mit einem sich oben am Katheter befindlichen Ballon in der Blase fixiert. Um den Urin fortlaufend aufzusammeln, muss ein Urinbeutel angeschlossen werden. Dieser Katheter kann mehrere Tage bis Wochen im Körper verbleiben. Allerdings führen Dauerkatheter zu einem höheren Risiko für Harnwegsinfektionen und sollten nur zum Einsatz kommen, wenn keine andere Lösung möglich ist.

Bei der dritten, der suprabubischen Methode wird der Katheter nicht über die Harnröhre, sondern durch die Bauchdecke eingeführt. Diese Methode wird verwendet, wenn die Harnröhre krankhaft verengt oder verschlossen ist oder nach chirurgischen Eingriffen, insbesondere bei posttraumatischen Störungen. 

B. Braun bietet Lösungen für alle drei Methoden 

Bei der intermittierenden Methode bieten sich unsere Actreen®-Katheter an. Wir stellen auch die Set-Version (Urinbeutel ist fest an den Katheter geschweißt) speziell für aktive Patienten her, die das Set bequem überall mitnehmen können. Ein No-Touch-System ermöglicht eine sterile Einführung des Katheters, ohne dass der Anwender diesen berührt. Diese intermittierende Methode bringt große Vorteile mit sich, da Infektionen der Harnwege im Vergleich zu Dauerkathetern seltener auftreten. Der Einmalkatheter verbessert das Leben der Patienten, die sonst aus Scham oft auf soziale Kontakte verzichten. Wer seine Inkontinenz selbst behandeln kann, muss sich solche Sorgen nicht machen und kann ganz normal am gesellschaftlichen Leben teilhaben. 

Für Dauerkatheter hat sich die Kombination Urimed® Cath mit der urologischen Spüllösung Uro-Tainer® bewährt. Das minimiert das Risiko für Blockaden und Verkrustungen.

Bei suprapubischen Kathetern kommt es vor allem darauf an, den Einstich durch die Bauchdecke möglichst schonend durchzuführen. Das System Cystofix® SG ermöglicht dies mit Kanülen, die einen Durchmesser von nur 1,3 Millimetern haben.