Michael

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Ein neues, unabhängigeres Dialyseleben: Michaels Erfahrungen mit der Heimhämodialyse

Heimdialysepatient Michael streichelt seinem Hund draußen übers Fell und lächelt in die Kamera.

Michael ist Anfang 50 und wohnt mit seiner Lebensgefährtin und seinem Hund in einem kleinen Dorf im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Wegen eines Gendefektes musste Michi, wie er von Freunden und Bekannten nur genannt wird, bereits im Alter von 14 Jahren erstmals dialysiert werden. An dieser Stelle erzählt er von seiner langen Dialyse-Vergangenheit, seiner Entscheidung sowie den Gründen für die Umstellung und sein neues Leben, das er dank der Heimdialyse führen darf. 

Michael: Mein Leben mit der Heimdialyse

„Als ich 14 Jahre alt war, wurde ich das erste Mal an ein Dialysegerät angeschlossen. Diesen Moment werde ich mein Leben lang nicht vergessen, denn er sollte der Auftakt zu meiner ganz persönlichen Geschichte werden. Aufgrund eines Gendefektes wurde ich mit nur einer Niere geboren, die aber von Anfang an nur zur Hälfte gearbeitet hat. Man kann also vereinfacht sagen, dass meine Nierenleistung im Vergleich zu gesunden Menschen nur 25 Prozent betrug. 

Damals musste ich dreimal die Woche rund eine Stunde nach Hannover in die Medizinische Hochschule fahren, wo es eines der wenigen Kinder- und Jugend-Dialysezentren in Deutschland gab. Als Kind bzw. Jugendlicher konnte ich mir natürlich schöneres vorstellen, als regelmäßig ins Krankenhaus zu fahren und dort meine Zeit zu „verschwenden“, doch es war nötig. Das begriff ich dann zum Glück recht schnell. Bis Anfang 1997 wurde ich insgesamt dreimal transplantiert, was allerdings jeweils nur von kurzer Dauer war. Nachdem ich 1997 meine dritte Niere verloren hatte und wieder an die Dialyse musste, entschied ich mich im Jahr 2000 gegen eine erneute Transplantation. Meine Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität durch eine Transplantation war einfach verflogen und ich fand mich mit der Tatsache ab, dass die aufwändige und zeitintensive Dialyse ab sofort fest zu mir und meinem Leben gehören würde. 

„Der richtige Zeitpunkt für die Heimdialyse war noch nicht gekommen.“

Michael steht in seinem Zuhause vor dem Dialysegerät und hält die Pfote seines Hundes.

Seit 1997 bin ich also durchgehend dialysepflichtig. Schon zu dieser Zeit kam mir hin und wieder der Gedanke an die Heimhämodialyse. Doch ich hatte zum Einen noch Zweifel bezüglich der Durchführbarkeit, zum Anderen war der richtige Zeitpunkt für mich noch nicht gekommen. Ich hatte zu dieser Zeit so viele Jahre der Unbeständigkeit hinter mir, Hoffnung und Resignation wechselten sich Schlag auf Schlag ab. Ich wollte einfach „ankommen“, ohne schon wieder etwas Neues auszuprobieren. 

Rund 19 Jahre später kam dann, wie so oft, der berühmte Zufall ins Spiel. Bei einem jährlich stattfindenden Treffen von Dialysepatient*innen und Transplantierten, an dem ich in dieser Zeit regelmäßig teilnahm, waren auch Mitarbeiter*innen von B. Braun anwesend. Diese stellten bei einem Vortrag im Bereich der Heimhämodialyse ihr neues Konzept „Endlich Zuhause“ vor. Dieses Konzept klang für mich und meine Lebensgefährtin sehr überzeugend, so dass wir uns nach diesem Treffen erstmalig umfassend und intensiv mit dieser Dialyse-Behandlung beschäftigten.  

„Nach 22 Jahren durchgehender Zentrums-Hämodialyse war der Weg für die Heimhämodialyse geebnet.“

Und was soll ich sagen – wir waren von der Heimdialyse begeistert. Ich nahm anschließend schnell Kontakt zum Daheim-Service-Team auf und ließ mich bei mir zu Hause ausführlich beraten. Meine Voraussetzungen wurden geprüft, mein Dialysearzt wurde eingeschaltet, und recht schnell war klar: Ich mache das! Die Aussicht auf eine bessere Gesundheit sowie mehr Freiheit und Flexibilität waren für mich wie ein Feuer, das in mir gelodert und mich angetrieben hat. Nach mittlerweile 22 Jahren durchgehender Zentrumshämodialyse war der Weg für die Heimhämodialyse für mich geebnet. 

Nach der Entscheidung ging alles ganz schnell. Nach einem 6-wöchigen Training im Zentrum dialysiere ich nun seit Dezember 2018 zu Hause. Während der Trainingszeit wurden alle notwendigen Einbauten bei mir zu Hause in die Wege geleitet und umgesetzt.

Michaels Heimhämodialyseplatz mit Bett, Dialysegerät, Waage, Pflanze und Sessel.

Die Heimhämodialyse ermöglicht es mir jetzt, mein Leben mit der Dialyse zeitlich flexibler und freier zu gestalten. Der größte Pluspunkt: Es fallen die Taxifahrten und Wartezeiten im Zentrum weg, die in meinem Fall immerhin fast zwei Stunden pro Dialysetag betrugen. Als großen Vorteil sehe ich für mich außerdem, dass ich auch am Wochenende dialysieren kann und somit die Entgiftung kontinuierlicher erfolgt. Außerdem kann ich bei anstehenden Terminen auch jederzeit die Dialysezeit und das Dialyseintervall anpassen, was im Zentrum nur sehr bedingt möglich ist.

Die von Anfang an professionelle Begleitung des Daheim-Teams und die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit an sieben Tagen die Woche geben mir die notwendige Sicherheit, meine Dialyse selbstständig und selbstbestimmt in häuslicher Umgebung durchzuführen. Klar, am Anfang ist alles etwas neu und ungewohnt, aber ich sage immer: Man gewöhnt sich an alles. Das ist Service, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe.

Die Umstellung war der Schritt in ein neues, unabhängigeres Dialyseleben, das ich heute schon nicht mehr missen möchte. Ich kann anderen Patient*innen nur raten, die Voraussetzungen zu prüfen und die Umstellung – wenn möglich – zu wagen.“

Ihr Kontakt zu uns

Ihnen gefallen Michaels Erfahrungen mit der Heimdialyse? Wagen Sie den Schritt und lassen Sie sich beraten, ob die Heimhämodialyse auch bei Ihnen eine Option ist. Informieren Sie sich hier vorab über die Voraussetzungen für die Heimdialyse und lesen Sie im Detail nach, welche möglichen Vorteile auf Sie warten. Sie können uns jederzeit über unser Kontaktformular, per E-Mail oder per Telefon kontaktieren – gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Ärzt*innen-Team finden wir heraus, ob eine Umstellung auf die Heimhämodialyse eine Option für Sie ist.

Unser gesamtes Team freut sich auf Ihre Nachricht!

E-Mail: daheim-service@bbraun.com
Telefon: 05661 – 714611

Portrait-Aufnahme von Simone Klein, der Leiterin des B. Braun Heimdialyse Services.
Simone Klein
Leiterin Heimhämodialyse Service
Simone Klein ist als Leiterin des Heimhämodialyse-Teams von B. Braun Ihre erste Ansprechpartnerin und verantwortet den gesamten Daheim Service.
Portrait-Aufnahme von Julia Bangert, der Operations Managerin des B. Braun Heimdialyse Services.
Julia Bangert
Operations Managerin
Als Operations Managerin ist Julia Bangert für alle organisatorischen Themen im Rahmen der Heimdialyse und der Umstellung der Patient*innen zuständig.
Portrait-Aufnahme von Nicole Maschmann, einer Trainerin des B. Braun Heimdialyse Services.
Nicole Maschmann
Trainerin Heimhämodialyse Service
Training im Dialysezentrum, Begleitung der ersten Heimdialysen, kontinuierliche Betreuung: Als Trainerin ist Nicole Maschmann außerdem auch am 24/7 Servicetelefon für Patient*innen da.
Portrait-Aufnahme von Silke Duranowitsch, einer Trainerin des B. Braun Heimdialyse Services.
Silke Duranowitsch
Trainerin Heimhämodialyse Service
Training im Dialysezentrum, Begleitung der ersten Heimdialysen, kontinuierliche Betreuung: Als Trainerin ist Silke Duranowitsch außerdem auch am 24/7 Servicetelefon für Patient*innen da.
Portrait-Aufnahme von Nicol Wahl, einer Trainerin des B. Braun Heimdialyse Services.
Nicol Wahl
Trainerin Heimhämodialyse Service
Training im Dialysezentrum, Begleitung der ersten Heimdialysen, kontinuierliche Betreuung: Als Trainerin ist Nicol Wahl außerdem auch am 24/7 Servicetelefon für Patient*innen da.