Diabetes verstehen Die Symptome

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Diabetes erkennen

Ist Ihnen bewusst, dass einer von elf Menschen weltweit Diabetes hat? Davon sind nahezu 50 Prozent nicht diagnostiziert.1 Ihre Familie könnte also ebenfalls betroffen sein – auch wenn Sie es noch nicht wissen. Dabei ist es lebenswichtig, diese chronische Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen, um Langzeitfolgen zu verhindern.

Typ 1 oder Typ 2

Es gibt (viele) verschiedene Arten von Diabetes. Die bekanntesten heißen Typ 1 und Typ 2. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind nicht mehr in der Lage, Insulin selbst zu produzieren, da eine Autoimmun-Reaktion die insulinproduzierenden Zellen zerstört hat. Typ-2-Diabetes hingegen entwickelt sich langsam. In diesem Fall wird das Insulin nicht mehr richtig vom Organismus verwertet, eine Immunität tritt mit der Zeit ein.  Die gute Nachricht: Wer einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Bewegung verfolgt, kann das Fortschreiten von Typ-2-Diabetes deutlich verzögern.

Wie sich Diabetes zeigt

Das diesjährige Thema des IDFs World Diabetes Day lautet „Diabetes betrifft jede Familie“. Der Schwerpunkt liegt darauf, das Krankheitsbild zu erkennen und damit umzugehen. Deshalb möchten auch wir im Folgenden die wichtigsten Symptome  aufzeigen. Werfen Sie einen realistischen Blick auf sich und Ihre Familie. Treffen ein oder mehr Symptome zu?2
Übrigens: Diese Liste ist nicht vollständig.

Sie kennen sich gut aus mit Diabetes? Dann machen Sie doch den Test „Discover Diabetes“ auf der Website der International Diabetes Federation (IDF), um Ihre Wissen zu prüfen.  

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Infoflyer Warnzeichen Diabetes Welt Diabetestag 2018
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Schauen Sie genau hin

Obwohl sich viele der Typ 1 und 2 Symptome ähneln, gibt es doch Unterschiede. Der wichtigste ist, dass die Anzeichen für Typ-2-Diabetes im Laufe der Zeit stärker werden: Scheinen sie zunächst eher mild und harmlos, werden sie auf lange Sicht immer stärker. Gut ist es, folgende Risikofaktoren im Auge zu behalten: Alter, Gewicht, Taille-Hüft-Verhältnis, Lifestyle, Blutdruck und Blutzucker.

Eins bedingt das andere

Viele der oben genannten Anzeichen sind eng miteinander verknüpft. Dass man beispielsweise öfter als sonst die Toilette aufsuchen muss, liegt daran, dass der Körper versucht, überschüssigen Blutzucker über den Urin loszuwerden. Dieses häufige Wasserlassen wiederum löst einen starken Durst aus, typisch für Typ-1-Diabetes. Bei Typ 2 ist dieses Gefühl allerdings noch ausgeprägter: Während man anfänglich vielleicht ein Glas Wasser zusätzlich trinkt, fühlt man sich im fortgeschrittenen Stadium, als ob man verdurstet.

Müde und erschöpft

Wenn Sie plötzlich das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaft haben oder viel früher als üblich zu Bett gehen, kann das ein Anzeichen für Diabetes sein. Permanente Müdigkeit und extreme Schwierigkeiten, am Morgen aus dem Bett zu kommen, können auf Typ-2-Diabetes hindeuten. Ermüdung tritt aus verschiedenen Gründen auf, von denen Dehydrierung einer sein kann. Die Tatsache, dass der Körper nicht normal funktioniert, kann ebenfalls Müdigkeit verursachen.

Sichtproblem

Die hohe Zuckerkonzentration kann Augenschwellungen und somit eine verschwommenen Sicht bewirken. Die Details gehen verloren, man sieht undeutlich. Außerdem führt die Dehydrierung oft zu trockenen Augen – ein weiterer Grund für unscharfe Sehkraft.

Mehr essen, trotzdem abnehmen

Plötzlicher Gewichtsverlust ist ein klares Indiz für Typ-1-Diabetes. Sobald die Autoimmunreaktion zur Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen führt, kann der Zucker im Blut nicht verwendet werden, um den Körper mit Energie zu versorgen. Um weiter zu funktionieren, werden ab jetzt Fett und Muskeln verbrannt. So wird ein ständiges Hungergefühl ausgelöst. 

Geschwächtes Immunsystem

Ob Fußpilz oder eine Blasenentzündung: Mit Typ-2-Diabetes ist man anfälliger für solche Probleme, weil der hohe Blutzuckerspiegel den Körper bei der Bekämpfung von Infektionen beeinträchtigt. Denn der Diabetes schwächt das Immunsystem im Laufe der Zeit immer mehr. Dies und eine schlechte Durchblutung der Haut bewirken auch, dass Wunden langsamer heilen.

Trifft etwas zu?

Trifft etwas zu?

Beim Durchschauen der Symptome haben Sie erkannt, dass Sie oder ein Familienmitglied ein oder mehr Anzeichen zeigen? Regel Nummer eins: Bleiben Sie ruhig. Aber machen Sie schnell einen Termin mit Ihren Ärzten aus. Im Fall Diabetes ist man lieber auf der sicheren Seite!

Quellen

1 International Diabetes Federation. IDF Diabetes Atlas, 8th edition, 2017.
2 International Diabetes Federation: https://www.worlddiabetesday.org/discover (07.11.2018)