FAQ Häufige Fragen und Antworten

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FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Welche Hilfsmittel sind die richtigen für mich?

Oft betrifft eine Harnkontinenzstörung pflegebedürftige Menschen. Die verwendeten Hilfsmittel sollten dann so lange den Anforderungen entsprechen, dass auch bei einer Vollzeitpflege im üblichen vierstündigen Versorgungsrhythmus eine vollständige Sicherheit gegeben ist.

Nach diesen Anforderungen teilt die Gesellschaft für Inkontinenzhilfe (GIH) die Schweregrade der Harnkontinenzstörung wie folgt ein:

Schweregrad der Kontinenzstörung Harnverlust in vier Stunden
Leichte Inkontinenz ca. 50 - 100 ml
Mittlere Inkontinenz ca. 100 - 200 ml
Schwere Inkontinenz ca. 200 - 300 ml
Schwerste Inkontinenz mehr als 300 ml

Ihr Urologe oder die Sie betreuende Fachkraft wird mit Ihnen zusammen die passenden Hilfsmittel auswählen.

Was muss ich grundsätzlich beim Katheterisieren beachten?

  • Vor jeder Katheterisierung sollten Sie sich die Hände gründlich waschen und desinfizieren.
  • Achten Sie auf eine gründliche Intimpflege.
  • Die Ablageflächen für das Material sollten desinfiziert bzw. gereinigt werden. 
  • Achten Sie darauf, dass die Teile des Katheters, die in die Harnröhre eingeführt werden, nicht mit unsterilen Körperteilen oder Gegenständen in Berührung kommen. 
  • Sollten Sie die Harnröhrenöffnung verfehlen, nehmen Sie bitte einen neuen Katheter, um Infektionen zu vermeiden.

An welchen Anzeichen erkenne ich eine Harnwegsinfektion?

Bei Personen, die Katheter verwenden, ist eine erhöhte Anzahl von Bakterien im Urin nicht ungewöhnlich.

Sie sollten jedoch Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie unter folgenden Symptomen leiden:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Erhöhte Temperatur 
  • Häufiger Harndrang
  • Übelriechender Urin
  • Trüber Urin oder Blut im Urin

Wie kann ich Harnweginfekten vorbeugen?

  • Warm halten: Unterkühlung vermindert die Abwehrkraft.
  • Abwehr stärken: Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung stärkt das Immunsystem und schützt vor Infektionen. 
  • Viel trinken: mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag, um die Harnwege gut zu spülen; am besten Wasser oder Tee.
  • Intimhygiene: Waschen Sie Ihren Genitalbereich mit milden Waschlotionen oder pH-neutraler Seife. 
  • Nach dem Stuhlgang: Immer von vorn nach hinten wischen, damit keine Darmbakterien in die Genitalzone gelangen. 
  • Nach dem Sex Wasser lassen, was verhindert, dass Bakterien in die Harnwege gelangen.

Wie viel soll ich trinken?

Sie sollten täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Der Flüssigkeitsbedarf kann jedoch individuell unterschiedlich sein, weshalb eine Beratung des betreuenden Arztes empfehlenswert ist.

Kann ich meine Hilfsmittel auf Reisen mitnehmen?

Ja, bitte im Handgepäck. Für Flug- und Auslandsreisen lassen Sie sich einen Patienten-Ausweis von ihrem Arzt ausstellen, in dem Ihnen bescheinigt wird, dass Sie die mitgeführten Materialien (Hilfsmittel) zur Blasenentleerung benötigen.
Denken Sie an ausreichende Reserve, damit Sie auch bei unerwarteten Zwischenfällen nicht ohne Katheter sind.

Harnkontinenzstörung und Sexualität?

Harninkontinenz ist kein Grund für Sexverzicht. 

Die gemeinsame Bewältigung des Problems lässt das Vertrauen wachsen. Sprechen Sie offen über Ihre Ängste. Treffen Sie Vorbereitungen: Krankenpflege-Unterlagen schützen Matratze und Bettwäsche, Handtücher sorgen zusätzlich für Sicherheit. Urin ist keine Infektionsquelle – Urin ist praktisch keimfrei.

Ist Sport auch mit Blasenschwäche möglich?

Grundsätzlich sind bei Blasenschwäche alle Sportarten zu empfehlen, die den Beckenboden stärken oder ihn zumindest entlasten, wie z. B.

  • Wandern, Gehen, Walken 
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Yoga, Gymnastik

Ungünstig sind Sportarten die mit Springen, Hüpfen, Aufprallbewegungen verbunden sind,
wie z. B.

  • Squash, Tennis
  • Aerobic 
  • Joggen