Glossar zur Versorgung von Nierenpatienten Medizinische Schlüsselbegriffe

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Glossar

Der plötzliche und meist vorübergehende Verlust der Nierenfunktion. Ein akutes Nierenversagen kann durch mehrere Faktoren verursacht werden, wie eine Verminderung der Blutzufuhr zu den Nieren, gestörter Harnabfluss oder eine traumatische Verletzung der Nieren zum Beispiel durch einen Unfall. Ein akutes Nierenversagen kann medikamentös oder durch eine Nierenersatztherapie (oft auf der Intensivstation einer Klinik) oder durch beides behandelt werden.

Ein Blutgefäß, das durch eine chirurgische Verbindung einer Arterie und einer Vene (oft im Unterarm) angelegt wird, um den vermehrten Blutfluss zu erzeugen, der für eine effiziente Hämodialysebehandlung benötigt wird. Man spricht auch von einer nativen Fistel, wenn sie ausschließlich aus Nähten und ohne synthetisches Material erzeugt wird.

Der vom Blut auf die Wände der Blutgefäße, speziell der Arterien, ausgeübte Druck. Hoher Blutdruck erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko und wird durch Blutdruckmedikamente (Antihypertonika) behandelt.

Ein biegsamer Kunststoffschlauch, der in eine Körperöffnung oder in Gefäße eingeführt wird, damit Flüssigkeiten eingegeben oder entnommen werden können.

Der langsame voranschreitende Verlust der Nierenfunktion über mehrere Jahre hinweg mit der Folge einer dauerhaften Niereninsuffizienz, auch als terminale Niereninsuffizienz (CNI) bezeichnet. Menschen mit dauerhafter Niereninsuffizienz benötigen eine Dialyse oder eine Nierentransplantation, um die Funktion der erkrankten Nieren zu ersetzen.

Eine Krankheit, bei der ein gestörter Kohlenhydratstoffwechsel zu hohe Zuckerwerte verursacht, was zu Niereninsuffizienz führen kann. Bei rund 40% aller Patienten mit Diabetes entwickelt sich eine Nierenerkrankung. Mehr als 40% aller Dialysepatienten leiden unter Diabetes.

Ein medizinisches Behandlungsverfahren, bei dem giftige Abfallstoffe und Wasser aus dem Körper des Patienten entfernt werden.

Die Filtereinheit an einem Dialysegerät. Der Dialysator entfernt Abfallprodukte und überschüssiges Wasser aus dem Blut.

Eine geläufige Abkürzung für Erythropoietin.

Ein von gesunden Nieren erzeugtes Hormon, das die Produktion von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Knochenmark anregt. Synthetische Versionen des Hormons stehen für Nierenpatienten zur Verfügung. Ein Mangel an diesem Hormon kann renale Anämie hervorrufen.

Die Substanz in den Erythrozyten, die dem Transport von Sauerstoff im Körper dient. Das im Hämoglobin enthaltene Eisen ist für die rote Farbe des Blutes verantwortlich. Ein niedriger Hämoglobinwert wird als Anämie bezeichnet. Anämie kann zu Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Blässe führen.

Steht für die Implantation einer Niere von einem Spender. Sie wird hauptsächlich dann durchgeführt, wenn die Nieren eines Menschen nicht funktionieren.

Das Bauchfell ist eine Membran in Ihrem Bauchraum.

Phosphat ist eine Substanz, die in vielen Nahrungsmitteln vorkommt. Durch die Nieren wird es normalerweise im richtigen Gleichgewicht gehalten, indem sie Phosphat ausscheiden, wenn sich zu viel davon im Körper befindet. Geschädigte Nieren sind meist nicht in der Lage, Phosphat auszuscheiden. Als Folge können die Phosphatwerte im Blut ansteigen. Hohe Phosphatwerte können Juckreiz verursachen und zu einer Verhärtung der Arterien (Arteriosklerose) oder zu Knochenkrankheiten führen.

Kalium ist ein Mineralstoff, der in vielen Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse (z.B. Bananen, Kartoffeln und Gurken), sowie in Kaffee und Chips vorkommt. Wenn die Nieren nicht richtig funktionieren, kann Kalium nicht ausgeschieden werden und die Blutwerte können sich erhöhen. Wenn die Kaliumwerte zu hoch oder zu niedrig sind, kann dies den Herzrhythmus beeinflussen.

Der Abfall der Hämoglobinwerte aufgrund einer Nierenerkrankung. Dies führt zu einer Verminderung der Sauerstoff-Transportkapazität des Blutes.

Der Ort, an dem ein Team von medizinischen Fachkräften Nierenpatienten behandelt. Es kann auch als Dialysezentrum bezeichnet werden, weil die Nierenpatienten im Zentrum die Dialysebehandlung erhalten.

Ein Verfahren, sich Zugang zum Blutfluss zu verschaffen, so dass die Dialyse durchgeführt werden kann. Die AV-Fistel ist eine Zugangsform für die Hämodialyse.

Ein Zugang, der hergestellt wird, indem ein Ende eines Stücks einer künstlichen Vene mit der Vene des Patienten und das andere Ende mit der Arterie des Patienten über einen Kunststoffschlauch verbunden wird. Der Gefäßzugang ist ein größeres Gefäß, das den vermehrten Blutfluss zur Verfügung stellt, der für eine effiziente Hämodialyse benötigt wird. Er wird üblicherweise als Shunt bezeichnet.