HEIMHÄMODIALYSE

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Heimhämodialyse: Mit dem DAHEIM Service die HHD anbieten und Ihr Dialysezentrum entlasten

Ihr Dialysezentrum ist überlastet und Ihr medizinisches Fachpersonal arbeitet täglich am Limit? Wir bieten Ihnen Entlastung: Gerne möchten wir Freiräume schaffen und Verwaltungsaufwand abnehmen, indem wir Sie dabei unterstützen, die Heimhämodialyse (HHD) in Ihrem Zentrum anzubieten. Denn viel zu wenig Dialysepatient*innen in Deutschland nutzen die Heimhämodialyse bisher1.

Mit dem DAHEIM Service von B. Braun möchten wir die HHD gemeinsam mit Ihnen fördern, um möglichst vielen Dialysepatient*innen diese Therapie zu ermöglichen. Die Therapie zu Hause hat nicht nur Vorteile für das Dialysezentrum – auch für die Patient*innen können sich medizinische Vorzüge und ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität ergeben2,3. Wir haben einen umfangreichen Service entwickelt, der Ihnen alle nicht-medizinischen Aufgaben abnimmt. Gerne stellen wir Ihnen und Ihrem Zentrumspersonal unseren B. Braun DAHEIM Service vor.

„Die Heimdialyse hat auch aus medizinischer Sicht große Vorteile. Menschen, die ihre Therapie zu Hause machen, können fitter sein und bessere Therapieergebnisse, und Blutwerte haben als Patient*innen in Dialysezentren.“

– Simone Klein, Leiterin DAHEIM Service B.Braun

HHD mit dem B. Braun DAHEIM Service für jedes Zentrum möglich

Als umfassendes Konzept übernimmt der B. Braun DAHEIM Service alle nicht-medizinischen Aufgaben für Sie. Während des gesamten Prozesses stehen wir in engem Austausch mit Ihnen und Ihren Patient*innen. Unsere ausgebildeten Trainer*innen koordinieren und gestalten aktiv die Vorbereitung und Schulung Ihrer Dialysepatient*innen auf die Heimhämodialyse. Dabei werden gemeinsam mit Ihnen festgelegte Lerninhalte, auch zum Krankheitsbild, der Ernährung, der Behandlung, der Bedienung des Gerätes und dem Umgang in Notfallsituationen im Dialysezentrum geschult.

Währenddessen kümmert sich das B. Braun DAHEIM Team um die Einrichtung des Dialyseplatzes in den eigenen vier Wänden der Patient*innen. Auch die Versorgung mit allen notwendigen, dialysebezogenen Verbrauchsmaterialien sowie regelmäßige Hausbesuche gehören zu unserem End-to-End Support, von dem Sie als medizinisches Personal ebenso wie die Patient*innen profitieren. Bei Anwendungsfragen steht rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche unser Servicetelefon zur Verfügung. So bleibt Ihnen und Ihrem medizinischen Fachpersonal mehr Zeit für Ihre Patient*innen vor Ort.

HHD – Effizienz und Wirtschaftlichkeit dank Digitalisierung

Natürlich ist der Kontakt zwischen Ihnen und Ihren Patient*innen weiterhin wichtig und unerlässlich. Die Digitalisierung bringt hier deutliche Vorteile: Dank der DAHEIM Service App verfügen Sie und Ihre Patient*innen über eine umfangreiche Informations- und Kommunikationsplattform. Sie haben jederzeit eine Übersicht über die getätigten Bestellungen und über die Anrufe, die Ihre Patient*innen an unserem Servicetelefon führen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den Patient*innen über die Plattform Termine einzustellen, beispielsweise für Sprechstunden.

Auch die medizinische Betreuung der HHD-Patient*innen wird durch die Digitalisierung vereinfacht und verbessert: Die Dialysemaschine übermittelt über eine verschlüsselte Internetverbindung alle Therapieprotokolle automatisiert an Ihr Dialysezentrum, sodass Sie die Therapiedaten jederzeit an Ihrem Arbeitsplatz abrufen können. So werden darüber hinaus Fehler – wie bei manuell ausgefüllten Protokollen – vermieden und Sie haben immer die aktuellen Daten im Blick. Auf diese Weise können Sie die Patient*innen und deren Therapien weiterhin im Auge behalten und per Download der Protokolle Ihre Pauschale mit der Krankenkasse abrechnen. Falls Sie zur Abrechnung der Heimdialyse Fragen haben, informieren wir Sie gerne.

HHD – viele Patient*innen erfüllen die Voraussetzungen

63 Prozent der Ärzt*innen würden die HHD-Therapie ihrer Familie und Freund*innen empfehlen4. Aufgrund der stetig wachsenden Zahl an Patient*innen und dem andauernden Fachkräftemangel kann die HHD eine gelungene Alternative zur Behandlung im Dialysezentrum darstellen. Auch für die Dialysepatient*innen kann die HHD einen Zugewinn an Lebensqualität bedeuten. Gerade für berufstätige Patient*innen in der Spät- oder Nachtschicht bietet die HHD eine Entlastung und flexiblere Gestaltung des Alltags. Aber auch junge, fitte Patient*innen oder selbstbestimmte Rentner*innen bilden ein Potenzial für die Heimdialyse.

Ein Blick von Ihnen und Ihrem Zentrumspersonal durch die Reihen Ihrer Patient*innen lässt Sie in den meisten Fällen einige mögliche HHD-Patient*innen entdecken. Die Entscheidung, ob Ihre Dialysepatient*innen die medizinischen Voraussetzungen für die HHD erfüllen, liegt allerdings bei Ihnen. Sollten Sie zur Beratung Ihrer Patient*innen Aufklärungsmaterial benötigen, schicken wir Ihnen gerne detailliertes Infomaterial zu.

HHD: Was sagen andere Nephrolog*innen zur HHD-Therapie?

Weil nicht nur wir vom Mehrwert des B. Braun DAHEIM Services überzeugt sind, haben wir zwei Nephrologen nach ihrer Meinung zur Heimdialyse befragt. Beide Ärzte betreuen mehrere HHD-Patient*innen mit dem DAHEIM Service. In ihren Erfahrungsberichten sprechen sie über die Vorzüge, die der Service für ihr Dialysezentrum und ihre Patient*innen hat. Auch HHD-Patient*innen haben wir gebeten, ihre bisherigen Erfahrungen mit der HHD-Therapie mit uns zu teilen.

Dass unser Service wirklich weiterhilft, hat auch der Förderverein für Medizin & Management German Medical Club e.V. erkannt und B. Braun für das Konzept des DAHEIM Services im November 2020 mit dem German Medical Award in der Kategorie „Health“ ausgezeichnet.

FAQ: Die häufigsten Fragen zur HHD-Therapie

Für die HHD erstattet die Krankenkasse eine höhere Wochenpauschale, die Sie weiterhin wie gewohnt abrechnen. Wir stellen das gesamte Equipment, Verbrauchsmaterial, Training und übernehmen die Qualitätssicherung am Heimdialyseplatz. Dafür berechnen wir eine feste Servicepauschale. Somit lässt sich die HHD wirtschaftlich abbilden.

Außerdem zählen HHD-Patient*innen nicht in die Absenkungspauschale und den Arzt-Patienten-Schlüssel. Die Patient*innen werden nicht auf den Versorgungsauftrag angerechnet. Zusätzlich kann die Pflege entlastet werden, denn durch die digitalisierte und effizientere Betreuung der Heimpatient*innen ergibt sich ein Zeitgewinn für die Betreuung der im Zentrum verbliebenen Patient*innen.

Für alle HHD-Patient*innen, bieten wir zusätzliche Sicherheitsfeatures an: z. B. einen RedSense-Detektor für den Shunt zur Detektion bei Blutaustritt. Auf Ereignisse, wie z. B. die Bolusgabe bei Blutdruckabfall, werden die Patient*innen ebenfalls geschult.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst, den sie für Ihre Zentrumspatient*innen vorhalten, gilt ebenfalls für Ihre HHD-Patient*innen. Mit unserem 24/7-Servicetelefon deckt unser Team darüber hinaus alle Anwendungs- und technischen Fragen der Patient*innen ab. Nur die Patient*innen werden in die Heimtherapie entlassen, bei denen sich Ihr Team und das Team von B. Braun von der Zuverlässigkeit überzeugt haben. Alle HHD-Patient*innen unterschreiben auf der Trainingscheckliste, dass sie auf alle notwendigen Prozessschritte sowie Notfälle geschult wurden.

Alle Schulungsinhalte für die HHD-Therapie stimmen wir mit Ihnen anhand einer Trainingscheckliste ab. Das Training findet während der Dialysen der Patient*innen im Dialysezentrum statt. Sie werden etwa drei Wochen von uns analog der bekannten Abläufe trainiert. Lediglich das Anleiten der Selbstpunktion wird dabei von Ihnen übernommen.

Anschließend führen die Patient*innen die Dialyse circa drei Wochen im Zentrum allein durch. Zu diesem Zeitpunkt steht Ihr Pflegepersonal für Fragen und Hilfe bereit. Wenn die Patient*innen sich bei der Selbstpunktion und der Bedienung der Dialysemaschine sicher fühlen und Sie Ihre Zustimmung geben, begleiten wir die ersten Heimtherapien zu Hause. Bei Bedarf übernehmen wir zu diesem Zeitpunkt die Nachschulung der HHD-Patient*innen.

Für den Umbau besichtigt unsere Partnerfirma zunächst das Zuhause der Patient*innen, bespricht mit ihnen den Dialyseplatz und prüft, ob der Umbau ohne Probleme möglich ist. Während der letzten Trainingsphase im Zentrum erfolgt dann der Umbau. Zudem liefern wir das Equipment und die Erstbevorratung des Verbrauchsmaterials. Anschließend nehmen unsere Techniker*innen das Equipment in Betrieb und vernetzen die Komponenten.

Wir nehmen bei der Inbetriebnahme eine Wasserprobe in Bezug auf Chemie, Endotoxine und Mikrobiologie. Erst, wenn das Ergebnis vorliegt und unauffällig ist, führen wir in Abstimmung mit Ihnen die erste HHD durch. Im Fall einer Beendigung durch Transplantation oder anderen Gründe holt B. Braun Equipment und Verbrauchsmaterial wieder ab. Die Installation bleibt bestehen, da nach einer Transplantation bei Abstoßung der Niere wieder ein HHD-Platz installiert werden kann.

Durch die DAHEIM Service App und die digitale Therapiedatenübertragung ist ein hohes Maß an Transparenz gegeben. Die Therapiedokumentation erfolgt direkt nach der Therapie. Sie wird von der Dialysemaschine verschlüsselt übertragen. Spätestens am Folgetag können Sie die Daten einsehen und herunterladen.

Die HHD-Patient*innen kommen weiterhin und nach Ihren Vorgaben in bestimmten Abständen in das Dialysezentrum und es findet eine regelmäßige (Shunt-)Visite oder auch Referenzdialyse statt.

Alle HHD-Patient*innen erhalten von B. Braun ein Tablet mit der DAHEIM Service App. Hierüber können sie ihr Verbrauchsmaterial bestellen. Während des Trainings werden wir anhand unserer Materialliste die notwendigen Materialien mit Ihnen und der Patientin bzw. dem Patienten abstimmen. Nur diese können anschließend auch über die App bestellt werden.

Der Bestellrhythmus liegt bei vier bis acht Wochen. Diesen bestimmen die Patient*innen selbst und können dann drei bis fünf Werktage im Voraus bestellen. Die Ware wird in dem von den Patient*innen bestimmten Zeitfenster bis in den Lagerraum zu Hause geliefert. Verpackungsmaterial und Entsorgungssäcke mit leeren Konzentrat-Kanistern werden auf Wunsch mitgenommen. Außerdem erhalten die Patient*innen pro Quartal eine Entschädigungszahlung für erhöhte Strom- und Wasserkosten sowie Müllentsorgung.

Nein. Die medizinische Verantwortung und der Behandlungsauftrag verbleiben bei Ihnen, denn alle medizinisch relevanten Entscheidungen und Aufgaben liegen unverändert in Zentrumsverantwortung.

Wir informieren Sie umgehend über Rückfragen oder Probleme, die bei den HHD-Patient*innen auftreten. Zwischen Ihnen und B. Braun besteht lediglich ein Servicevertrag. Zwischen B. Braun und den Patient*innen gibt es kein Vertragsverhältnis.

Ihr Kontakt zu uns

Sie interessieren sich im Namen Ihres Dialysezentrums und Ihrer Patient*innen für die HHD und möchten mehr über unseren B. Braun DAHEIM Service erfahren? Dann wenden Sie sich direkt an uns. Füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus. Sie können sich auch telefonisch unter +49 (0) 56 61 – 71 46 11 oder per E-Mail an daheim-service@bbraun.com an uns wenden.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Portrait-Aufnahme von Simone Klein, der Leiterin des B. Braun Heimdialyse Services.
Simone Klein
Leiterin Heimhämodialyse Service
Organisation
Simone Klein ist als Leiterin des Heimhämodialyse-Teams von B. Braun Ihre erste Ansprechpartnerin und verantwortet den gesamten Daheim Service.
Portrait-Aufnahme von Julia Bangert, der Operations Managerin des B. Braun Heimdialyse Services.
Julia Bangert
Operations Managerin
Als Operations Managerin ist Julia Bangert für alle organisatorischen Themen im Rahmen der Heimdialyse und der Umstellung der Patient*innen zuständig.

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Dokumente

Beschreibung Dokument Link
Arztbroschüre
pdf (2.0 MB)

1 Jihane J. Hajj 1 and Krzysztof Laudanski, Home Hemodialysis (HHD) Treatment as an Effective yet Underutilized Treatment Modality in the United States, Healthcare 2017, 5, 90; doi:10.3390

2 Karkar A, Hegbrant J, Strippoli GF. Benefits and implementation of home hemodialysis: A narrative review. Saudi J Kidney Dis Transpl. 2015 Nov;26(6):1095-107. doi: 10.4103/1319-2442.168556. PMID: 26586045

3 Bonenkamp AA, van Gelder MK, Abrahams AC, Boereboom FTJ, Cornelis T, Luik AJ, Özyilmaz A, van der Sande FM, van Eck van der Sluijs A, Gerritsen KGF, van Jaarsveld BC. Home haemodialysis in the Netherlands: State of the art, The Netherlands Journal of Medicine, May 2018, Vol. 76, No. 4

4 Richard J. Fluck, Dennis Fouque and Robert S. Lockridge; Nephrologists’ perspectives on dialysis treatment: results of an international survey; 2014 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3912927/