Palliative Care Schmerzmanagement & apparative Schmerztherapie

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Schmerzfrei leben

Eines der häufigsten Symptome, das bei Palliativpatienten im Verlauf ihrer Krankheit zum Tragen kommt, ist der Schmerz. Die medizinischen Möglichkeiten, Schmerz erfolgreich zu behandeln, sind heute so umfangreich, dass die Angst vieler Patienten, unerträgliche körperliche Schmerzen erleiden zu müssen, meist unbegründet ist.

Was ist Schmerz?

Die International Association for the Study of Pain (IASP/ Internationale Gesellschaft zur Erforschung des Schmerzes) definiert Schmerz folgendermaßen: „An unpleasant sensory and emotional experience associated with actual or potential tissue damage, or described in terms of such damage.“ (Quelle: http://www.iasppain.org/Taxonomy#Pain)  Also „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird."

Schmerz ist also ein subjektives Empfinden, in das viele Faktoren hineinspielen, weshalb man heute von einem biopsychosozialen Schmerzkonzept spricht. Dem Phänomen, Schmerz widmen sich viele medizinische Disziplinen, die insbesondere bei komplexen Fällen in der Schmerztherapie zusammenarbeiten.

Der Konsens ist: Kein Mensch sollte unnötig Schmerzen erleiden müssen!

Recht auf Schmerzfreiheit

Die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. (DGSS) hat eine Ethik-Charta entwickelt, die eine ethische Orientierung zur Behandlung von Schmerz- und Palliativpatienten geben soll. Hier wird das Recht auf Schmerzfreiheit formuliert. In der Folge lesen Sie eine Kurzfassung
(zitiert nach (http://www.wernerschell.de/Medizin-Infos/Sozialmedizin/EthikCharta07.pdf)

Thesen zur Ethik der Schmerztherapie

  • Schmerzfreiheit ist ein wesentliches Element menschlichen Wohlbefindens.
  • Schmerztherapie ist ein fundamentales Menschenrecht.
  • Alle Menschen haben das gleiche Recht auf angemessene Schmerzlinderung.
  • Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben ohne Schmerzen, zur Not unter Inkaufnahme von Nebenwirkungen.
  • Schmerzlinderung soll im Einklang mit dem gebotenen Respekt vor der Autonomie des Patienten stehen.
  • Schmerztherapie darf nicht schaden. Es ist nicht als Schaden zu betrachten, wenn ein früherer Tod beim Tumorpatienten Folge einer Schmerztherapie ist.
  • Schmerzlinderung darf die Selbstbestimmungsfähigkeit nicht einschränken.
  • Risiken der Schmerztherapie dürfen Therapiemaßnahmen nur dann begrenzen, wenn sie den Vorteil der Schmerztherapie (im Ergebnis) wieder aufheben würden.
  • Die Prävention chronischer Schmerzen erfolgt durch eine effektive Behandlung akuter Schmerzen

Modernes Schmerzmanagement

Die Schmerztherapie ist ein sehr komplexes Thema, das inzwischen viele medizinische Disziplinen einbindet. Für ein angemessenes und effektives Schmerzmanagement hat die Weltgesundheitsorganisation einen Stufenplan der analgetischen Therapie entwickelt. Wird die gewünschte schmerzstillende Wirkung auf einer Stufe nicht erreicht, wird das nächsthöhere Level durchlaufen.

Die Therapie kann auf jeder der drei Stufen mit angemessener Komedikation in Form von Arzneimitteln, Physiotherapie und anderen Therapieformen unterstützt werden.

Stufe 1 Nicht-opioides Analgetikum, ggf. in Kombination mit Adjuvanzien
Stufe 2 Schwaches Opioid, ggf. in Kombination mit nicht-opioiden Analgetika und/oder Adjuvanzien
Stufe 3 Starkes Opioid, ggf. in Kombination mit nicht-opioiden Analgetika und/oder Adjuvanzien

(Quelle: World Health Organization: Cancer pain relief. With a guide to opioid availability (2 ed.). WHO (Geneva). 1996. Google Books Vorschau)

Auf die drei Stufen folgen auf einem vierten Level die invasiven Techniken der Lokal-/Regionalanästhesie.

Medikamentöse Schmerztherapie bei Tumorpatienten

Ein großer Teil der Palliativpatienten leidet an onkologischen Erkrankungen. Die meisten Schmerzzustände von Krebspatienten lassen sich wirkungsvoll behandeln. Zur Therapie bei Tumorschmerzen werden Medikamente meist oral verabreicht in Form von Tabletten oder Tropfen. In einigen Fällen, wenn Patienten z. B. schlecht schlucken können, kommen Zäpfchen und Schmerzpflaster zum Einsatz. Sind die Beschwerden sehr stark, werden Schmerzmittel auch subkutan oder intravenös gegeben. Auch Katheterverfahren sind nicht unüblich.

Eine sehr informative Broschüre für Krebspatienten und deren Angehörige hat die deutsche Krebshilfe herausgegeben: Den Blauen Ratgeber zum Thema “Schmerzen bei Krebs”.  

Darüber hinaus gibt es – ebenfalls von der Deutschen Krebshilfe – einen Ratgeber "Palliativmedizin", in dem es z. T. auch um Schmerzvermeidung  und -minderung geht.

Apparative Schmerztherapie mit B. Braun – Wenn konservative Möglichkeiten nicht mehr ausreichen

Um den hohen Anforderungen in der Schmerztherapie gerecht zu werden, unterstützt B. Braun Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige mit einem umfassenden Programm von Produkten und Dienstleistungen.