Palliative Care Komplementäre Therapiekonzepte

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Complementary and Alternative Medicine (CAM) in der Palliativmedizin

Palliative Care setzt sich zum Ziel, die verbleibende Zeit so lebenswert und angenehm wie möglich zu gestalten. Freude empfinden, sich als Teil von etwas erleben, wieder eine positive Selbstwahrnehmung entwickeln, Selbstwirksamkeit spüren, trotz Einschränkungen, Ängste bewältigen und Worte finden: Wo die klassische Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, können komplementäre Therapieangebote die Begleitung der Palliativpatienten sinnvoll ergänzen. Dabei geht es immer um den individuellen Nutzen für den Patienten.

Begriffsklärung

Die CAM-Begriffe sind nicht eindeutig definiert. Alternative Methoden wollen häufig die der wissenschaftlichen Medizin ersetzen. Komplementäre Ansätze sind im Allgemeinen solche, die konventionelle Methoden ergänzen. In diesem Sinn wird auch von „Integrativer Medizin“ gesprochen. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin erörtert:

 „Die Abgrenzung zwischen komplementärer und alternativer Medizin ist unscharf. (...) Die komplementäre Therapie versteht sich als ergänzende unterstützende Therapie im Rahmen eines wissenschaftlich fundierten Therapiekonzeptes.

(Hübner, J., Gronau, T.: Projekt „Komplementäre Ansätze in der Palliativmedizin“, zitiert nach http://www.igpweb.org/pdfs/Antrag_DGP.pdf zuletzt abgerufen im Mai 2017)

Im Bereich der komplementären Therapien werden folgende Bereiche unterschieden:

  • Mind/Body Medicine,
  • manuelle Techniken,
  • alternative Bewegungskonzepte,
  • energetische Methoden sowie Kräuterheilkunde und Naturheilkunde

Gerade wenn die Schulmedizin keine Hoffnung auf Heilung gibt, schenken einige Patienten ihr Vertrauen unseriösen Anbietern mit unhaltbaren Heilsversprechen und alternativen Therapien, die vorgeben kurativ zu sein.

So warnt das Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie (KOKON):

„Allerdings sind viele Wirkungen komplementärmedizinischer Verfahren aus naturwissenschaftlicher Sicht bisher noch unklar. Zudem tauchen immer wieder unseriöse Heilsversprechen auf, die nicht Teil der Komplementärmedizin sind, sondern als unlautere Medizin angesehen werden müssen.“

(http://www.kokoninfo.de/komplementaerrmedizin, Stand: 9. August 2017)

Um fundierte Empfehlungen für den Umgang mit alternativen und komplementären Methoden für die palliative und hospizliche Situation geben zu können, hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin eine Arbeitsgruppe gegründet.


Speziell für den Bereich der Onkologie stellte die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Kooperation mit CAM-Cancer und KOKON einige CAM-Summaries zusammen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Das Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie hat auf der Website www.kokoninfo.de eine Übersicht für Patienten zur Verfügung gestellt.

Fachkreise können sich über aktuelle Projekte auf www.kompetenznetz-kokon.de informieren.