Palliative Care Typische Symptomatiken

Product Quick Finder

Wählen Sie eine Kategorie oder Unterkategorie.

Das Leben leben – So gut es geht

Auch wenn die Heilung der Krankheit aus medizinischer Sicht nicht mehr möglich ist, so können Palliativmedizin und Palliativpflege doch die Symptome lindern und kontrollieren, die im Verlauf der Krankheit auftreten. Man spricht in diesem Fall auch von Supportivtherapie.

Symptomatik und Erkrankungsphasen

Der Patientenweg im Bereich Palliative Care wird allgemein in verschiedene Phasen unterteilt. Die erste ist die REHABILITATIONSPHASE, in der der Patient trotz der Diagnose ein weitgehend normales gesellschaftliches Leben führen kann. Die Krankheit ist zwar schon fortgeschritten, die Symptome sind aber noch sehr begrenzt. Diese Phase kann mehrere Monate oder auch Jahre dauern.

In der PRÄTERMINALPHASE, die in der Regel Wochen bis Monate anhält, nehmen die Einschränkungen und auch die Symptome zu. Es wird schwieriger, aktiv am Leben teilzunehmen.

Die TERMINALPHASE ist durch zunehmende Bettlägerigkeit und unterschiedlichste Symptome von Schwäche bis zu Atemlosigkeit charakterisiert. Sie dauert in der Regel bis zu einer Woche.

Die letzten Stunden des Lebens bilden die FINALPHASE.

Diagnostik wie auch Therapie richten sich auch an diesen Lebensphasen aus. So können umfassende, für den Patienten unkomfortable Diagnosetechniken und Therapien in der Präterminalphase sinnvoll, in späteren Phasen jedoch nicht mehr angemessen sein.

(vergleiche z.B. Aulbert, Eberhard et. al. (Hrsg.): Lehrbuch der Palliativmedizin, 3. Aktualisierte Auflage; Stuttgart: Schattauer, 2012; S. 990 ff.)

Häufige Symptome im Bereich Palliative Care

Fast alle Patienten im Bereich Palliativpflege und Palliativmedizin leiden im Verlauf ihrer Erkrankung an verschiedenen Symptomen. Das wohl verbreitetste Symptom ist die Angst, der es zu begegnen gilt. In der folgenden Tabelle sind weitere bei vielen Palliativpatienten auftretende Symptome zusammengefasst.

Symptome zum Zeitpunkt der Aufnahme auf die Palliativstation bei 1087 Patienten

(Quelle: Lukas Radbruch / Friedemann Nauck / Martin Fuchs / Karl Neuwohner / Dieter Schulenberg/ Gabriele Lindena, What is palliative care in Germany? Results from a representative survey (J Pain Symptom Manage 2002; 23: 471 - 83; zitiert nach: Aulbert, Eberhard et. al. (Hrsg.): Lehrbuch der Palliativmedizin, 3. Aktualisierte Auflage; Stuttgart: Schattauer, 2012; S. 137 ff.)

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

Aus rechtlichen Gründen dürfen an dieser Stelle keine konkreten Behandlungsempfehlungen gegeben werden.

Wir möchten Ihnen allerdings einige Quellen zu dieser doch sehr herausfordernden Thematik anbieten. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat Pflegeleitlinien zu vielen häufigen Symptomen herausgegeben, die der Qualitätssicherung und der Weitergabe des Erkenntnisgewinns in diesem Bereich dienen sollen.

Ebenfalls auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin finden Sie die S3-Leitlinie, die sich speziell der Versorgung schwer turmorerkrankter Patienten widmet.

Unter der Rubrik PALLIATIVE CARE LEHREN, LERNEN, LEBEN findet sich umfangreiches Lehrmaterial zu Symptomen wie Angst, Schmerz oder Obstipation wie auch zu benachbarten Themen wie Ethik, Trauer, Schuld oder Biografiearbeit sowie zu einigen speziellen Erkrankungen wie ALS.