B. Braun und ich
They call me the "German Paddy"

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They call me the "German Paddy"

Marc Andre Bremer bei seinem Auslandseinsatz in Irland

Marc-Andre Bremer berichtet über sein Traineeprogramm und seinen späteren Auslandseinsatz bei unserer Tochtergesellschaft B. Braun Irland am Standort in Sligo. 

Nach meinem BWL Studium entschied ich mich für ein Traineeprogramm im Finanzbereich bei B. Braun, weil ich unter anderem die Arbeitsatmosphäre in einem Familienunternehmen sehr schätze. In 18 Monaten durchlief ich insgesamt 9 Abteilungen und bekam einen umfassenden Einblick in den Finanzbereich im B. Braun-Konzern. Als besonders wertvoll erachte ich das Netzwerk von Kollegen, welches sich mir erschloss und worauf ich auch während meiner Entsendung immer wieder zurückgreifen konnte.

Im Anschluss an dasTraineeprogramms bot sich mir die Möglichkeit einer Auslandsentsendung. Nach einem sogenannten Look & See-Trip entschied ich mich für das Land der 1000 Regenbögen und Kobolde...Irland.

Dort arbeitete ich als Produktionscontroller im Werk Sligo, in dem Spezialpflaster zur Wundversorgung gefertigt werden.

Vor Beginn meiner Entsendung wurde ich fachlich in der Abteilung Product Costing des Global Shared Service vorbereitet. Gleichzeitig wurde mein Umzug nach Irland von der Abteilung Corporate HR organisiert und begleitet.

Abenteuer auf der grünen Insel

Nun konnte das Abenteuer auf der grünen Insel beginnen. Es war ein verregneter Freitagvormittag als ich in Dublin ankam. Dieses Wetter sollte mir noch öfters begegnen. Dafür war die Begrüßung in der Dubliner Vertriebsniederlassung umso sonniger. Wenn man mich fragt, was die Iren auszeichnet, ist meine Antwort: Die fast grenzenlose Gastfreundschaft.

Nach meinem 1. Arbeitstag fuhr ich gemeinsam mit einem irischen Kollegen an die Westküste nach Sligo. Sobald man Dublin verlässt, zeigt sich das typische irische Landschaftsbild: Ein saftiges Grün in Grün, viele kleine Ortschaften und natürlich unzählige Schafsherden.

Mein Appartement lag in der Nähe eines Golf-Courts, wovon es in Irland sehr viele gibt, da Golf in Irland ein Volkssport. Aber die Sportart Nummer 1 ist und bleibt das physische Ballspiel Rugby, dessen Regeln sich mir bis heute nicht erschlossen haben.

Das Werk Sligo ist mit 150 Mitarbeitern ein eher kleines Werk im B. Braun-Konzern. Hier kennt jeder jeden und es geht sehr familiär zu. Deshalb erhielt ich auch ziemlich schnell meinen Spitznamen: “The German Paddy”, was so viel heißt wie halb deutsch, halb irisch.

Die tägliche Arbeit im Werk ist ein gelebtes Beispiel für das Konzernmotto “Sharing Expertise”. Bei Fragen konnte ich mich auf meine Ansprechpartner in Melsungen verlassen und dieses Wissen dann vor Ort weitergeben.

Aber natürlich blieb auch genug Zeit übrig, um Land und Leute kennenzulernen. Der County Sligo befindet sich im Nordwesten Irlands. Sligo Town liegt zu Füßen des mächtigen Tafelbergs Ben Bulben, der das Wahrzeichen dieser Stadt ist. An einer Stelle dieses Berges kann bei Regen und gleichzeitig auftretenden starkem Wind eine Fontäne entstehen, die Geysir-artig nach oben prescht. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, welches von den Einheimischen liebevoll als „The Devils Chimney“ – Des Teufels Schornstein bezeichnet wird.

Der Ort Strandhill ist ca.10 Autominuten von Sligo Town entfernt und liegt direkt an der atlantischen Küste und zieht im Sommer zahlreiche Surfer zum Wellenreiten an. Dort gibt es das mit Abstand weltbeste Minz-Eis.

Ein Road-Trip entlang der Westküste stand ganz oben auf meinem Programm. Die Küstenstraße, „Wild Atlantic Way“, führte mich durch die traumhaften Seenlandschaften Connemaras,  zu den Steilklippen „Cliffs of Moher“, und durch den ewig grünen „Ring of Kerry“. Ich erlebte Galways pulsierende Pubs, in denen schon ab 14 Uhr die Live-Music spielte und sah den einsamen Delphin „Fungi“ bei einer Hafenrundfahrt in Dingle.

Ich blicke auf ein Jahr zurück, in dem ich ein wunderschönes Land mit tollen Leuten kennenlernen durfte. Darüber hinaus konnte ich mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickeln. Für diese prägende Erfahrung, bin ich sehr dankbar.Slàn, Farewell my Ireland. We will see again, that’s for sure!