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Saskia Biskup gewinnt EU-Innovationspreis für Frauen 2014

Der Wettbewerb zeichnet Frauen aus, die ihre Leidenschaft für Wissenschaft und Geschäftsgeist verknüpfen und ein innovatives Unternehmen gegründet haben.

Tübingen. Saskia Biskup, Mitgründerin und Geschäftsführerin der CeGaT GmbH, ist von einer Jury der Europäischen Kommission mit dem EU-Innovationspreis für Frauen ausgezeichnet worden. Am Montag erfolgte die offizielle Preisverleihung im Rahmen der Innovation Convention 2014 in Brüssel. Dabei wurde der Preis der Kommission für Forschung, Innovation und Wissenschaft vom Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso überreicht.


Der Wettbewerb zeichnet Frauen aus, die ihre Leidenschaft für Wissenschaft und Geschäftsgeist verknüpfen und ein innovatives Unternehmen gegründet haben. Bewerben konnten sich Frauen, die bereits durch Programme der Europäischen Union gefördert wurden. Die drei Finalistinnen sind neben Saskia Biskup, die den ersten Platz belegt, Laura van 't Veer aus den Niederlanden und Ana Maiques aus Spanien. Sie wurden aus insgesamt 67 Bewerberinnen von einer unanhängigen Jury ausgewählt und können sich über ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro für die Gewinnerin, 50.000 Euro für die Zweitplatzierte und 25.000 Euro für die Drittplatzierte freuen.

Saskia Biskup über die Auszeichnung: „Dieser Preis macht mich glücklich und ich freue mich wahnsinnig über die Anerkennung! Ich bin dankbar, dass das CeGaT Team voll hinter mir und meinem Mann steht und unglaublich tolle Arbeit leistet. Nur so war der Erfolg erst möglich.“ Saskia Biskup, die damit Vorbild für viele junge Frauen ist, gründete 2009 zusammen mit ihrem Ehemann Dirk Biskup die CeGaT GmbH. Mit der Gründung der Firma wurde ihr Traum, wissenschaftliche Forschung mit der Praxis zu verbinden und somit Patienten schneller und gezielter helfen zu können, verwirklicht.

Mit Hilfe der medizinischen Analyse- und Sequenzierdienstleistungen der CeGaT können Veränderungen im Erbgut, die bestimmte schwerwiegende Erkrankungen auslösen, unter Einsatz neuester Hochdurchsatz-Sequenzier-Technologien identifiziert werden. Neben der Diagnosesicherung können damit Therapieentscheidungen unterstützt und der Krankheitsverlauf beeinflusst werden. Als erstes Unternehmen entwickelte die CeGaT sogenannte Diagnostik-Panels, bei denen alle bekannten Gene parallel untersucht werden, die mit einer Krankheit assoziiert sind.
„Meine Vision ist, dass jeder Patient ganzheitlich in seiner Individualität gesehen wird. Um jeden Patienten optimal behandeln zu können, ist das Wissen um seine genetischen Veränderungen unbedingt notwendig. Es ist ein tolles Gefühl, mit dem jungen Team der CeGaT unabhängig und so erfolgreich arbeiten zu können“, so Saskia Biskup.


Über Saskia Biskup

Dr. Dr. Saskia Biskup studierte nach dem Abitur in Frankfurt an der Universität Würzburg Medizin und wurde dort auch zur Dr. med. promoviert. Anschließend wurde sie in das MD/PhD Programm der Universität Würzburg aufgenommen und an der Biologischen Fakultät (Lehrstuhl für Genetik) zur Dr. rer. nat. promoviert. Zudem erwarb sie in Heidelberg an der Akademie für Weiterbildung die Zusatzqualifikation „Bioinformatikerin“. Ihre humangenetische Facharztausbildung hat Saskia Biskup in München (Prof. Meitinger) und Tübingen erworben. Dazwischen war sie im Rahmen eines dreijährigen Forschungsaufenthaltes in Baltimore/USA an der Johns Hopkins Universität.

Seit 2009 leitet Saskia Biskup als Geschäftsführerin die von ihr und ihrem Mann gegründete CeGaT GmbH,an der die B. Braun Melsungen AG seit 2012 eine Minderheitsbeteiligung hält. Neben ihrem Engagement für die CeGaT ist sie nach wie vor in der Forschung tätig und leitet eine Arbeitsgruppe am Hertie Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen. Seit April 2012 ist Saskia Biskup zudem als ärztliche Direktorin für das Institut für Klinische Genetik am Klinikum Stuttgart verantwortlich.

Die Forschungsprojekte von Saskia Biskup befassen sich mit den Grundlagen der Parkinson-Genetik. Beispielsweise hat sie als erste Veränderungen im LRRK2-Gen entdeckt, welches weltweit am häufigsten mit dem Parkinson-Syndrom in Verbindung gebracht wird (Neuron 2004); dieser Artikel zählt laut Laborjournal (Ausgabe Februar 2010) zu den im Bereich Humangenetik mit am häufigsten zitierten Veröffentlichungen aus dem Zeitraum 2003 bis 2006. 2005 gewann sie den Junior Award der Internationalen Conference of Parkinson’s Disease in Berlin und 2006 den Peter Gruber International Award der Society for Neuroscience in Atlanta, USA, für ihre Forschungsarbeiten und ihre internationalen Kollaborationen.

Über den EU-Innovationspreis für Frauen

Der EU-Innovationspreis für Frauen ist ein Projekt der Europäischen Kommission, das 2011 ins Leben gerufen wurde. Der Wettbewerb wurde für die öffentliche Anerkennung herausragender Frauen entwickelt, die ihre innovativen Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich vermarkten. Die Auszeichnung soll ebenfalls das öffentliche Bewusstsein für den Beitrag, das Potenzial und die Kompetenzen von Frauen in Forschung, Wissenschaft und Unternehmertum erhöhen. Er soll junge Wissenschaftlerinnen ermutigen ihre Forschung in wirtschaftliche Innovationen umzusetzen.

 


Mehr Informationen zu CeGat finden sie unter www.cegat.de