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Extraluminale Valvuloplastie: VenoPatch wirkt wie ein „innerer Kompressionsstrumpf“

Bochum/Melsungen. Reparieren statt Entfernen: Dr. Dr. Dominic Mühlberger vom Klinikum der Universitätsklinik Bochum stellte die gewebeschonende Therapie der Krampfadern – extraluminale Valvuloplastie – vor.

Auf dem Medien-Seminar „Gesundheit für Herz und Gefäße“ stellte Dr. Dr. Dominic Mühlberger vom Klinikum der Universitätsklinik Bochum jetzt die gewebeschonende Therapie der Krampfadern – extraluminale Valvuloplastie – vor. Während des Seminars der Aktion Meditech berichtete er in Hamburg, wie Venenklappen ohne Verödung oder Entfernung von Venenmaterial funktionstüchtig gemacht werden. Darüber hinaus ging es um minimalinvasive Therapieverfahren für die Herzklappe, den Einsatz von Defibrillator-Westen gegen den plötzlichen Herztod und Einsatzmöglichkeiten der Telekardiologie. 

Wie ein „innerer Kompressionsstrumpf“ wird bei der Valvuloplastie ein Stück elastische Polyurethan-Folie um die überdehnte Vene genäht. Dadurch wird die Vene soweit zusammengedrückt, dass die Venenklappen auf gewohnt engem Raum wieder schließen und das Blut nach oben in Richtung Herz pumpen. Dr. Dr. Dominic Mühlberger aus dem Team um Prof. Dr. Achim Mumme an der Klinik für Gefäßchirurgie an der Ruhr-Universität erläuterte den Ablauf des Einsatzes der VenoPatches von B. Braun. Unter kurzer Vollnarkose wird der VenoPatch meist ambulant während eines etwa halbstündigen Eingriffes eingesetzt. Die Vene verengt sich im Lauf der Zeit wieder. Die unterhalb der ehemals aufgedehnten Venenklappe liegenden Klappen werden entlastet und funktionieren ebenfalls wieder einwandfrei. „Die Vorteile der Valvuloplastie bestehen darin, dass das Verfahren weniger invasiv ist als Veröden oder Venenstripping“, erläutert Prof. Momme. Gegenüber herkömmlichen Methoden bleibt bei der äußerlichen Venenklappenrekonstruktion das Venengewebe erhalten und kann später bei möglichen Herz- oder Gefäßoperationen als Bypassmaterial verwendet werden. Das ist besonders für Patienten mit hohem Risiko für Gefäßschäden wie Hypertoniker, Diabetiker oder Raucher wichtig. Die venenerhaltende Therapie wird seit über 20 Jahren am Venenzentrum der Ruhr-Universität Bochum entwickelt und eingesetzt. Rund 1000mal pro Jahr wird der VenoPatch in Deutschland zur Behandlung erkrankter Venen eingesetzt. Nachuntersuchungen der operierten Patienten ergaben gute 10-Jahres-Ergebnisse, vergleichbar mit den herkömmlichen Behandlungsansätzen, berichtete Mühlberger. 

In seinem Beitrag „Schutz vor dem plötzlichen Herztod“ schilderte Dr. Achim Gutersohn vom St. Marienhospital in Vechta den Einsatz von Defibrillator-Westen für Patienten mit einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Herzrhythmusstörungen. Auch für Patienten, die für die ICD-Implantation aus medizinischen oder anderen Gründen nicht oder noch nicht in Frage kommen, seien die Westen geeignet. Eindrucksvoll erzählte Patient Jürgen Schmidt (57) wie er nur dank der Weste überlebte. Heute trägt er einen implantierten Defibrillator. 

Per Fernüberwachung erfährt der Arzt sofort, wenn sein Patient Herzrhythmusstörungen oder dessen Implantat eine technische Störung hat: Dr. Volker Leonhardt von der Zentrale für Telemedizin in Berlin betreut jährlich etwa 1000 Patienten mit Herzschrittmacher per Telemedizin. Der Einsatz der Telekardiologie rette Leben und reduziere in jedem Fall die Anzahl der Krankenhausaufenthalte erläuterte er in seinem Vortrag „Herz unter steter Beobachtung“. 

Kabarettist Wolfgang Koch (68) schilderte sich gut und sicher fühle mit der Fernüberwachung. Einmal rief sein Arzt nach einem kleineren Vorfall sogar gleich bei ihm an. 

„Mini-Helfer für das Herz“ titelte Dr. Tobias Schmidt von der Asklepios Klinik St. Georg seinen Beitrag über minimalinvasive Therapieverfahren bei Herzklappenfehlern. Eine undichte linke Herzklappe verursacht einen Rückfluss von Blut in die linke Herzkammer. Schmidt erläuterte wie Mitralklappenclips das verhindern. Ihr Einsatz erspart einen Eingriff am offenen Herzen.  

Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann in Deutschland leidet an Krampfadern. Das führt zu Beschwerden wie geschwollene oder offene Beine, Venenentzündungen oder Blutungen aus Krampfadern. Mit Hilfe moderner Ultraschall-Geräte ist es inzwischen möglich, auch die hauchdünnen Venenklappen zu erkennen. Sind diese intakt, kann das gewebeschonende Verfahren der Valvuloplastie zum Einsatz kommen. Der VenoPatch gehört zum umfangreichen Produktportfolio von B. Braun im Bereich der periphären Gefäßchirurgie. B. Braun ist Partner der Aktion Meditech. 

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an: Irene Graefe 

Tel.: 0 5661-71 69 38 

E-Mail: irene.graefe@bbraun.com