Ole, 41 Jahre Geschäftsbericht 2015

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2016 - Gedanken ans Alter 

Wir haben einen großen Zusammenhalt in unserer Familie. Bis heute verbindet uns der Sport. Dabei hilft es, dass man mit meinen Eltern noch fast alles machen kann. Sie sind sehr aktiv, fahren sehr viel Fahrrad, mein Vater turnt noch und geht in den Kraftraum. Bei alldem sind sie aber keine Gesundheitsfanatiker, sie genießen das Leben.

Mit meinen Eltern habe ich wirklich großes Glück. Mein Vater war Dozent am Sportinstitut der Universität Heidelberg, meine Mutter Sportlehrerin. Sie waren nicht nur sehr liebevoll. Sie haben auch immer viel mit uns unternommen und vor allem viel Sport mit uns gemacht, was ja bei ihren Berufen auch nicht verwunderlich ist. Im Winter waren wir beim Skifahren, im Sommer beim Segeln. Meine ältere Schwester war Vizeweltmeisterin im Rudern, mein Bruder hat in der ersten und zweiten Bundesliga Basketball gespielt. Von unseren Eltern haben wir neben vielen anderen Dingen Ehrgeiz gelernt. Man setzt sich im Sport ein Ziel, überlegt, was man tun muss, um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet hart, überwindet Widerstände, und irgendwann hat man es dann geschafft. Diese Einstellung hilft nicht nur im Sport, sondern in allen möglichen Situationen.

Die Freude an der Bewegung haben sich auch meine Eltern ihr ganzes Leben lang erhalten. Sie sind jetzt Mitte siebzig und immer noch ständig auf Achse. Sie reisen viel, sind ständig unterwegs. Für sie gilt tatsächlich der alte Spruch „Wer rastet, der rostet“ – deswegen sind sie auch immer noch so gut in Form.

Selbstverständlich ist das nicht. Meine Freunde und Kollegen reden mittlerweile öfter über die Krankheiten ihrer Eltern als über die ihrer Kinder. Und natürlich sind die Krankheiten der Eltern ernster. Die Mutter meines Nachbarn nimmt starke Nierenmedikamente und muss wohl bald zur Dialyse. Aber auch Herzoperationen sind ein Thema, künstliche Hüften oder Altersdemenz.

Dass auch meine Eltern älter geworden sind, fällt mir eigentlich nur auf, wenn ich alte Fotos betrachte. So kraftstrotzend wie früher sehen sie heute vielleicht nicht mehr aus, die Haare sind grau geworden. Wenn sie vor mir stehen, bin ich trotzdem immer wieder von ihrer Körperspannung beeindruckt, sie sind einfach ihr ganzes Leben Turner geblieben. Auch wenn man sich mit ihnen unterhält, merkt man ihnen ihr Alter nicht an. Sie haben eine positive Einstellung zum Leben und sind schnelle Denker. Natürlich weiß ich, dass das in zehn Jahren ganz anders aussehen kann. Aber darum kümmern wir uns, wenn es so weit ist.

Bilder zur Geschichte

Älter werden und Diabetes – Gründe für die Dialyse

Fit im Alter

Es ist eine gute Nachricht: Die Menschen werden immer älter. Seit 1990 stieg die weltweite Lebenserwartung um gut sechs Jahre, in Frankreich zum Beispiel von durchschnittlich 78 auf 82 Jahre und in Indien von 58 auf 66. Gleichzeitig leben Menschen im Rentenalter ganz anders als früher, sie arbeiten im Ehrenamt, treiben Sport und reisen. Es ist vor allem ein Verdienst der modernen Medizin, dass die Menschen länger leben und diese zusätzlichen Jahre auch genießen können.

Aus Diabetes wird oft ein Nierenleiden 

Mehr als 1,9 Milliarden Menschen sind übergewichtig, mehr als 600 Millionen leiden unter Fettleibigkeit. Dies führt gerade bei älteren Menschen oft zu zusätzlichen Leiden, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die weltweit die häufigste Todesursache sind. Prävention ist also wichtig. Selbstverständlich muss sich die Medizin aber auch um die Menschen kümmern, bei denen die Vorbeugung zu spät kommt. Diabetes etwa kann eine Folge langjähriger ungesunder Ernährung sein; 30 bis 40 Prozent aller Diabetiker entwickeln ein Nierenleiden mit möglicher Dialysepflicht. Kann die Niere das Blut nicht mehr reinigen, muss diese Funktion ersetzt werden, da sie sonst zum Tod führt. Eine Möglichkeit ist die Nierentransplantation. Auf eine Spenderniere warten die Patienten aber meist mehrere Jahre. Die zweite Möglichkeit ist die Dialyse als künstliche Nierenersatztherapie. Bereits 1924 führte der deutsche Arzt Georg Haas die erste Blutwäsche durch. Den Durchbruch brachte der Niederländer Willem Kolff , der 1945 ein Trommeldialysegerät konstruierte. Seither haben Ärzte und Techniker das Verfahren immer weiter perfektioniert. Heute nehmen weltweit rund drei Millionen
Menschen eine Dialyse in Anspruch, die Mehrheit ist älter als 60 Jahre. 

Schonende Behandlung 

B. Braun engagiert sich seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der Diabetestherapie und der Dialyse. Wir fertigen unter anderem Blutzuckermesssysteme, Einmalkanülen zur sanften Insulininjektion sowie hochfeine Nadeln, dank derer der Einstich kaum wahrnehmbar ist. Bereits in den 1950er Jahren lieferte B. Braun einzelne Komponenten für die Blutwäsche, seit Ende der 60er-Jahre stellen wir Dialysemaschinen her. Neben Geräten und Materialien für die Hämo- und Akutdialyse beinhaltet unser Portfolio auch ein umfassendes Angebot für spezielle Blutreinigungsverfahren, beispielsweise zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen. Dabei bieten wir ein integriertes System mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten an. Dieses besteht nicht nur aus Dialysemaschinen, Dialysatoren und Verbrauchs materialien, sondern auch aus Therapieoptionen, Softwarelösungen, technischem Service sowie Prozessberatung, Planung, Installation und Weiterbildung. Im Juli 2015 übernahm B. Braun zudem die Lauer Membran Wassertechnik GmbH, einen Spezialisten für Dialyse-Wasseraufbereitungssysteme. Damit komplettiert B. Braun sein Produktportfolio in der Hämodialysetherapie, denn die Wasseraufbereitung ist die Basis, um Patienten gut behandeln zu können. 

Bessere Versorgung durch gezielte Schulung 

Darüber hinaus ist B. Braun als medizinischer Dialysedienstleister tätig: In mehr als 300 Dialysezentren in 29 Ländern profi tieren mehr als 25.000 Patienten von einer hochwertigen medizinischen Versorgung. Die Mitarbeiter werden kontinuierlich geschult: damit sie sich gut in die Patienten hineinversetzen können, ihr Fachwissen stets aktuell ist und sie regelmäßig Gelegenheit haben, Erfahrungen auszutauschen. In unseren Zentren entlasten wir Ärzte und Pflegepersonal bei der allgemeinen Verwaltung, der Abrechnung und der Personalsuche und ermöglichen ihnen so, sich ganz auf den Patienten zu konzentrieren. Unsere Rolle als einer der größten Anbieter von medizinischen Dialysedienstleistungen weltweit wollen wir weiter stärken. Auch deswegen haben wir im Jahr 2015 unter anderen die DTZ Dialyse Trainings-Zentren GmbH übernommen. Die gesamte Breite unseres Angebots an Produkten und Dienstleistungen sowie lokal angepasste Versorgungs- und Therapiekonzepte helfen uns, die optimale Balance zwischen erstklassiger Versorgung und tragfähiger Finanzierbarkeit herzustellen. So können wir weltweit immer mehr Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz ganzheitlich versorgen.