Ole, 41 Jahre Geschäftsbericht 2015

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1991 - Sturz ins Getümmel 

Sport ist die beste Schule fürs Leben. Man versteht, was Teamgeist ist. Man lernt aber auch, an sich zu arbeiten. Und hat dabei noch viel Spaß. Da fallen ein paar Verletzungen, die man sich holt, nicht weiter ins Gewicht. Vielleicht ist es kein Zufall, dass meine Frau Maren früher auch Rugby gespielt hat. Ich mag Menschen, die für etwas kämpfen können.

So gut wie jedes Kind in Deutschland spielt Fußball. Ich hatte da einen anderen Geschmack. Als Kind bin ich im Verein geschwommen. Leistungssport – fünf, später bis zu zehn Mal die Woche Training, am Wochenende Wettkampf. Mit 17 wurde das langweilig, und ich fing mit Rugby an. Heidelberg, die Stadt, in der ich aufwuchs, ist eine Rugby-Hochburg. In meiner Schule gab es ein Rugby-Team, das für eine lange Schottland-Tour trainierte. Da wollte ich mit.

 

Rugby ist ein toller Sport, schnell, taktisch komplex und körperlich sehr fordernd. Ich konnte mich immer auspowern. Du rennst, wirfst, ringst. Manche Gegner waren einen Kopf größer als ich und zwanzig Kilogramm schwerer. Um die aus vollem Lauf zu stoppen, braucht man Technik, Mut und Konzentration.
Wenn mir das gelang, hatte ich nach dem Spiel das Gefühl: Mir kann keiner mehr was. Klar, es geht zur Sache. Brutal ist der Sport aber nicht. Hat man doch einmal jemanden gefoult, entschuldigt man sich sofort. Anders als beim Fußball, reklamiert niemand beim Schiedsrichter oder meckert herum. Nach dem Spiel gehst du mit der gegnerischen Mannschaft ein Bier trinken und hast eine gute Zeit.

Wie bei jedem Sport verletzt man sich aber auch beim Rugby manchmal. Ich habe erste und zweite Bundesliga gespielt, und es kam schon vor, dass sich Kameraden in meinem Team mal das Kreuzband gerissen oder sich die Rippen angeknackst haben. Ich selbst habe mich nie schwer verletzt. Aber natürlich habe ich mir ab und zu die Knie aufgeschürft oder die Ellbogen. Und ich hatte oft Platzwunden. Meine Mitspieler sagten immer: „Ole spielt mit Köpfchen.“ Damit meinten sie aber nicht, dass ich ein taktisches Genie auf dem Platz war. Sie machten sich eher darüber lustig, dass ich mich ohne Zögern in jedes Getümmel warf, einen Ellbogen oder ein Knie an das Kinn, die Stirn oder den Hinterkopf bekam und schon wieder blutete. Heimspiele waren für mich schon deswegen von Vorteil, weil das Krankenhaus nur 150 Meter vom Spielfeldrand entfernt stand. Die Ärzte haben mich dann immer gleich genäht oder geklammert. Als ich noch jung und dumm war, zeigte ich meine Narben wie Trophäen herum. Heute bin ich froh, dass man sie kaum noch sieht. 

Bilder zur Geschichte

Wundbehandlung – bekanntes Thema, neue Wege

Mehr Sport, mehr Verletzungen

Je weniger körperliche Arbeit die Menschen im Beruf verrichten müssen, desto mehr wollen sie sich in ihrer Freizeit bewegen. 60 Prozent der Amerikaner, 67 Prozent der Chinesen und immerhin die Hälfte der Deutschen treiben regelmäßig Sport. Das ist sinnvoll, denn mangelnde körperliche Aktivität ist ein Gesundheitsrisiko: 3,2 Millionen Menschen sterben nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr weltweit, weil sie sich zu wenig bewegen. Körperliche Aktivität dagegen stärkt das Herz-Kreislauf-System, stützt die Immunabwehr, kräftigt Muskeln und Sehnen und tut auch der Seele gut. Aufgrund dieses großen Nutzens nehmen die Menschen das Verletzungsrisiko in Kauf, das sie beim Sport eingehen – beispielsweisewenn sie stürzen oder mit einem Gegenspieler zusammenprallen. Typische Blessuren sind etwa Prellungen, die von alleine verheilen, oder kleinere Schürfwunden, zu deren Behandlung man nur eine desinfizierende Salbe und ein Pflaster benötigt. Bei Platzwunden, Knochenbrüchen und Bänderrissen ist medizinische Behandlung erforderlich.

Geschichte der Wundtherapie

Die Geschichte der Wundversorgung ist so alt wie die Menschheit selbst. Zuerst behandelte man Wunden mit Blättern, zerriebenen Rinden und Fruchtextrakten. Mit der Einführung von antiseptischen Maßnahmen gelang es ab dem 19. Jahrhundert, Wunden mit antimikrobiell wirksamen Flüssigkeiten zu reinigen. Die Idee der feuchten Wundbehandlung ist verhältnismäßig jung: 1962 entdeckte der britische Arzt George D. Winter, dass sich Gewebe um bis zu 50 Prozent schneller nachbildet, wenn es unter einem Verband feucht gehalten wird. Heute sorgen innovative Verbandmaterialien und Wundauflagen dafür, dass der Heilungsprozess unterstützt wird. Problematischer sind chronische Wunden. Sie können die Folge von Grunderkrankungen wie Diabetes, Durchblutungsstörunge und Gefäßproblemen sein, entstehen aber auch, wenn sich ein Patient wundliegt. Allein vier Millionen Deutsche leiden unter chronischen Wunden, von denen 80 Prozent mit Wundauflagen versorgt werden können. Die Behandlungsdauer liegt zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren.

Optimale Versorgung

B. Braun verfügt über ein umfassendes Angebot an Produkten, um Wunden zu reinigen, zu schützen und verheilen zu lassen. Unsere Kunden können sich auf unsere Erfahrung und unsere Expertise verlassen. Wir haben für eine Vielzahl an Wundsekretionen und Stadien der Wundheilung die passende Behandlungsoption. Bei akuten Alltagswunden wie Schürfungen, Schnitten und kleinen Platzwunden kommen beispielsweise hypoallergene Erste-Hilfe-Pflaster oder hautfreundliche Vliesstoffwundverbände von Askina zum Einsatz. Für die Behandlung chronischer Wunden eignen sich silikonbeschichtete Schaumstoffverbände, die ein feuchtes, heilungsförderliches Wundklima unterstützen. Der Verband klebt nicht am Wundbett an, sondern haftet sanft auf der umgebenden Haut. Mit einem breiten Angebot an Produkten wie etwa Prontosan Wundspüllösung oder Prontosan Wound Gel können Wunden gereinigt und feucht gehalten werden. Auch können sie bakterielle Wundbeläge lösen, Infektionen verhindern und eine heilungsfördernde Wundumgebung schaffen. 

Gegen Keime und Infektionen

Selbstverständlich muss auch alles dafür getan werden, dass Patienten sich im Krankenhaus nicht infizieren; für Wunden sind multiresistente Erreger eine große Gefahr. Das B. Braun Infektions-Präventionskonzept steht für einen wichtigen Bestandteil jeglicher medizinischer Anwendung. B. Braun bietet unter anderem Schutzbekleidung, Händehygiene und Materialien zur Flächendesinfektion sowie zur Ganzkörperdekolonisation an. B. Braun engagiert sich außerdem im WHO-Projekt „World Alliance for Patient Safety“ und ist Gründungsmitglied der WHOInitiative POPS (Private Organizations for Patient Safety).