Barb | Eagle Grove, Iowa Geschäftsbericht 2017

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Ich bin Barb 

Vorname: Barb | Alter: 60 | Familienstand: verheiratet, drei Kinder, drei Enkelkinder | Beruf: Krankenschwester im Ruhestand | Wohnort: Eagle Grove, Iowa | Hobbys: Quilten, Fitness | Gemüt: fröhlich
 

Hallo, ich bin Barb und ich komme aus Eagle Grove in Iowa. Ich glaube, dieser Satz sagt sehr viel über mich aus. Denn Eagle Grove ist nicht einfach nur der Ort, an dem ich lebe. Eagle Grove ist meine Heimat. Eagle Grove ist meine Welt. Meine Vorfahren wanderten im Jahr 1881 aus Norwegen in die Vereinigten Staaten ein und gründeten Eagle Grove mit. Sie errichteten zwei Bauernhöfe. Auf dem einen bin ich groß geworden, auf dem Grundstück des anderen, nur 100 Schritte weiter, lebe ich heute. Man kann also sagen, dass ich nicht besonders weit gekommen bin im Leben. Aber mich stört das gar nicht. Ich mag die Ruhe hier, die Natur, die Maisfelder; der Boden, so sagen alle hier, ist so fruchtbar wie nirgendwo anders auf der Welt. Ich mag die kalten Winter, die heißen Sommer. Ich mag die Tiere, die man hier zu Gesicht bekommt: Adler, Kojoten, Fasane, Waschbären. Ich mag die flache Landschaft. Nirgendwo kann man so weit schauen, nirgendwo ist der Himmel so groß – und so rot, wenn die Sonne aufgeht. Wir wohnen etwas außerhalb von Eagle Grove, aber auch im Städtchen selbst leben nur 3.500 Menschen.

 

„Ich mag die Ruhe hier, die Natur, die Maisfelder; der Boden, so sagen alle hier, ist so fruchtbar wie nirgendwo anders auf der Welt. “

– Barb

Jeder kennt hier jeden, grüßt mit Namen, weiß, wenn einer eine schwere Krankheit hat oder ein Kind geboren wurde. Auch meinen Mann Tim habe ich hier kennengelernt. Im Kirchenchor. Ich habe Sopran gesungen, Tim Bass. Er stand immer direkt hinter mir und hat mir mit dem Fuß in die Waden gestupst. Bei unserem ersten Date waren wir auf der Rollschuhbahn. Damals war ich 15, er 18. Geheiratet habe ich ihn mit 21. Als Beth kam, unser erstes Kind, war ich 25. Heute bin ich 60 Jahre alt, und es wäre falsch zu sagen, dass ich Tim liebe wie am ersten Tag. Ich liebe ihn viel mehr. Er war der erste Mann in meinem Leben. Und er ist auch der einzige.

Er ist mein bester Freund, mein Seelenverwandter. Wir singen immer noch gerne miteinander. Und Tim bringt mich jeden Tag zum Lachen – es stört mich gar nicht, dass er immer dieselben Witze erzählt. Beth ist heute 34 Jahre alt, sie promoviert an der Universität in Exeter in England. Beth ist Juristin – und außerdem eine große Umweltschützerin, vielleicht hat sie ja die Liebe zur Natur von mir. Beth will einmal im Bereich Umweltrecht arbeiten. Sie kommt häufig zu Besuch. Meine beiden Söhne Andrew, 30, und Ben, 26, leben noch hier – Ben sogar bei uns im Haus. Er hilft mir, wenn ich mal wieder nicht ins Internet komme. Ben ist Ingenieur für Agrartechnik. In seiner Freizeit geht er oft Andrew zur Hand. 

Eagle Grove, Iowa 

Eagle Grove, Iowa 

In den 1880er-Jahren wurde Eagle Grove gegründet. Den Siedlern fielen die vielen Adlernester in der Gegend auf. Mit etwas Glück kann man diese seltenen Vögel noch immer hier beobachten, denn Iowa hat sich seine Ruhe und Ursprünglichkeit bewahrt.

Weites Land 

Schnurgerade Straßen, flaches Land, weiter Himmel: Das ist Iowa. Der Bundesstaat erstreckt sich mit endlosen Maisfeldern und hügeligen Ebenen zwischen den Flüssen Missouri und Mississippi. Auf einem Quadratkilometer leben gerade einmal 21 Menschen. In Deutschland, um nur ein Beispiel zu geben, sind es 231.

Mehr als ein Fortbewegungsmittel 

Weil das Land dünn besiedelt ist und die Entfernungen groß sind, kommt dem Auto in Iowa eine besondere Bedeutung zu. Es ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Garant persönlicher Unabhängigkeit und Freiheit – Werte, die in Iowa viel zählen. Das Motto des Bundestaats lautet: „Our liberties we prize and our rights we will maintain” – „Unsere Freiheiten schätzen wir – und unsere Rechte werden wir bewahren” 

Fruchtbarer Boden 

In der flachen Landschaft Iowas fallen die vielen Silos besonders auf. Der Bundesstaat ist Nummer eins in den USA in der Produktion von Mais und Sojabohnen. Beinahe nirgendwo auf der Welt ist der Boden so fruchtbar, sagen die Bewohner. 20 Prozent aller Beschäftigten im Bundesstaat arbeiten in der Landwirtschaft. Das bäuerliche Leben mit seinen ganz eigenen Rhythmen prägt nach wie vor den Alltag.