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Händehygiene
Nosokomiale Infektionen können sowohl durch körpereigene (endogene) als auch durch äußere (exogene) Erreger verursacht werden – dabei gelten die Hände als häufigster Übertragungsweg.1,2
Eine konsequente Händehygiene kann das Risiko nosokomialer Infektionen signifikant senken und spielt eine zentrale Rolle bei deren Prävention und Kontrolle. Jede Person, die direkt oder indirekt in die Versorgung von Patient*innen oder pflegebedürftigen Personen eingebunden ist – ob medizinisches Fachpersonal oder pflegende Angehörige – trägt Verantwortung für die Einhaltung einer wirksamen Händehygiene. Entscheidend ist, dass sie korrekt und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird.
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nosokomiale Infektionen treten Schätzungen zufolge jährlich in Akutkrankenhäusern in Europa auf.3
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Todesfälle sind jährlich in Europa direkt auf nosokomiale Infektionen zurückzuführen.3
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beträgt die jährliche wirtschaftliche Belastung durch nosokomiale Infektionen in Akutkrankenhäusern in Europa.3
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Todesfälle jährlich in Europa stehen im Zusammenhang mit einer nosokomialen Infektion, die zum Tod beigetragen hat.3
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der nosokomialen Infektionen könnten durch gezielte Unterbrechung der Übertragungskette per Handkontakt vermieden werden.4
Hautpflege
Unsere Hände sind hochpräzise Werkzeuge, die täglich enormen Belastungen ausgesetzt sind. Zwar besitzt die Haut die Fähigkeit zur Regeneration, doch äußere Einflüsse können diese Funktion beeinträchtigen und die Hautbarriere schädigen. Hautpflege gilt heute als wesentlicher Bestandteil der Händehygiene und der Infektionsprävention. Eine beeinträchtigte Hautbarriere kann sowohl die natürliche Schutzfunktion der Haut als auch die Bereitschaft zur konsequenten Händehygiene negativ beeinflussen.5 Beides erhöht das Risiko für nosokomiale Infektionen – nicht nur für Patient*innen, sondern auch für Sie selbst. Gezielte Vorbeugung und Pflege kann dazu beitragen, dass sich der natürliche Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhalten lässt – für gesunde, geschützte Hände.
Fünf mögliche Einflussfaktoren gelten als Hauptursache für trockene und gereizte Haut an den Händen:
In den Wintermonaten kann kalte, trockene Luft zu verstärkter Hauttrockenheit führen,6,7 da Feuchtigkeit schneller aus der Epidermis verdunstet. Die regelmäßige Anwendung einer Handcreme kann dazu beitragen die Haut zu schützen und feuchtigkeitsregulierend zu wirken.
Zu heißes Wasser beim Händewaschen kann die Haut zusätzlich austrocknen. Eine lauwarme Wassertemperatur ist hautschonender und reduziert den transepidermalen Wasserverlust.6,7
Seife kann die Hautbarriere beeinträchtigen – insbesondere bei älteren Menschen. Im Gegensatz zu synthetisch hergestellten waschaktiven Substanzen verstärkt Seife die Austrocknung der Haut. Ihr hoher pH-Wert kann die Hautbarriere schwächen. Zudem löst Seife lipophile Bestandteile aus der Haut und kann so Hautreizungen fördern. Daher wird von der Verwendung herkömmlicher Seifen im Rahmen des Gesundheitsdienstes abgeraten.8
Starke Reibung kann trockene Haut mechanisch reizen und entzünden. Vermeiden Sie intensives Rubbeln der Hände mit Handtüchern. Darüber hinaus kann mechanische Belastung die Durchlässigkeit der Haut erhöhen und sie anfälliger für Substanzen und gelöste Stoffe – insbesondere für wasserlösliche Substanzen – machen. Verwenden Sie daher weiche Materialien wie Frottierstoffe und tupfen Sie Ihre Haut besser ab, statt sie trocken zu reiben.9
Berufsbedingte Hauttrockenheit – mit oder ohne irritative Kontaktdermatitis – steht im Zusammenhang mit dem Tragen von Handschuhen.10 Insbesondere das Anziehen von Handschuhen auf feuchter Haut kann die Haut reizen und zum Austrocknen der Haut beitragen. Trocknen Sie Ihre Hände daher immer gründlich ab, bevor Sie Handschuhe anlegen. Bei anhaltenden Hautreizungen wenden Sie sich bitte an das zuständige Team für Arbeitsmedizin.
Sie haben ein herausragendes Händehygieneprogramm in Ihrem Krankenhaus? Dann bewerben Sie sich jetzt für den renommierten Hand Hygiene Excellence Award! Zeigen Sie, wie Sie durch gezielte Maßnahmen zur Händehygiene erfolgreich die Rate nosokomialer Infektionen senken konnten. Der Award bietet eine Plattform, um Krankenhäuser und Teams im Gesundheitswesen auszuzeichnen, die mit Engagement, Innovationskraft und fachlicher Exzellenz einen aktiven Beitrag zur Patientensicherheit leisten.
Erfahren Sie mehr über den HHEA