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Multimodale Schmerztherapie
Entdecken Sie die Vorteile, die ein multimodales Schmerztherapiekonzept für die postoperative Schmerzbekämpfung bietet.
Die postoperative multimodale Schmerztherapie kombiniert verschiedene Analgetika, um akute Schmerzen nach einem chirurgischen Eingriff zu lindern und gleichzeitig das Nebenwirkungsrisiko durch geringere Dosierung einzelner Medikamente zu reduzieren.
Dieses Konzept kann dazu beitragen, auftretende Schmerzen besser zu beherrschen. Gleichzeitig ermöglicht es, die Schmerztherapie sowohl auf das individuelle Schmerzempfinden als auch auf den Gesundheitszustand der einzelnen Patient*innen abzustimmen.
Das Grundprinzip besteht darin, so viel Schmerzmittel wie nötig und so wenig wie möglich zu geben sowie das Nebenwirkungsrisiko zu minimieren.
Wir von B. Braun arbeiten mit Medizinern zusammen, um eine Auswahl an Schmerzmitteln anzubieten und so eine auf den Patienten zugeschnittene Schmerztherapie zu ermöglichen.
“Die Bewältigung postoperativer akuter Schmerzen ist eine Herausforderung, denn wir müssen akute Schmerzen so schnell wie möglich behandeln, um chronische Schmerzen zu vermeiden und gleichzeitig die mit Opioiden verbundenen Risiken zu minimieren.”
Die multimodale Schmerztherapie ist ein patientenzentrierter Ansatz, der erfahrungs- und forschungsbasierte Therapien miteinander kombiniert.
Etablierte Richtlinien wie PROSPECT (ESRA)3, ASA4, N1 (NICE Großbritannien)5 und S3 (Deutschland)6 empfehlen, Therapien zu kombinieren, um Schmerzen zu lindern und gleichzeitig Nebenwirkungen zu reduzieren. Multimodale Schmerztherapie kann so dazu beitragen, Opioide und die damit verbundenen Risiken zu reduzieren.
Die multimodale Schmerztherapie kann sowohl bei chronischen als auch bei akuten Schmerzen (bspw. postoperativ) angewendet werden. Allerdings gibt es verschiedene Ansätze.
Bei akuten Schmerzen nach einer Operation besteht das Ziel darin, ein erträgliches Schmerzlevel zu erreichen, um das Risiko chronischer Schmerzen zu verringern und die Mobilisierung zu ermöglichen, während die Schmerzmedikation so schnell wie möglich reduziert wird.
Multimodale Schmerztherapie kann verschiedenste Therapien beinhalten:
Pharmakologische Therapien: Das können Nichtopioide Analgetika, Antidepressiva, Antikonvulsiva und topische Schmerzmittel sein.
Nicht-pharmakologische Therapien: Dazu gehören Physiotherapie, Beschäftigungstherapie, Akupunktur, Massagetherapie und kognitive Verhaltenstherapien.
Die spezifischen Therapien, die bei der multimodalen Schmerztherapie eingesetzt werden, sollten je nach den Bedürfnissen, dem Zustand und der Anamnese (Krankengeschichte) des einzelnen Patienten ausgewählt werden.
Alle multimodalen Schmerztherapiepläne sind so zu konzipieren, dass sie eine wirksame Schmerzlinderung bieten und gleichzeitig das Risiko von Nebenwirkungen verringern.
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der Anästhesist*innen verwenden in der postoperativen intravenösen Medikation Opioide zur Schmerztherapie.8
Oft ist die postoperative Schmerztherapie unzureichend.7
Multimodale Schmerztherapie kann zu einer effektiveren Schmerzlinderung beitragen und gleichzeitig Nebenwirkungen von Medikation reduzieren.
Wird nur ein Behandlungsansatz verfolgt, sind oft sehr hohe Dosen oder sehr starke Analgetika erforderlich, um Schmerzen wirksam zu behandeln. Häufig ist dies mit einem größeren Risiko von Nebenwirkungen verbunden. Die multimodale Schmerztherapie kann sowohl für Patient*innen als auch für Krankenhäuser eine Reihe von Vorteilen bieten.
Vorteile für Patient*innen:
Vorteile für Kliniken:
Multimodale Schmerztherapie geht weit über die Behandlung postoperativer Schmerzen hinaus. Auch während der Operation hat der multimodale Ansatz Vorteile. Lange Zeit wurde die perioperative Schmerztherapie von Opioiden dominiert. Jetzt wächst das Bewusstsein für die Gefahr, eine Opioid-Abhängigkeit zu entwickeln. 14,15 Darüber hinaus haben diese Medikamente viele unerwünschte Nebenwirkungen.
Studien zeigen, dass es möglich ist, Schmerzen wirksam zu behandeln, indem man verschiedene Wirkstoffe miteinander kombiniert.16 Dazu zählen, neben den Opioiden, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) sowie weitere Analgetika. So kann die multimodale Schmerztherapie exakt auf das Risikoprofil jedes einzelnen Patienten zugeschnitten werden.
Nationale und internationale Leitlinien helfen dabei, wissenschaftlich evaluierte Verfahren der Schmerztherapie zu identifizieren – für eine multimodale Schmerztherapie, die patientenindividuell und operationsspezifisch angepasst ist.
Auch wenn es keinen universellen Ansatz für die Schmerztherapie gibt, verfolgen die meisten Leitlinien ein gemeinsames Ziel: eine wirksame Schmerzlinderung und eine Reduktion des Opioidverbrauchs nach operativen Eingriffen. Dies wird erreicht durch die Kombination verschiedener Maßnahmen. Dazu zählen nicht-opioide systemische Therapien, periphere Nervenblockaden, Schmerzkatheter und lokale Infiltrationstechniken.
Erfahren Sie mehr über unsere Lösungen für das multimodale Schmerzmanagement.
PROSPECT-Guideline (ESRA)
Better Postoperative Pain Management
link
ASA-Leitlinie
Management of Postoperative Pain: A Clinical Practice Guideline from the American Pain Society, the American Society of Regional Anesthesia and Pain Medicine, and the American Society of Anesthesiologists
link
N1-Leitlinie (NICE UK)
Perioperative care in adults – [N1] Evidence reviews for managing acute postoperative pain
link
S3-Leitlinie (Deutschland)
Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen
link
Je kleiner die Patient*innen, desto größer die Herausforderung – das trifft auch in der Anästhesie zu.
Schätzungen zufolge leiden bis zu 82 % der pädiatrischen Patient*innen in Krankenhäusern unter moderaten bis starken Schmerzen.17 Das hat schwerwiegende Folgen: Studien zeigen, dass unzureichende Analgesie nach einem chirurgischen Trauma die Heilung verzögern18,19 sowie zu Komplikationen oder sogar zum Tod führen kann.18, 21, 22
Das wachsende Bewusstsein für die Risiken von Opioiden lenkt zunehmend die Aufmerksamkeit auf die multimodale Schmerztherapie bei Kindern. Diese kann den Einsatz von Opioiden und deren Nebenwirkungen verringern – und dabei gleichzeitig eine wirksamere Schmerzlinderung ermöglichen.23
Um den Schmerz dieser besonders vulnerablen Patientengruppe effektiv zu lindern – ohne auf Off-Label-Anwendungen zurückgreifen zu müssen – bietet B. Braun verschiedene Produkte an: NSAR sowie weitere Nichtopioid-Analgetika, die speziell für den pädiatrischen Einsatz vorgesehen sind.
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der bei Kindern eingesetzten Medikamente wurden nicht bei Kindern getestet oder für die pädiatrische Anwendung zugelassen.24, 25
Wir alle streben nach maximaler Sicherheit. Zahlreiche Studien legen nahe, die häufige und langfristige Gabe von Opioiden kritisch zu hinterfragen. Umso mehr, da es wirksame und risikoärmere Alternativen gibt – wie NSAR und andere Nichtopioid-Analgetika mit sichereren Wirkprofilen.
Weniger Opioide zu verabreichen, kann eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen:
Erfahren Sie, wie Ihre Patient*innen davon profitieren.
Studienzusammenfassung zum Download
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1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK554435/
2. https://www.cfp.ca/content/56/6/514
4. https://esraeurope.org/prospect/
Chou, R., Gordon, D. B., de Leon-Casasola, O. A., Rosenberg, J. M., Bickler, S., Brennan, T., Carter, T., Cassidy, C. L., Chittenden, E. H., Degenhardt, E., Griffith,
S., Manworren, R., McCarberg, B., Montgomery, R., Murphy, J., Perkal, M. F., Suresh, S., Sluka, K., Strassels, S., Thirlby, R., Viscusi, E., Walco, G. A., Warner,
L., Weisman, S. J., and Wu, C. L. 2016. ‚Management of Postoperative Pain: A Clinical Practice Guideline From the American Pain Society, the American Society of Regional Anesthesia and Pain Medicine, and the American Society of Anesthesiologists’ Committee on Regional Anesthesia, Executive Committee, and Administrative Council’, J Pain, 17: 131-57.
7. Meißner, W, et al: The Quality of Postoperative Pain Therapy in German Hospital. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 161–7.
8. Survey among 100 anesthesiologists in Germany, Spain, Italy, UK and France, conducted in 2022.
9. https://www.scirp.org/html/1-1920609_98236.html
10. https://jamanetwork.com/journals/jamasurgery/article-abstract/2629299
11. Berend ME, Berend KR, Lombardi AV., Jr Advances in pain management game changers in knee arthroplasty. Bone Joint J. 2014;96(Suppl):7–9.
12. Maher DP, Woo P, Wong W, Zhang X, Yumul R, Louy C. Perioperative factors associated with Hospital Consumer Assessment of Healthcare Providers and Systems responses of total hip arthroplasty patients. J Clin Anesth. 2016;34:232–238.
13. https://www.painphysicianjournal.com/current/pdf article=NjUwNA%3D%3D&journal=122
14. Volkow ND, Jones EB, Einstein EB, Wargo EM. Prevention and Treatment of Opioid Misuse and Addiction: A Review. JAMA Psychiatry. 2019 Feb 1;76(2):208-216. doi: 10.1001/jamapsychiatry.2018.3126. PMID: 30516809.
15. Dydyk AM, Jain NK, Gupta M. Opioid Use Disorder. 2024 Jan 17. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan–.PMID: 31985959.
16. Wick EC, Grant MC, Wu CL. Postoperative Multimodal Analgesia Pain Management With Nonopioid Analgesics and Techniques: A Review. JAMA Surg. 2017;152(7): 691–97.
17. O’Donnell FT, Rosen KR. Pediatric Pain Management: A review. Mo Med. 2014 May-Jun; 111(3): 231–237.
18. D’Amours RH et al., JOSPT 1996; 24(4): 227 - 36
19. Pavlin DJ et al., Anesth Analg 2002;95: 627 - 35
20. Verghese ST & Hannallah RS. Acute pain management in children. J Pain Res. 2010; 3: 105–123.
21. Khelet H, Br J Anaesth 1997;78: 606-17
22. Jayr C, In Les Aspects Economiques de l’Anesthésie. JEPU 2000: 131-8
23. Graff V, Grosh T. Multimodal Analgesia and Alternatives to Opioids for Postoperative Analgesia. The official journal of the anesthesia patient safety foundation 2018 Oct; 33(2): 33–68.
24. Boston Children’s Hospital. Division of General Pediatrics. What to consider when considering “off-label” drug prescriptions for children. https://www.childrenshospital.org/centers-and-services/departments/general-pediatrics/clinician-resources/off-label-drug-prescriptions (last access 6.5.21).
25. European Commission. Better Medicines for Children From Concept to Reality. Progress Report on the Pediatric Regulation (EC) No. 1901/2003. 2013.