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Die sensible Haut rund um das Stoma
Die peristomale Haut kann durch die Versorgung und den Kontakt mit den Ausscheidungen des Stomas strapaziert werden. Dermatologische Komplikationen sind deshalb häufig und erfordern eine spezielle Behandlung.
Nahezu die Hälfte aller Patient*innen mit einem permanenten Stoma leiden unter peristomalen Hautirritationen.
Die Gründe dafür sind vielfältig: Kontaktallergien, mechanische Verletzungen oder auch Infektionen können die Haut rund um das Stoma schädigen.
Oft sind sich die Betroffenen dessen gar nicht bewusst. Laut einer dänischen Studie berichten bis zu 56 % der Patient*innen mit schweren Störungen des Hautbildes, sie litten nicht unter dermatologischen Komplikationen.[1]
Um Hautschäden vorzubeugen sowie beginnende dermatologische Veränderungen zu erkennen und zu behandeln, ist die Anleitung der Patient*innen eine wesentliche präventive Maßnahme. Sorgfältige Hautpflege und hygienische Reinigung zwischen den Beutelwechseln sind bei der Vermeidung und Bewältigung von dermatologischen Komplikationen essenziell.
Entscheidend ist auch die Auswahl von geeigneten Hautpflegeprodukten und Versorgungssystemen, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Der Stomabeutel sollte einen effektiven und hautfreundlichen Hautschutz haben. Die Haftung auf der peristomalen Haut sollte fest genug sein, um ein Auslaufen zu verhindern. Gleichzeitig sollte die Basisplatte leicht zu entfernen sein, damit Anwender*innen beim Ablösen keine Schmerzen und Hautschäden erleiden.[1,2]