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Vorbeugung und Behandlung chronischer Beingeschwüre
Etwa 80 Prozent der chronischen Wunden am Unterschenkel sind die Folge einer chronisch-venösen Insuffizienz, während in 5 bis 10 Prozent der Fälle eine arterielle Ursache vorliegt. Weitere Ursachen, wie zum Beispiel neuropathische Ulzera, machen den verbleibenden Anteil aus.[1]
Chronische Unterschenkelwunden betreffen in Europa etwa eine von 1.000 Personen[2] und treten häufiger bei älteren Menschen auf: Das Durchschnittsalter von Patient*innen mit venösen Beingeschwüren liegt bei rund 73,5 Jahren.[3]
Was ist ein venöses Beingeschwür?
Die Ursache venöser Beingeschwüre ist eine venöse Insuffizienz, die meist durch eine Schädigung der Venenklappen entsteht. Das wiederum führt zur Blutstauung in den Venen, retrogradem Blutfluss und Abflussstörung der Wadenvenen. All dies kann zu dermatologischen und vaskulären Komplikationen beitragen.
Venöse Beingeschwüre können schmerzlos sein, in manchen Fällen jedoch auch starke Schmerzen verursachen. In jedem Fall erfordern sie eine Behandlung. Beingeschwüre können sich infizieren. Häufig tritt eine Entzündung (Dermatitis) in der Umgebung des infizierten venösen Ulcus auf.[4]
Prävention und eine intensive Behandlung sind entscheidend in der Therapie venöser Beingeschwüre – insbesondere, weil die Rezidivrate von bis zu 17 Prozent innerhalb eines Jahres eine große Herausforderung darstellt.
Aus diesem Grund wurden für die Behandlung von Beingeschwüren bereits zahlreiche Leitlinien entwickelt – die allerdings eine gewisse Heterogenität aufweisen. In den meisten Punkten besteht jedoch Konsens:
1. Situm M, Kolić M, Redzepi G, Antolić S. Kronicne rane kao javnozdravstveni problem [Chronic wounds as a public health problem]. Acta Med Croatica. 2014 Oct;68 Suppl 15-7. Croatian. PMID 25326983.
2. Petherick ES, Pickett KE, Cullum NA. Can different primary care databases produce comparable estimates of burden of disease: results of a study exploring venous leg ulceration. Fam Pract. 2015 Aug;32(4):374-80. doi: 10.1093/fampra/cmv013. Epub 2015 May 1. PMID: 25934977; PMCID: PMC5942540.
3. Urwin S, Dumville JC, Sutton M, Cullum N. Health service costs of treating venous leg ulcers in the UK: evidence from a cross-sectional survey based in the north west of England. BMJ Open. 2022 Jan 6;12(1):e056790. doi: 10.1136/bmjopen-2021-056790. PMID: 34992123; PMCID: PMC8739075.
4. Robles-Tenorio A, Lev-Tov H, Ocampo-Candiani J. Venous Leg Ulcer. 2022 Sep 18. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2022 Jan–. PMID: 33620871
5. Tan MKH, Luo R, Onida S, Maccatrozzo S, Davies AH. Venous Leg Ulcer Clinical Practice Guidelines: What is AGREEd? Eur J Vasc Endovasc Surg. 2019 Jan;57(1):121-129. doi: 10.1016/j.ejvs.2018.08.043. Epub 2018 Oct 2. PMID: 30287207.
6. Gohel MS, Taylor M, Earnshaw JJ, Heather BP, Poskitt KR, Whyman MR. Risk factors for delayed healing and recurrence of chronic venous leg ulcers--an analysis of 1324 legs. Eur J Vasc Endovasc Surg. 2005 Jan;29(1):74-7. doi: 10.1016/j.ejvs.2004.10.002. PMID: 15570275.
7. Maccatrozzo S, Onida S, Davies AH. Guidelines on venous ulceration: A mess. Phlebology. 2017 Jul;32(6):369-370. doi: 10.1177/0268355516657686. Epub 2016 Jun 30. PMID: 27364908.01312.